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Comments

I disagree that publishing that letter were a sign of progress. It's called "token". Don't fall for it. The media does this stunt every once in a while so when someone points out the blatant bias they can say, "But no, look, for instance, at this ... you see, we are balanced, and we are introspecting!"

Thanks Ray for publishing that letter in English. As Henryk Broder mentioned in one of his articles on America, the letters to the editor point to a life beyond the media and give us a clue as to what might be going on in the country. There ARE Germans out there who question the chauvinistic message being blasted out of all the channels here in Germany. Publishing good letters, however, doesn't let the paper off the hook for publishing trashy articles. I have not written the FAZ off yet, but certainly they have moved to market these past years.

A big thanks to Amihasser for proving to everyone that there IS a rabid form of antiamericanism in Germany, one that feels comfortable enough raising its ugly head at a public forum. (Klink, are you reading along?) Maybe you ought to create a special Exhibit thread for posts such as his (after you delete them from the discussion threads). Broder has one for poison pen letters I believe. It would be a great historical document. Amihasser sounds just like his grandfather.

„Wir kapitulieren!“

Von Henryk M. Broder

Vor vielen, vielen Jahren, als Jörg Haider noch ein Student war und Jean-Marie Le Pen sich bei der Präsidentenschaftwahl in Frankreich noch mit 0,7 Prozent zufrieden geben musste, da war Mogens Glistrup schon ein bekannter Mann. Zumindest in Dänemark, wo er eine eigene Partei, die Fortschrittspartei, gegründet hatte und mit 15,9 Prozent der Stimmen auf Anhieb ins Parlament gewählt wurde. Glistrup hatte kein richtiges Wahlprogramm, er war einfach gegen alle Etablierte, ein Rebell, der die Unmut- und Unlustgefühle der Wähler artikulierte und sie politische Parolen übersetzte.

Ein Populist, würde man heute sagen, eine Naturbegabung mit mehr Instinkt als Verstand. Glistrup forderte einen radikalen Abbau der Staatsausgaben und eine Senkung der Steuern um jeden Preis. Besonders unnötig fand er, dass sich Dänemark eine Armee leistete, die im Ernstfall ohnehin nicht zum Einsatz kommen würde, denn wie sollten ein paar dänische Bataillone die Russen aufhalten, falls sie Dänemark jemals angreifen sollten? Deswegen verlangt er die Auflösung der Armee und die Schließung des Verteidigungsministeriums. Stattdessen sollte eine Hotline mit einem Anrufbeantworter eingerichtet werden. Mit einem einzigen Satz auf Russisch, der Dänemark im Kriegsfall retten würde: „Wir kapitulieren!“

Die Dänen, mit ihrem Sinn fürs Praktische und Skurrile, fanden die Idee nicht schlecht und dankten es Glistrup mit dem Stimmzettel. Inzwischen hat der Mann an Popularität verloren. Doch gute Einfälle sind langlebiger als ihre Schöpfer. Die Glistrup-Formel sollte wieder zum Einsatz kommen, nicht mit den Russen als Adressaten, sondern gerichtet an einen mächtigen und unsichtbaren Gegner, von dem man nicht weiß, wann und wo er wieder zuschlagen wird: „Liebe Terroristen, wir kapitulieren, wir haben weder die Absicht noch die Mittel, gegen euch vorzugehen, also tut uns bitte nichts. Bitte, bedient euch, unser Haus ist euer Haus, der Roomservice ist Tag und Nacht für euch da!“ Eine solche Ansage, unter einer gebührenfreien 0800-Nummer eingerichtet, könnte der Bundesrepublik viel Ärger ersparen und vielen Menschen das Leben retten. Wenn man schon kapitulieren will, dann am besten gleich und nicht erst nach einer verlorenen Schlacht. Denn wir haben weder den Willen noch die Ausrüstung, den Terroristen das Handwerk zu legen. De facto haben wir bereits kapituliert, wir wollen es nur nicht wahrhaben.

Das fängt damit an, dass immer öfter von „Widerstandskämpfern“ die Rede ist, wenn von jenen berichtet wird, die sich in Israel in die Luft sprengen und dabei nach dem Zufallsprinzip Menschen mitnehmen, die nicht sterben wollen. Widerstandskämpfer klingt edel, sie vergießen zwar auch Blut, aber sie tun es nicht ohne Grund. Widerstandskämpfer waren die Franzosen, die Polen, die Niederländer, die Tschechen unter der NS-Besatzung, die Juden im Warschauer Ghetto und die Russen im belagerten Stalingrad. Freilich: Terroristen, die wahllos töten, Bomben in Cafés und Zügen deponieren, als Widerstandskämpfer zu bezeichnen, bedeutet zweierlei: eine Anbiederung bei den Tätern und eine moralische und politische Legitimierung der Taten.

