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Comments

@Christian

Your comments abuout the "68 er" explains very much to me. I was in high school during this time and one brother who was in University is also a "68 er" here in the US. His politics and lifestyle is totally fixed to that time period. He can't think in any way but as a socialist/liberal yet wants the new car/SUV every few years. He is very materialistc and status fixated. He thinks and lives life along with the rest of the leftist herd here in the US. I still remember his "little red book" from Chairman Mao. That someone would actualy buy and read such crap instead of an ounce of pot was beyond me at the time. The difference is I grew up and out of that political mind set and way of thinking.

If such people as the "68 ers" are running Germany you are in for a very bad future. All they care for is themselves, feeling important and enforcing their will on others. It is a group that refuses to let go of power and status once they get it. Given their way they would wreck this counrty too.

Aussenpolitik

Ein Mündel will Vormund werden

Mit finsterer Mine fordern Kanzler und Außenminister für Deutschland einen Platz an der Sonne - und ein Vetorecht im Weltsicherheitsrat. Als Ausgangspunkt. Aber wohin?

Von Robert Leicht für ZEIT.de

Man muss also befürchten, dass erst jetzt, sechs Jahre nach Helmut Kohl, die Gnade der späten Geburt wirklich ausbricht, dass also in Wirklichkeit Joschka Fischer und Gerhard Schröder den außenpolitischen Takt und Instinkt vermissen lassen, den sie Kohl nie zugestehen wollten. Aber wir waren ja gewarnt, denn weshalb musste Gerhard Schröder in seiner ersten Regierungserklärung 1998 verkünden, Deutschland sei nun erwachsen geworden (also kein Mündel mehr), nur weil er selber Kanzler geworden war? Als Peter Handke noch gute Theaterstücke schrieb, handelte eines davon, dass der Mündel Vormund werden wollte, sozusagen mit Vetorecht.


Im Übrigen: Wie will ein Kanzler, der vor dem vermaledeiten Irak-Krieg erklärte, selbst wenn die UN, also der Sicherheitsrat, die Intervention beschlösse, werde sich Deutschland keinesfalls beteiligen, wie will ein Kanzler, der damals verächtlich nichts anderes sagte als: "Die sind mir egal!", nun ausrufen: "Ich will da rein?" Ins Kanzleramt, das hatte ja geklappt - okay. Aber einmal reicht.

http://www.zeit.de/2004/51/leicht_041213

Alles nur ein "Reflex"?


"Zum 60-jährigen Gedenken der Zerstörung Siegens –


Am 16. Dezember 1944 wurde Siegen durch einen schweren Angriff alliierter Bomber im Altstadtbereich zu 85 % zerstört. An die 53.000 Brandbomben verwandelten die Oberstadt binnen kurzer Zeit in ein riesiges Flammenmeer, in dem 348 Menschen zu Tode kamen. Ein schrecklicher Tag für die Stadt und für viele Familien. Zugleich zeigte sich in dem verheerenden Angriff ein Reflex auf die vielen Greueltaten, die von deutschem Boden aus über ganz Europa ausgestreut worden waren. Siegen war Garnisonsstadt! Die Stahlindustrie des Siegerlandes spielte ein große Rolle bei der Waffenherstellung. Seit 1943 war Siegen „judenrein“, 3 Transporte hatten Siegen in den Jahren 1942 und 1943 in Richtung Konzentrationslager verlassen. An die 10.000 verschleppter Zwangsarbeiter/innen leisteten erzwungene Arbeit in den hiesigen Betrieben.
Wenn man einen Gedenktag begeht, ist es wichtig, bei aller Trauer und Erschütterung über die bitteren Verluste geliebter Menschen, auch die Zusammenhänge und Ursachen dieser grauenvollen Geschehnisse nicht zu verschweigen, denn nur so können wir lernen, solche Ereignisse in der Zukunft zu verhindern.

Die Gustav-Heinemann-Friedensgesellschaft e.V., eine vertraute Kooperationspartnerin der Ev. Martinikirchengemeinde Siegen, hat den 60 Jahrestag der Zerstörung Siegens zum Anlass genommen, ein Stück qualifizierter Erinnerungsarbeit zu leisten. Sie hat dazu drei Projekte entwickelt, die einen Beitrag zu angemessenem Gedenken darstellen möchten.