Denn wir wissen genau, was die Täter antreibt: Verzweiflung über ihr Leben und die fehlende Aussicht auf eine Änderung der Zustände, auch „Perspektivlosigkeit“ genannt. So liest und hört man es nicht nur von den Leitartiklern und Kommentatoren, sondern auch in den Call-ins der Radiostationen und den Leserbriefen, wo sich das Volk aufrichtig und authentisch äußert. Wenn es so wäre, müsste es praktisch überall auf der Welt Terroristen geben. Wie viele Millionen Unberührbare in Indien leben in tiefer Armut und Verzweiflung, ohne jede Aussicht auf eine Änderung ihrer Lebensumstände?

Wie viele Obdachlose in den USA wachen jeden Morgen im Freien auf, wissend, dass sie auch am Abend kein festes Dach über dem Kopf haben? Wie viele Arbeitswillige, aber Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern sind verzweifelt, weil sie schon fünf Umschulungen hinter sich, aber immer noch keinen Job haben? Verzweiflung ist die romantische Verkleidung für Blutrausch und Mordlust, für jene Positionierung, wie sie in dem Bekennerbrief zu den Anschlägen in Madrid im März formuliert wurde: „Ihr liebt das Leben, wir aber lieben den Tod!“ Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn sich die Todessüchtigen irgendwo leise und dezent umbringen würden, ohne anderen Menschen ihren fatalen Willen aufzuzwingen.

Aber nicht die Terroristen sind verzweifelt, die ihren Abgang kühl wie eine Video-Perfomance inszenieren, verzweifelt sind wir, weil wir nach rationalen Gründen für den Todesakt suchen, Gründen, die wir gern akzeptieren möchten. Es macht uns irre, dass wir keine finden. Deswegen unterstellen wir den Terroristen „Verzweiflung“, denn das ist ein Gefühl, das wir kennen, und sei es auch nur aus einem Dienmädchenroman, in dem die Hauptfigur aus Verzweiflung ins Wasser geht, weil sie von dem Gutsbesitzer geschwängert und sitzen gelassen wurde.

Was aber, wenn es für die Terrorakte keine vernünftige Erklärung gibt oder zumindest keine, die sich mit Hilfe unserer Vernunftskoordination einordnen ließe? So was kann vorkommen, nicht nur weit weg hinter den Karawanken, auch in München, Guben und Bad Reichenhall. Obwohl inzwischen Tausende von Arbeitern über das Dritte Reich und Hunderte von Biografien über Hitler und seine Kumpane geschrieben wurden, blieb eine Frage unbeantwortet: Wie konnte das passieren? Wie konnte ein zivilisiertes und überdurchschnittlich gebildetes Volk dermaßen destruktive Kräfte entwickeln, anfangs gegen andere, zuletzt gegen sich selbst? Man muss damit leben, dass es Fragen gibt, die immer wieder gestellt werden, ohne dass eine Antwort gefunden wird. Shit happens. Nicht nur in der Familie, auch in der Weltgeschichte.

Im Falle des Terrorismus freilich wollen wir uns damit nicht zufrieden geben. Wenn wir schon keine vernünftigen Erklärungen für das Verhalten der Täter finden können, so wollen wir doch wenigstens Maßnahmen zu unserer eigenen Beruhigung entwickeln.

Wir wissen nicht, wie wir mit der Arbeitslosigkeit und der Jugendkriminalität fertig werden, dafür wissen wir genau, woher der Terrorismus kommt und was man dagegen unternehmen müsste. Fast täglich melden sich Experten zu Wort, die uns sagen, wie man den mörderischen Furor der Verzweifelten und Gedemütigten in konstruktive Bahnen lenken könnte. Durch einen interkulturellen und interreligiösen Dialog. Wir brauchen mehr Begegnungszentren, mehr Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit und vor allem: mehr Verständnis für die Kultur der Anderen!

Günter Grass hat vor kurzem ganz im Ernst vorgeschlagen, eine Kirche für eine Moschee umzuwidmen, als Geste guten Willens. An sich keine ganz dumme Idee, obwohl es schon Hunderte, wenn nicht Tausende Moscheen in der Bundesrepublik gibt. Man sollte mit ihrer Verwirklichung aber abwarten, bis eine Moschee in Riad oder Islambad in eine Kirche umgewandelt wurde und die Christen in Saudi-Arabien und Pakistan ihre Religion so frei praktizieren können, wie es Muslime, Juden und andere Minderheiten in der Bundesrepublik tun. Überhaupt sollte man das Prinzip der Reziprozität einführen. Das heißt, sobald die ersten muslimischen Frauen im Bikini am Strand von Dschidda gesichtet wurden, lassen wir das Kopftuch im öffentlichen Dienst und die Burka im Freibad zu, keinen Tag eher.

Der interkulturelle Austausch darf keine Einbahnstraße sein. Ein anderer Vorschlag, der von der diabolischen Unschuld seines Erfinders zeugt, wurde von Jürgen Fliege unmittelbar nach dem Anschlag von Madrid (192 Tote; über 1000 Verletzte) als Wort zum Sonntag in die Welt gesetzt: Wir sollten uns nicht scheuen, „mit den Mördern von heute über die Welt von morgen“ zu reden. Worüber denn? Über die Probleme des Nahverkehrs? Die Miniaturisierung von Kofferbomben? Den schonenden Umgang mit der Natur und die Nutzung erneuerbarer Energien?

Die Vorstellung, dass Armut Terrorismus generiert und man die „Ursachen“ des Terrors bekämpfen muss, die ungerechte Verteilung der Reichtümer in der Welt, statt an den „Symptomen“ rumzudoktern, ist inzwischen so verbreitet die Überzeugung, dass Armut von der Poverte kommt. Das führt zu sehr kuriosen Kollateralerscheinungen. Eine Gesellschaft, die nicht in der Lage ist, jedem Kind einen Kindergartenplatz zu geben und die es hinnimmt, dass jedes siebte Kind unterhalb der Armutsgrenze lebt, tritt für eine weltweite Umverteilung der Ressourcen ein und fordert die Reichen auf, mit den Armen solidarisch zu sein. Wer hingegen in Bottrop noch einen Arbeitsplatz hat, der käme nie auf die Idee, ihn mit einem Arbeitslosen aus Wanne-Eickel zu teilen.

Die Erkenntnis, dass Terror kein Kind der Armut ist, dass die Terroristen nicht verzweifelt, sondern nur blutrünstig sind, dass man mit den Terroristen nicht einmal über das Wetter von gestern, geschweige denn über die Welt von morgen reden kann, ist so niederdrückend, dass man sich ihr gern verweigern möchte. Es hilft nur nichts, genauso wie ein Krebskranker sich nicht einreden sollte, er hätte nur eine leichte Allergie gegen Birkenpollen. Genau das tun aber die Europäer. Sie verordnen ein paar Anti-Histaminika und hoffen, dass der Pollenflug vorbei sein wird, die einen mehr, die anderen weniger. Der Kampf gegen den Terror, der jetzt schon als „Geißel des 21. Jahrhunderts“ dargestellt wird, konzentriert sich darauf, über Maßnahmen zu diskutieren, wie man den Terrorismus bekämpfen könnte, sollte, müsste, ohne die Bürgerrechte einzuschränken, denn das sei es, heißt es immer wieder, was die Terroristen beabsichtigen: unsere liberale Ordnung von innen her auszuhöhlen.

Wirklich? Vielleicht unterstellen wir den Terroristen zu viel taktisches Planen und Verhalten. Vielleicht macht ihnen das, was sie tun, einfach Spaß, und vielleicht nutzen sie nur unseren schwachen Punkt aus: unser schlechtes Gewissen. Wie Eltern, die sich fragen: „Was haben wir falsch gemacht?, wenn ihre Kinder zu trinken und zu kiffen anfangen, fragen wir uns: Liegt es nicht an uns, wenn wir angegriffen werden? An sich glauben wir an keine Erbsünde und keine Kollektivschuld, aber dass wir für die Kolonialpolitik unserer Vorfahren zur Kasse gebeten werden, das finden wir ganz natürlich. Dabei sind uns die Terroristen immer mehrere Nasenlängen voraus, denn wir halten uns an die Spielregeln, sie aber kennen keine.

In der Bundesrepublik etwa gibt es 16 Landesbehörden für Verfassungsschutz, die jetzt erst langsam damit anfangen, Informationen untereinander auszutauschen und ihre Aktivitäten zu koordinieren. Sie haben mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass sie eines Tages mehr leisten müssten, als DKP- und NPD-Sympathisanten zu registrieren. Allerdings: Was kann man von Behörden erwarten, die sich von einem Metin Kaplan vorführen lassen?

Allein die Tatsache, dass die Fluggesellschaften ihre Passagierlisten auf den USA-Flügen an die amerikanischen Behörden schicken, bevor die Flugzeuge gelandet sind, hat zu Protesten von Datenschützern und Bürgerrechtlern geführt. Diese Proteste werden erst verstummen, wenn es den ersten großen Terroranschlag in Berlin, Frankfurt oder Grundremmingen gegeben hat. Danach wird auch die „Unschuldsvermutung“ eines mutmaßlichen Terroristen weniger wert sein als der Wunsch der Bürger, bei der Live-Übertragung des „Musikantenstadl“ nicht von einer heftigen Explosion in der Nachbarschaft gestört zu werden.

Was tun? „Terrorize the terrorists!”, heißt es in den USA und Israel auf die Frage, was man machen müsste. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, wenn man nicht auf das Niveau der Terroristen sinken will. Am einfachsten ist es, präventiv zu kapitulieren, in der Hoffnung, dadurch verschont zu werden. Wir haben längst kapituliert. Es fehlt nur noch eine 0800-Nummer mit der entsprechenden Ansage.