In Zusammenarbeit mit dem „Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte“ der Universität Siegen und der Geschichtswerkstatt Siegen e.V., hat die Gustav-Heinemann-Gesellschaft eine Vortragsreihe geplant, die am 17. Dezember 2004 um 20.00 Uhr mit einem Vortrag des renommierten Geschichtswissenschaftlers Prof. Hans Mommsen beginnt. Dieser Vortrag findet in der Siegerlandhalle (Foyer des Gläsersaals) statt."


http://www.kk-si.de/kirchengemeinden/Martini/index.php?uname=Vortragsreihe&katid=2&uid=38

@gabi
Our government will send weapons to Egypt and China but not to Israel

not to israel? what about the 3 submarines? arent they "weapons"?

Das ist zum Thema Israel. Sorry, daß ich es hier poste. Aber es kommt aus der dt. Friedensbewegung und ist so blutig im Gedankengut, daß ich darauf hinweisen muß. Das ist leider leider mainstream. So dumm, so uninformiert, so einseitig und so tödlich für Israelis.


von Franz-Josef Hanke

Heute ist Freitag, 17. Dezember 2004

Text von Freitag, 29. März 2002

Sharons Fatwa: Die Endlösung der Palästinenserfrage?

Marburg * (FJH)
Christinnen und Christen in aller Welt begehen den Karfreitag als Tag des Gedenkens an die Kreuzigung ihres Religionsstifters. Vielleicht werden Mohammedaner in aller Welt den Karfreitag (29. März) des Jahres 2002 dereinst als Gedenktag für einen anderen Märtyrer begehen. Jedenfalls hat Palästinenserpräsident Jassir Arafat nach Beginn der israelischen Angriffe auf sein Hauptquartier schon angekündigt, er sei bereit, als Märtyrer zu sterben.
Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon spielt mit dem Feuer. Er hat Arafat zum "Feind" erklärt und den Angriff auf sein Hauptquartier in Ramalla angeordnet. Das alles geschieht zweifellos nicht ohne die stillschweigende Duldung der US-Regierung. Seinem Krieg gegen die Palästinenser hängt Sharon das Etikett "Kampf gegen den Terrorismus" um.
Terrorismus ist aber die Politik des Ariel Sharon. Er hat - noch als Kandidat - vor der Wahl zum israelischen Ministerpräsidenten mit seinem Auftritt am Tempelberg die Al-Aksa-Intifada ausgelöst. Alle Vermittlungsversuche hat er durch Militäraktionen auf palästinensischem Gebiet systematisch vereitelt. Arafat hat er in seinem Hauptquartier festgesetzt und ihm nicht einmal den Besuch des Weihnachtsgottesdiensts in Bethlehem erlaubt.
George Bush und die Mehrheit der israelischen Bevölkerung scheinen das alles widerspruchslos hinzunehmen. Haben sie nichts aus dem Holocaust gelernt?
Jedes Volk hat das Recht auf ein friedliches Leben in Freiheit und Selbstbestimmung. Das steht auch in der Charta der Vereinten Nationen (UN). Die Angriffe der israelischen Armee auf Palästina sind aber nicht nur völkerrechtswidrig, sondern auch politisch dumm. Statistiker haben ausgerechnet, dass unter der Präsidentschaft Sharons mehr israelische Bürgerinnen und Bürger gestorben sind als je zuvor. Noch mehr Menschen palästinensischer Herkunft haben diese Politik mit dem Leben bezahlt. Sharon dreht die Spirale des Hasses und Mordens immer noch weiter hoch.
Seine Kriegserklärung an Arafat erinnert an die Fatwa (religiös legitimiertes Todesurteil) islamistischer Fundamentalisten gegen den Schriftsteller Salman Rushti. Der personifizierte "Teufel" als zur Tötung freigegebener Feind soll ablenken von Schwirigkeiten im eigenen Land. Doch der wird damit zum "Märtyrer" hochstilisiert. Und wer nach ihm kommen wird, weiß man auch nicht. Es könnte durchaus schlimmer kommen.
In Oslo hatten sich Jassir Arafat und Izrak Rabbin schon auf einen Friedensvertrag geeinigt. Vieles, was darin vereinbart worden war, ist von den verschiedenen israelischen Regierungen nach Rabbins Ermordung nie eingelöst worden.
Einst nannte man Israel "das gelobte Land". Wird man es bald "das verbrannte Land" nennen müssen?
Am heutigen Karfreitag haben - auch in Hessen - die Ostermärsche begonnen. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht nur friedensbewegte Menschen, sondern auch Politiker dem Terror des Ariel Sharon schnell entgegentreten. Aber wahrscheinlich hat er die Osterferien in der christlichen Welt bei der Wahl des Zeitpunkts seiner Angriffe ebenso wie das Ende des arabischen Gipfels in Beirut schon mit einkalkuliert.