Quelle: SPIEGEL special – Terror: Der Krieg des 21. Jahrhunderts

I'm an avid follower of our media here in the US. I have never actually heard anyone use the phrase "Terrorize the Terrorists". Like so much of what we hear from the European media it sounds invented. Which is all the better for them when they claim that we're kept ignorant by our media and government.
It's hilarious. Yesterday I spent the day with my Canadian clients. They couldn't stop going on about it, and the whole "empire" myth.
This is how it works:
1) say that the opponent of your precious little feelings is constructing an empire.
2) They arent and they don't.
3) claim that you're against all of this awful empireness.
4) continue banging your spoon on your highchair.
5) world around you notices the lack of any empire.
6) claim success in defeating the afforementioned non-existent empire.
7) go on to restore your self-respect again at some point with another narcissistic obsession.

Broder ist großartig. Aber ist es genug, nur Worte zu haben? Was sagt er zu seinen Spiegel-Kollegen? Wie lebt er mit deren Haltung? Was bringen die Diskussionen? Was sagt er dazu? Was ist seine Stimme gegen den Chor der Idioten?

Für Israel ist es jeden Tag brutale Realität, mit dem Terror zu leben, der auch in Deutschland insoweit unterstützt wird, daß sich "Freidens"menschen ganz radikal für die Gewalt der Palästinenser einsetzen. Die erklären sie sich mit der Besatzung. Allein dies Zauberwort "Besatzung" macht aus Gewalttätern Helden. Daß dies auch in Deutschland so gesehen wird, macht mich krank.

As one fellow poster once said, "Henryk M. Broder is SPIEGELS court jester."

Joe2, without further reference I immediately thought, "Exactly, that's the Arab mentality!" It seems that while the Arab world refuses to arrive in 21st century the Western world, i.e. our leftist elite, does indeed adapt to the Arab mentality.

"Ich bin Saddam Hussein, der Präsident von Irak. Das hier ist alles Theater, der wahre Verbrecher ist Bush."

Damit steht Saddam Husseins Meinung im Einklang mit dem deutschen Mainstream.

::)

Heh.

Frequent readers of SPIEGEL and affiliates know that the editors prefer to depict George W. Bush or his neocon (=Jewish) cabalists in quite unfavorable circumstances. Look what picture of Saddam Hussein they chose today:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,306643,00.html

A sincere, caring, resolute statesman, indeed.

They could've chosen another one instead:

http://portale.web.de/Schlagzeilen/Irak/Hussein/?show=bp&bp_id=2721

Hang him high.

Hey Ladies and Gents,

Thanks for the comments. Yes, true enough, this letter to the editor may well be just a token from FAZ to give them the appearance of objectivity. It was refreshing to read it nonetheless.

Karl, I absolutely agree that it doesn't let the media off the hook for publishing trashy (biased) articles on Iraq while omitting references to progress there. Although we may have to agree to disagree on other issues, I think we share a strong bond based on that very point.

Most people who visit this site simply want more honesty, balance and objectivity in the German media when it comes to reporting on Iraq, the US and Bush. As Mr. Schertz pointed out above, he is entirely dependent on the US government website for reporting on positive developments in Iraqi life, and has no way of knowing by looking at the German media whether what he is reading is true or not. One of the media's key missions should be to inform, and as Mr. Schertz pointed out so well in his letter, the German media is failing miserably on this count when it comes to informing Germans about very real positive social developments in Iraq.

I guess if anything, the letter is just one more eloquent example of other Germans sharing our view that there is widespread bias and conformity in the German media when it comes to reporting on Iraq, the USA and Bush. I was particularly struck by the brilliant formulation of the term "Anti-Bush-Einheitsbrei" which I translated as "anti-Bush mish mash" to describe the state of reporting in the German media. It hits the nail on the head. Hopefully more Germans will soon tire of the steady diet of this obnoxious mish-mash fed them day in and day out by their media and demand something better. They certainly deserve better.

Paul, und als was bezeichnen Sie Ihren Erguss hier? Wahrscheinlich kritische und differenzierte Stellungnahme, stimmt's? Wenn Sie eine Diskussion wollen, müssen Sie schon Argumente bringen. Wenn Sie nur Schaum vor dem Munde haben, sind Sie nicht zu verstehen.

Also, haben Sie etwas zu sagen?

Ich habe übrigens vergessen zu erwähnen:

Über den Artikel von Broder stand in der Heftausgabe in großen Lettern: "POLEMIK"

Aber wer Broder kennt, der darf sich darüber auch nicht wundern. Er ist mir allemal lieber als Scholl-Latour, Udo Steinbach oder andere so genannte "Experten". Wer Broder kritisiert, der soll das tun, sollte aber auch bedenken, dass derjenige es mindestens ebenso gut, wenn nicht besser machen sollte...

Downer,

Paul P. hat das nicht ernst gemeint. Erst dachte ich auch, dem sei so, aber gerade dieser Satz, "Wie kann man denn einen Palästinenser, der Terrorist (oder Widerstandskämpfer) wurde, weil er mitansehen musste, wie seine Familie liquidiert, sein Haus zerstört und er selbst gehandicapt wurde mit jemandem vegleichen, der in MekPom mal für 1000 EUR im Monat eine ABM Stelle annehmen musste???", zeigt, dass er lediglich eine Persiflage des deutschen Gutmenschen bieten wollte. Subtil, aber wirkungsvoll. Ok, so subtil eigentlich nicht, denn jemand, der so dämliches Zeug von sich geben würde, wäre auch viel zu blöd, um einen Webbrauser zu bedienen.

@Downer

Wenn es etwas gibt, das mir in der Erinnerung an die 90er noch nachhaltig sauer aufstösst, so ist es der quasi mikrochirurgische Trennprozess der ganz, teilweise, oder überhauptnicht konvertierten Alt-68er von ihren Moderations-, Redaktions- oder sonstigen Medien-Chefsesseln.

Teilweise im Missverständis über die nicht - oder etwa doch noch - kommende Weltrevolution.

Schlimmer noch war die Verheizung der (damals wirklich noch integren) Polit-Altprommis in den ebenso überflüssigen wie komatösen Talkshows, durch das ewige Abspulen der immergleichen Anekdoten und Standpunkte.

Broder ist wohl im streng Mendelschen Sinne *nachträglich* eine 'Dominante Kreuzung' gelungen.


PS
Schade um Ihn - I'm not amused. Hätte ich in den 90ern noch die Essays des ehemals genauso brillianten Helmut Schmidt in der ZEIT lesen sollen, müssen? Eher nicht.

Eine kleine Medienrundschau...

Etwas Optimistisches zum Irak:

Iraq's future is optimistic
By Robert D. Blackwill
In a historic step earlier this week, the U.S.-led coalition in Iraq relinquished authority to a fully sovereign Iraqi interim government. This government will build upon the achievements of the coalition's presence in Iraq during the past year.

http://www.usatoday.com/news/opinion/editorials/2004-06-30-oppose_x.htm

Bei "New York Daily News" lese ich, dass Moore sein Film derart schlecht ist, dass er George W. Bush eigentlich nur von Vorteil sein kann:

The movie is so bad it could help Bush

I brought a notebook with me when I went to see Michael Moore's "Fahrenheit 9/11" and in the dark made notes before I gave up, defeated by the utter stupidity of the movie.

http://www.nydailynews.com/news/ideas_opinions/story/207771p-179168c.html

Die Entscheidung der Supreme Courts von Anfang der Woche ist schön und gut, aber wie sieht das eigentlich aus mit den Umgang von Terroristen mit amerikanischen Soldaten, die gekiddnapt worden?

No Rights for Captured GIs
Why isn't Michael Moore making a movie about that?
Max Boot

There was a grim irony in the coincidence: On the very day that the U.S. Supreme Court issued its rulings on the treatment of enemy combatants, Al Jazeera broadcast a videotape that it said showed a captured American soldier being executed by Iraqi insurgents.

http://www.latimes.com/news/opinion/commentary/la-oe-boot1jul01,1,2008999.column?coll=la-news-comment-opinions

That token letter does a lot, it shows someone in Germany wants to find out what is going on, and is using the web to do so.

If it makes others do so, more the better.

Taliban köpfen christlichen Missionar


Kabul (dpa) - Die radikalislamischen Taliban haben in der afghanischen Provinz Ghasni nach eigenen Angaben einen christlichen Missionar enthauptet. Taliban-Sprecher Mufti Abdul Latif Hakimi sagte, der ehemals muslimische Afghane sei von den USA dafür bezahlt worden, Muslime zum Christentum zu bekehren.

Die Rebellen hätten im Haus des Mannes «verdächtige Bücher» gefunden und ihn mitgenommen. «Wir haben ihn geköpft, um andere davor zu warnen, Muslime zum Christentum zu bekehren.»


http://de.news.yahoo.com/040701/3/43lq7.html

Geköpft in Afghanistan? Nichts in unseren TV-nachrichten, nur dies auf Yahoo. Wie ist das möglich?

Weder Afghanistan noch Rußland unter Putin sind wichtig für die Medien:

Putin nach Urteil von Katar in Bedrängnis
Gericht in Doha befindet zwei russische Spione der Ermordung des ehemaligen tschetschenischen Präsidenten Jandarbijew für schuldig
von Manfred Quiring

http://www.welt.de/data/2004/07/02/299423.html


Man ist fokussiert auf USA und Israel. Da kann dann schon mal passieren, daß andere Themen wie obige und Sudan zu kurz kommen.

@Amihasser: "war jahrelang Prof an an einer US Eliteuni"

Berkelely, vielleicht? Das würde dann doch einiges erklären ...

Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.de
Zu den Lexika auf bpb.de

Lexikon

Antisemitismus

Judenfeindschaft. Der Begriff A. kam 1879 durch die organisierte judenfeindliche Bewegung in D auf. Während des Nationalsozialismus führte der politisch und staatlich betriebene A. bis zum industriell ausgeübten Massenmord mit dem Ziel der systematischen Vernichtung der europäischen jüdischen Bevölkerung. Antisemitische Verschwörungstheorien werden noch heute von rechtsradikalen und neonazistischen Kreisen vertreten.