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Politik-Archiv


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© 01.02.2002 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg
http://www.marburgnews.de/2002/mn-pol03.php?tag=29

http://www.neinzumkrieg.de/debatte/ (Hier sind grauenhafte Artikel!)

racker,
Israel? Ich denke da an die Proteste, die Weigerungen, die Debatten. Hauptsächlich bei Israel - kein Problem bei Ägypten. Das will ich sagen. Diese veränderte Haltung der dt. Regierung zu Israel finde ich bedenklich.

The British RESENT America because they've had initiative beaten out of them by centuries of a rigid class structure and now they prefer to indulge in envy and resentment rather than make the leap to personal responsibility.

What a load of bollocks mate. The British left resent the US because no matter how hard they bash it, the US comes up trumps. The British left bash the US because they are deathly afraid that the British are adopting things that work in the US. The British left is upset that the UK looks to its Anglosphere partner instead of the EU. The average Briton has a great deal of respect for the US, no doubt holidaying there as often as possible and in many cases emigrating there in older age. Before you prattle on about the UK, it would help if you knew what you were talking about.

@ Andrew

You appeal to my gut feeling with your assessment of Anglo/American relations. My ex-pat friend, who calls her self "Tory Slut," assures me that most Brits feel the same way as you.

However, we are bombarded by our left wing media with images of the Guardian head line, "54 million must be stupid," or the cries that Blaire is Bush's puddle. (If there was ever the argument for Master/Puddle relationship, it is the Chirac/Schroeder relationship).

Please keep on speaking out like you did above, and insist that your fellow countrymen do the same

@ Andrew Ian Dodge,

I have to agree with you and warn our commenters not to get into wild generalizations. The fact is that there are a lot of Europeans, more than you might think, THAT ARE BIG SUPPORTERS OF THE US. It is primarily the Angry Left in Europe (which, unfortunately comprises the majority in a number of countries and also comprises the majorities among those in power in the government and media) that we really have to worry about here.

I think that when Gedmin talks about "European" resentments that he does not mean ALL Europeans, but the general popular trend in Europe. It is that trend, which sadly is spreading from the Angry Left to other sectors of society that we have got to fight here. In that fight it is VERY IMPORTANT that we recognize just how many Europeans like Andrew there are out there who are FED UP with the arrogance, ignorance and hatred of the Angry Left. They are our most important allies in this fight, so let us show them a little more respect.

---Ray D.

@Trak77,

I was going to comment about your posting reference the UK. I think you are totally wrong. You preceive the left in the UK as being repersentive of the Brits. They are not.

@Andrew,

I could not agree with your statement more. All the Birts I have met seem to have a common bond with most of the people in the US. That is a two way street I might add. I firmly believe the UK will find its own way.

Hello, late to the party as usual I see. There is an anecdote in this interview that I find telling and no one else has commented on.

>>"During the last two years in Berlin I was publicly insulted, heckled, and refused service in a restaurant because I supported the war to remove Saddam Hussein. Once I was sitting on a bench in Berlin, in front of the famous Adlon Hotel. Three young men recognized me as someone who supported this war, and heckled me from a distance. They were nicely dressed twenty-something youngsters in polo shirts, not skinheads. They said, 'You're not wanted here. You don't belong here. Why don't you get out of this country?' It made a deep impression on me.

I cannot imagine this behavior by Americans toward foreign guests. A friend of mine spent the summer in the Netherlands and had to tell people she was Canadian. Another friend who was recruited by a German firm came back after two years, disgusted by the casual and all too frequent rudeness toward Americans, simply for being Americans. She was one of three who just said 'enough' and came home. Even here, people visiting from Europe feel perfectly comfortable insulting our country and everything about us. This past July, at a fourth of July party held by some State Dept. friends, a woman from Italy tried my patience to the point that I offered to chuck her ass off the balconey - 21 floors up. As I recall, the tripping point was when she commented on the futility of my friend summering in the Netherlands trying to pass as Canadian. "Oh, my, that's futile. Americans are quite obvious in Europe - they're uniformly UGLY".

My point? As much as Gedmin would like to analyse/understand, this illness does not submit to rational analysis. There is a deep inferiority complex in Europe that will lead it to perdition. Germany, and Europe need more people like Christian (Proud to be German), many of whose views I disagree with, but who deeply value the good things about their native culture/country and understand the virtue of honest pride and the threat of false humiliation.