Quelle: Schubert/Klein, Das Politiklexikon, Bonn 2001: Verlag J.H.W. Dietz

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Das findet sich noch heute auf der website der Bundeszentrale der Politischen Bildung. Antisemitismus in der Linken und unter der muslemischen Bevölkerung wird nicht einmal erwähnt. Danke für dieses klare Beispiel der Blindheit auf dem linken Auge.

Passend zum Thema 'Kapitulation Europas' Auszüge aus dieser Meldung:

"'To the European people ... you only have a few more days to accept bin Laden’s truce or you will only have yourselves to blame,' read the purported statement by the Abu Hafs al-Masri Brigades, referring to bin Laden’s three-month 'truce offer' — effectively an ultimatum — which ends in mid-July. 'The race now is between you, time and European governments which have refused to stop their attacks against Muslims. So do not blame us for what will happen and we apologize to you in advance if you are among those killed.'

Germany said it did not consider the threat particularly credible. An interior ministry spokesman noted the Abu Hafs group claimed responsibility for last year's power cuts in New York that turned out to be caused by a technical failure."

Keine Gefahr Leute, das sind alles nur Angeber. Ob das unsere Behörden wohl bei ihrem 'Kritischen Dialog'™ mit nahöstlichen Regimen in Erfahrung gebracht haben?

Read the whole thing

@ antisemitismus:

Antisemitismus ist inzwischen wieder ein gesamtgesellschaftliches Phänomen - insofern ist die Kritik an der vereinfachten Darstellung völlig richtig - "antisemitische Verschwörungstheorien" gibt es nämlich quer durch alle Lager (erinnere mich an diese idiotische 9/11- Sendung auf der ARD vor einem halben Jahr, wo auch natürlich irgendwann der Mossad irgendwie verdächtigt wurde, etwas gewusst zu haben).
Auf der anderen Seite ist Antisemitismus nicht eine Eigenschaft der linken Szene per se (so wie es für die rechte Szene gilt) - die ist nämlich hauptsächlich mit der Pflege ihrer antiamerikanischen Vorurteile beschäftigt.
(whuaa- wieder schön verallgemeinert)

stellt sich die Frage:
Wie die Neigung eher konservativer Kreise bezeichnen, welche Kritik an der Politik einer bestimmten Regierung (z.b. der Bush-Administration oder der israelischen Regierung) pauschal mit "Antisemitismus" oder "Antiamerikanismus" abkanzeln-
offenbart das bewusste Falschanwendung eines Begriffes? Oder einfach nur gedankliche Unflexibilität? Wenn der Ausdruck "Antisemitismus" inflationär verwendet wird, gibt es dann mehr Antisemiten?

Und wie die Haltung von jemanden bezeichnen, der sagt: "Du kritisierst die Regierung Bush, also bist du Antiamerikaner"?

Amihasser has never set foot in the United States. He is lying.

Kritik ist ein weiter und sehr dehnbarer Begriff. Aber jemand, der die Bush-Regierung kritisiert, ist nach meinen Erfahrungen auch nicht zimperlich, ein paar Stufen höher zu gehen. Plötzlich ist an allem, aber auch wirklich an allem Amerika Schuld...

Kritik ist ein weiter und sehr dehnbarer Begriff. Aber jemand, der die [Schroeder-Regierung, Presse, UNO, Chirac-Administration, ... - choose one] kritisiert, ist nach meinen Erfahrungen auch nicht zimperlich, ein paar Stufen höher zu gehen. Plötzlich ist an allem, aber auch wirklich an allem [die Alt-68er, die linke Presse, das linke Establishment, das (antiamerikanische) Europa, ... - choose another] Schuld...

Um Himmels willen, Kritik ist nicht unerwünscht. Hier wird nur ausgeteilt... und alle anderen sind Anti-Amerikaner und direkte Verwandte von Saddam Hussein. Und wenn alles nichts hilft, dann lenken wir am besten ab und zeigen mit dem Finger auf andere.

Um Himmels willen, Kritik ist nicht erwünscht. Hier wird nur ausgeteilt... und alle anderen sind Anti-Amerikaner und direkte Verwandte von Saddam Hussein. Und wenn alles nichts hilft, dann lenken wir am besten ab und zeigen mit dem Finger auf andere.

Diese Aber-der-andere-hat-doch-auch-Dialektik geht mir langsam aber sicher auf den Keks. So kämpft jeder gegen jeden, was bleibt ist ein Nullsummenspiel...

nee, direkte Verwandte von Susan Sontag, Micheal Moore, Noam Chomsky und Alice Schwarzer.

Downer, "So kämpft jeder gegen jeden"
Nee, nicht jeder gegen jeden. Gut gegen Boese, Rechts gegen Links (oder wie es hier heisst: Konservativ gegen Liberal), Amerika gegen (Alt-)Europa, Blogger gegen SPON, wie kann dir das auf den Keks gehen? Hier sind Schlachten zu schlagen! Es geht um alles oder nichts! 'nen bisschen mehr Enthusiasmus muss schon sein...

Für mich gibt es nur noch Wester und Anti-Westler. Schluss. Punkt. Aus. Ende.

Gerade war die Hinrichtung eines Pästinensers auf n-tv zu sehen. Ohne Verfahren wurde er auf offener Straße umringt von Hunderten von Palästinensern abgeknallt - von seinen eigenen Leuten.

Mich sorgt, dass diese Nachricht nur kurze Zeit lebt, auch nicht als Headline auftaucht, war nur in einem Nebenbericht. Größer aufbereitet war das "Blutbad", das ein Entlassener in den USA in einem Supermarkt angerichtet hat. Er tötete 3 Menschen und dann sich. Die Hinrichtung des Palästinensers wurde lediglich in einem Bericht erwähnt. Sie wird nur von wenigen Menschen wahrgenommen werden, aber die Nachricht über das Blutbad - typisch für die gewaltbereiten waffengeilen Amis, wird gross rauskommen.

Durch falsche Gewichtung wird den Menschen eine falsche Welt vorgegaukelt.

Dass AI und andere Organisationen nicht an die Öffentlichkeit gehen, wenn die Palästinenser ihre eigene Bevölkerung hinrichten, Menschen dabeistehen, zugucken, ohne Empörung, das muß uns doch zu denken geben, zum Handeln auffordern. Was ist das für eine Scheinheiligkeit, wenn die UN sich über die Rechtsstaatlichkeit des Saddam-Prozesses sorgt und groß in den Medien auftritt und auf der anderen Seite derartiges nicht einmal erwähnt.

Palestinians kill suspected collaborator


Marwan Athamna

Fatah al-Aqsa Brigades operatives killed 45-year-old Mohammed Abdel-Razek for allegedly collaborating with the Israeli ISA, this afternoon in the town of Kabatia on the West Bank.

(2004-07-02 12:35:28.0)

http://www.maarivintl.com/index.cfm?fuseaction=article&articleID=9314

"Das bemerkenswerteste palästinensische Dokument über den Ausbruch der Intifada ist ein Interview[6] des wegen Mordes angeklagten Volkstribuns Marwan Barghouti. Am ersten Jahrestag der Intifada protzte er, Scharon ins offene Messer laufen gelassen zu haben. Barghouti behauptet, die Provokation Scharons als letzte Chance genutzt zu haben, um die Intifada ausbrechen zu lassen und Israel zu beschuldigen. ....
Ich setze nicht den israelischen Staatsterror mit dem legitimen palästinensischen Widerstand gleich, oder den palästinensischen Terror mit der legitimen israelischen Selbstverteidigung. Mögen Sie für sich selber die passende Formulierung auswählen. Es handelt sich um Wortspiele in einer ekelhaften Wirklichkeit. Für mich hört freilich der Spaß auf, wenn die deutsche Öffentlichkeit mit scheinbar harmlosen Worten und fragwürdigen Ministatistiken gezielt zu Judenhass, falschem Mitleid und Parteinahme gedrängt wird."

Der ganze Artikel steht hier

Propaganda mit Ministatistiken und Vergeltung
Vortrag von Ulrich W. Sahm, Berlin 26.6.2003


Wir hatten hier im weblog darüber gesprochen, aber ich finde jetzt diese Postings nicht mehr, deshalb sorry, daß ich es hier einstelle.

Sehr guter Artikel. Besten Dank, Gabi!

Grüße
Downer

Ich danke auch für den Artikel, Gabi.

Ich habe dann aber gesehen, dass er vom 26.06.2003 ist. Geändert hat sich aber in diesem einem Jahr leider nichts... Ich fürchte es wird sich auch in der Zukunft nichts ändern. (Doch, es könnte schlimmer werden.) Anti-semitismus, entschuldigung, anti-Illegale-Israelische-Besetzung erfreut sich bester Gesundheit.

KWS,

wenn AI tatsächlich die Hinrichtung in den Medien gross publizieren würde, könnte es durchaus sein, dass danach ein AI-Mitarbeiter in einem palästinensischen Gefängnis verschwindet. In den Autonomiegebieten gibt es nicht ohne Grund mehr als 40.000 Polizisten.

Wirksamer ist die Trockenlegung der Geldquellen dieses faschistischen Apparates. In den USA würde ich jetzt sagen, go write your Congressman, bei den Eurocrats ist das nicht ganz so einfach ...

Etwas, aber nicht gänzlich OT -
SPIEGEL Online enthüllt Bushs neuestes Schurkenstück:

Bushs Katze bringt Inder in Rage
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,306922,00.html

Sage und schreibe 50 indische Demonstranten fanden sich ein, um gegen dieses völkerrechtswidrige Komplott der Neocons zu demonstrieren.

Chaos, Zerstörung, hier und da und überall! Keine Fortschritte, kein Wiederaufbau, absolut gar nichts geht, alles Kabumm!

Paint It Black
INVESTOR'S BUSINESS DAILY

Media Bias: We're looking at a Yahoo news page. The top story from Reuters is titled, "Suicide Bomber Kills Six At Iraqi Funeral." Alongside is a photo of George W. Bush (no mention in the story) grinning widely.