Oh, I should clarify something about my girlfriend and the other Americans who returned from Germany in disgust.

They came back in 1999.

I think the German view on America is quite ambivalent.
On the one hand there is Anti-Americanism, that is shown on the streets, where people are demonstrating against the operation "Iraqui Freedom". At school in the English-lessons, we were reading many textes with Anti-American tendences (which most students enjoyed) and the student-organisation organised a demonstration against the war in Iraq. If you try to defend only parts of the American policy (I don't agree with each issue (what's happening at guantanamo, for example), you are standing quite alone against a big majority.
Bush-Bashing is like a trend. People, who are not interested in politics at all and don't read newpapers like Süddeutsche Zeitung or Frankfurter Allgemeine Zeitung, are wearing Anti-Bush-T-Shirts and are loudly proclaiming, that they don't like America and they think that most Americans are cowboys and religious fundamentalists. These people are not just the angry-left. No, lot's of them are also pro-cdu (conservative party) or dont have any ideolology at all, many dont vote.

But people interested in politics share those views,too, in an other way however. Reading "Spiegel" is intellectual, Michael Moore is extremely popular among students at high-schools, his books are taken as truth and there are spent evenings at school to watch his movies. For them the Americans are playing "policeman of the world" and are only intersted in oil. It's not (that much) the cowboy-picture most educated "intellectual" people have in their head, it's the picture of the imperialist, who doesn't give a shit about the UN (which is seen as the "good") and international laws. And by the way they are even polluting the whole world as they don't sign the Kyoto-Protokoll. It's not just the media which is creating an anti-american picture, in my opinion it's society, it's the parents, it's the teachers (most of them are pro-SPD/Greens) as well.

But what is quite intersting: On the one hand you have Bush/America-Bashing, but on the other hand, most of these people
"live" American. They are eating at McDonald, dancing to American Hip-hop or Pop-Music and they even wear clothes (if the Anti-Bush-T-Shirt is at cleaning)for which the Americans were trend-setters. It's always quite funny to watch them protsting against globalisation (which is of course mostly a product of American imperialsim) while drinking Coke / Pepsi or eating a burger. Afterwards they go into cinema to watch the latest Hollywood-Film. A few days ago the last "Sex and the City"-series ended, everybody was talking about it and many were sad that it was over. But nobody said that the series is a product of American capitalism. Ans nobody asked himself how in an "fundamental religious" State like the US such a series could be produced.

That's just what I have observed, that's just my experiences. That's the "German way of living":
American Livestyle: YES
Supporting the Americans and their values: NO

@Pamela,
You told about a friend of yours who spent a summer in the Netherlands and had to tell people she was Canadian. It would be really sad if that was a typical experience. I am Dutch myself and I don't have the impression that anti-americanism is very wide-spread among the average Dutch people; on the contrary, quite a few I personally know admire the US and like Americans. Of course you can meet idiots everywhere, but I hope not more frequently in Holland than elsewhere.

@ Gabi,

"But I don't see and understand a German plan and idea and German interests."

Fascinating.

For most of the summer and fall, we more or less continuously had guests from Germany staying with us (since we live a very popular tourist area, this happens whenever the Euro is strong). All of our guests had very conventional views, unlike yours, and all of them treated us to the standard lecture about America's failings and Europe's superiority. When I asked them how Germany's actions and statements furthered her national interests, they gave me the same response you just gave.

I'm not sure what conclusions to draw, other than that the differences between Germany and the US are likely to grow. Thank you for anwering me.

@ Kees Rudolph

Let me counterbalance Pamela's Canadian friend.

Several years ago, my German wife and I spent several weeks in Germany and the Netherlands. One day late in the afternoon, we crossed the border from Germany into the Netherlands on a small country road and decided to find a place for the night. The first place we could find was a small pension perhaps 2 km from the border. I went inside and asked the man at the desk in German if he had any rooms available. He said no rather coldly. I thanked him, turned around and was almost out the door when he then asked in English, "Are you an American?" I said yes. He then smiled and said he would see what he could do to help. He arranged for us to stay at a nearby luxury hotel (bridal suite no less) and saw that we were charged the same rate as if we had stayed at his pension.

His kindness was replicated by several others during our stay in the Netherlands.

Dear Kees Rudolph;

Please forgive me if my post could be taken as an indictment of the Dutch people. I am very sorry, and apologize for my apparently sloppy writing. I was not there and can only relay what I was told. One thing I should have noted is that she stayed in hostels where she encountered young people on tight budgets just hanging out in Europe for the summer and that was where she encountered some difficult times for the most part.

Markus, you are wiser than you know.

@Pamela

An American trying to pass for Canadian, in order to avoid talking about politics, is equivalent of a hetrosexual man trying to pass for gay in order to avoid talking about women....;-)

Markus,
I agree with your observation. But why do you mention the Süddeutsche and FAZ? I find the SZ (and Leyendecker) so anti-American that I stopped reading it several months ago. Leyendecker and his SZ created a hatred that I felt disgust.

Wie kommt es, daß du nicht im mainstream mitschwimmst?

Sehr erhellendes Interview, um die islamsiche Welt besser zu verstehen. Diese Propaganda wird ständig verbeitet. Und immer geht es um Israel und die Unterstützung durch die USA.

http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=3971&CategoryID=60

Verehrter Scheich, beim Fernsehsender Al-Dschasira beantworten Sie regelmässig Zuschauerfragen aus dem ganzen islamischen Raum. Wie kann der Islam bei Alltagsproblemen helfen? ....


Samuel P. Huntington spricht vom «Zusammenprall der Kulturen». Kann man den Clash Ihrer Meinung nach überwinden?
Der so genannte «Clash of Civilizations» wurde von westlichen Intellektuellen absichtlich erfunden. Er zwingt die amerikanische Regierung, gegenüber dem Islam eine feindliche und antagonistische Politik zu verfolgen. Ich aber fühle, dass wir alle koexistieren können, dass wir alle Unterschiede vergessen können.

Wo also liegt Ihrer Meinung nach das Problem?
Es liegt bei der blinden und bedingungslosen Unterstützung der zionistischen Einheit durch Amerika. Ohne diese Unterstützung könnte Israel nicht tun, was es heute macht.

Es geht doch nicht nur bloss um Israel und die amerikanische Politik. Muslime sind zum Kampf gegen Ungläubige aufgerufen. Der Islam soll über alle anderen Religionen und Weltanschauungen siegen – so steht es im Koran.
Ich betone: Koexistenz ist möglich. Unsere Religion predigt Toleranz. Sie haben Ihre Religion, ich habe meine – das sagt der Koran. Ich glaube an den Dialog, um Spannungen abzubauen.

In Moscheen wird aber immer wieder zur Gewalt aufgerufen.
Es ist sehr bedauerlich, dass der Westen dieses falsche und giftige Bild vom Islam geprägt hat. Es ist das Resultat der Kriege, die zwischen dem Westen und dem Islam stattgefunden haben. Was wir die «europäischen» Kriege nennen, heisst bei euch im Westen die Kreuzzüge.

Sie führen uns tausend Jahre zurück?
Ja, aber heute ist das Vorurteil besonders unglücklich, weil die Welt aufgrund der neuen Technologien zusammenrückt. In meinen vielen Seminarien und Vorlesungen, auch am Fernsehen, tue ich mein Bestes, um gegen das Image anzukämpfen, der Islam befürworte den Einsatz von Gewalt.

Sie persönlich haben vor zwei Jahren zur Gewalt aufgerufen: Mit einer Fatwa forderten Sie Palästinenser zu Selbstmordanschlägen gegen israelische Züge auf. Sie predigen damit weder Versöhnung noch Toleranz, sondern Terrorismus.
Ich bitte Sie! Das sind keine Terroristen, sondern richtige Märtyrer. Palästina ist in einer schlimmen Situation, steht einem mächtigen Gegner gegenüber, der über ein nukleares Arsenal verfügt und dessen Waffenlager prall gefüllt ist. Die Palästinenser haben nichts dergleichen. In dieser Situation betrachte ich es als ein legitimes Kampfmittel, sein Leben einzusetzen.
Und was sagen Sie, wenn ein «Märtyrer» unschuldige Zivilisten umbringt?
In der israelischen Gesellschaft sind alle bewaffnet.

"Wer Selbstmordattentäter in Israel und im Irak als Märtyrer verherrlicht, hat in diesem Land nichts verloren. Wer Mörder als Helden verklärt, spricht auch nicht im Sinne des Islam." aus Berliner Morgenpost- Schlimme Entgleisung
Von Stefan Schulz
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Wielange hat dieser Imam eigentlich Selbstmordattentäter verherrlichen dürfen, bis er dann die Deutschen als stinkend bezeichnet und damit dann den Bogen überspannt hat? In den Nachrichten konnte ich nichts dazu finden.

So klar wie Stefan Schulz meint, ist das leider noch lange nicht.