No wonder the president doesn't find time to read or listen to what the media say about him. The coverage has gotten so unremittingly negative that he'd be a pretty odd duck if he did.

It isn't just a Web page here and there. It's the nightly news, the weekly newsmagazines, the national newspapers, the global wire services. Even book publishers and film makers are going all-out to make him look as bad as they can. Then there's the foreign press.

It could be our imagination. But to get a better feel, we reviewed the front page of one national newspaper — the Los Angeles Times — over the last month. Below are headlines that appeared over stories related to Iraq.

Asterisks indicate page toppers. If no Iraq story appeared (as was the case after President Reagan's death and during his funeral), nothing is noted.

June 1:"For Iraqis, a Symbol of Unkept Promises"

(about a school the coalition "promised to make

a paradise, but all they've changed is the paint.")

June 2:"Chalabi Accused of Aiding Iran Spies"

June 3:"Troops Told They Can't Leave Army"*

June 4:"CIA Director, Under Fire for Agency Lapses, Resigns"*

"Abu Ghraib Intelligence Soldier Describes Iraq

Abuse in Detail"

June 5:"Fear Enters the Pipeline of Saudi Oil Industry"

June 6:"Bush, Chirac Pledge to Cooperate on Iraq"

(subhead: "Remarks by the French

president about a chaotic occupation underscore

differences.")

June 7:"Battles Take Daily Toll in Sadr City"

June 9:"Prison Interrogators' Gloves Came Off Before

Abu Ghraib"

"U.S. Will Revise Data on Terror"

(subhead: "The State Department works to amend

its report on global attacks after critics alleged an

undercount and political manipulation.")

June 10:"A Tough Time for 'Neocons' "

(subhead: "Once, they exulted in the Iraq war. Now,

with the setbacks in the region and the Chalabi

spy probe, neoconservatives are feeling embattled")

June 11:"Going to War Not Worth It, More Voters Say"*

"NATO Not Expected to Send Force to Iraq"

June 13:"Retired Officials Say Bush Must Go"*

"Insurgents and Islam Now Rulers of Falluja"

June 14:"At Least 20 Killed in Baghdad (Car) Bombings"

June 15:"Iraq's Foreign Contractors in Cross Hairs

of Insurgents"

"Iraq Conflict Disrupts U.S. Plans for Military"

June 16:"Ex-Soldier Recalls Beating He Received in

Guantanamo Drill"

June 17:"Spy Work in Iraq Riddled by Failures"

"No Signs of Iraq-Al Qaeda Ties Found"

June 18:"Air Authorities Were In Chaos, 9/11 Panel Says"*

"FAA Staff Blindsided by Attacks"

"Iraqi Leaders Would Consider Martial Law"

"A Killing Puts Courts on Trial in Iraq"

June 19:"Radicals Kill American in Saudi Arabia"*

June 20:"2 Allies Aided Bin Laden, Say Panel Members"*

June 22:"Judge Orders Army Leaders Questioned"*

"South Koreans Weep, Wait for News of Iraq Hostage"

June 23:"South Korean Held in Iraq Is Beheaded"*

"Iraq Deal on Airline Is Probed"

(subhead: ". . . Case may reflect flaws in the

reconstruction process."

"Files Show Bush Team Torn Over POW Rules"

June 24:"Panel Faults CIA's Spying"*

June 25:"105 Killed in Attacks Across Iraq"*

June 26:"Iraq Insurgency Showing Signs of Momentum"*

June 27:"3 Turks Taken Hostage in Iraq"*

"In Darkness, Waiting For Dawn"

(subhead: "The incoming sovereign government

will need skill and luck to cure Iraq's ills, which

confounded the occupation."

June 28:"U.S. Marine Kidnapped as Attacks Surge"*

"Hand-Over Is Political Gamble for Bush"

June 29:"Iraqis Quietly Take Power After Bremer's Early Exit"*

"High Court Says Detainees Have Right to Hearing"

"Wartime President Is Again Outflanked"

June 30:"Hussein Arraignment Set; Iraq Takes Custody Today"

July 1:"Pentagon Alerted to Trouble in Ranks"

July 2:"Still Defiant, Hussein Faces Down Iraqi Judge"*

July 3:"Army Takes Its War Effort to Task"

(subhead: "Report says U.S. forces prevailed in Iraq

despite deep supply shortages and bad intelligence.")

July 4:"Group Says It Killed Marine"*

July 5:"Iraq Debates Rebel Pardon"*

"Claims of Marine's Slaying Are Denied"

July 6:"U.S. Response to Insurgency Called a Failure"*

"Doubts and Duty Tug at Marines"

July 7:"Pentagon Deputy's Probes in Iraq Weren't

Authorized, Officials Say"


Failures, lapses, chaos, abuse, doubts, death, defeat — day-in, day-out. Keep this coverage in mind the next time you see a poll from the Times or anyone else noting how the public is having second thoughts about the U.S. effort and Bush's ability to lead it.

http://www.investors.com/editorial/issues.asp?v=7/8

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