@ Gabi

FAZ und Süddeutsche sind halt immerhin die beiden "großen" Zeitungen in Deutschland, politisch halbwegs interessierte Menschen lesen sie (in meinem Elternhaus übrigens die SZ, jetzt hab ich FAZ und SZ, meine Englisch-Kenntnisse reichen manchmal auch noch fürs Wall Street Journal, das es an der Uni umsonst gibt).

Tja, warum bin ich nicht mehr im mainstream. Das liegt vermutlich daran, dass ich vor gar nicht allzu langer Zeit endlich mal angefangen hab meinen Kopf und meine Vernunft einzuschalten und mich über das, was in den Zeitungen steht hinaus informiert habe.

Wie die allgemeine Haltung zu "Bretzel"-Bush und Co. war, brauch ich wohl nicht weiter erläutern, aber irgendwie schien mir das, was Bush machte (Befreiung des Irak,...) nicht so doof zu sein. Mit dieser Meinung stand ich allerdings ziemlich alleine auf weiter Flur, zumal immer wieder neue Horror-Geschichten über Amerika mit seinem Patriot Act (wurde allen ernstes mit der Reichtagsbrandverordnung verglichen) und Guantanamo (das ist ein Punkt, an dem ich noch immer nicht mit der Haltung der Bush-Administration übereinstimme) umherschwirrten. So war ich eine Zeit lang, sagen wir unentschieden. Mal überzeugte mich unkritisches "Spiegel"-Lesen mehr von der Haltung der Bush-Basher, ab und zu ging mir das ganze Anti-Amerikanische geschrei aber ziemlich auf die Nerven. Hinzu kam, dass mein Vater auch eher Pro-Bush war und seine Argumente mit Spiegel-Zitaten nicht so leicht von der Hand zu weisen waren ;-).
Letztendlich hab ich im Internet einfach mal angefangen mich anständig zu informieren, was nun für und was gegen die Bush-Politik spricht und hab mir mein eigenes Urteil gebildet (übrigens auch mit Hilfe dieses Blogs; thx David).
Ich bin wahrlich noch kein Bush-Anhänger (seine Gesundheits-/Erziehungs-, Steuerpolitik halte ich für eher ungerecht, der harte Außenpolitische Kurs ist aber richtig). Richtig übel wurde es dann, als ich eine solche Position auch noch öffentlich vertreten habe, da kommen dann bei den meist eher links anzusiedelnden Gegenmeinungen meiner Erfahrung nach ziemlich schnell neben den anti-amerikanischen Vorurteilen auch die anti-kapitalistischen und wenn gar nix mehr hilft die anti-semitischen Vorurteile zum Vorschein.(hat irgendjemand mal Daten, die zeigen, dass weder die amerikanischen Medien, noch die Banken fest in jüdischer Hand sind? Ich weiß es klingt lächerlich, aber das wird echt andauernd behauptet, insbesondere als Ursache für die amer. Unterstützung Israels)
Das hat mir dann wahrscheinlich den Rest gegeben und ich bin wohl endgültig politisch unkorrekt geworden ;-).

der obige Beitrag stammt von mir

Wirklich, ein starkes Interview. Am besten gefiel mir aber folgender Satz:

"On top of that, there is much plain anti-Semitism among Europeans, as my experience as a non-Jew proves."

Interessant. Da spricht er sicher aus einer ähnlichen Perspektive wie der Papst, der non-Catholic ist oder wie Edmund Stoiber, der non-Bavarian ist. Lieber Gedmin, die Goyim glauben ja viel, aber auch nicht alles.

Optimismus siegt. In der WamS erzählt uns Gedmin, wie gut es eigentlich um "die" Demokratie steht.

Das Jahr der Demokratie

Modell Ukraine: Weltweit ist die Freiheit auf dem Vormarsch - außer in Wladimir Putins Rußland

Von Jeffrey Gedmin

Für Anhänger der Demokratie ist der Trend der vergangenen drei Jahrzehnte ermutigend. 1974 gab es unter den 150 Staaten der Erde 41 Demokratien. Heute sind drei Fünftel aller Länder (119 von 192) demokratisch. Gleichzeitig sind einige Mythen über die Demokratie in sich zusammengefallen.

http://www.wams.de/data/2004/12/26/379258.html

Zum Vergleich:

Wahlen, zum Glück
Kabul, Bagdad, Ramallah, Kiew – die Demokraten kommen. Ein Grund für Euphorie

Von Malte Lehming

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/17.12.2004/1540209.asp

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