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Comments

Thank you, Samir.

Samir,
danke für diese Information. Ich kann nur sagen, daß auf allen TV-Kanälen - öffentlich-und privatrechtlichen - Talkshows, Berichte, Analysen gesendet werden, die nur einen einzigen Tenor haben: Die ekelhafte BESATZUNG durch die USA sei verantwortlich für das Chaos im Irak.

Gerade ist die syrische Informationsministerin im Morgenmagazin. Sie ist hier, um die Medien zu informieren. Sie sagt, allein die israelische BESATZUNG sei verantwortlich für die Situation in den palästinensischen Gebieten. Seit jeher, wäre es legal, sich gegen BESATZUNG zu wehren. Morgenmagazin schafft es wieder einmal, das Wort TERROR und die SELBSTMORDATTENTÄTER nicht zu erwähnen.

Dann fährt sie fort und führt aus, daß es genauso im Irak wäre. Sie sagt, das sei legaler Widerstand!

Die Talkshows sind geprägt von unendlicher Besserwisserei und Arroganz. Im Einklang mit Peter Scholl-Latour reiht man alle angeblichen Fehler der USA auf. Der amerikanische Journalist
Jordan, der oft für die US-Position eingeladen wird, scheint immer schwächer zu werden. Gestern redete er auch nur noch von angeblichen Fehlern der USA und für Bush hätte er keine Sympathie. Ich habe ihn schon anders erlebt. Die Fehler werden aber nie ausgeführt, es wird immer nur behauptet, ohne daß eine Analyse stattfindet. Da kann dann ein Exiliraker, ein Schriftsteller mit Namen Wali sagen, daß die USA arrogant seien und alles falsch machen, und die Runde nickt. Wer ist dieser Mann, daß er sowohl Militär- als auch Politikentscheidungen von Regierungen bewerten kann und alle schreien JA. Vor allem: Kinder in die Luft zu sprengen, wie gestern geschehen in Basra, wo soll da irgendein Sinn sein, irgendeine Erklärung außer daß hier Menschen am Werke sind, die keinerlei Achtung vor Menschenleben und -würde haben. Besatzung? Dafür bringt man Kinder, Menschen um? Wer glaubt diesen unglaublich Unsinn? Die Mehrheit in Deutschland.

Also, Wali ist so weit ich weiss, ein ziemlich guter Autor, der mir sympathisch ist. Die Sendung habe ich gestern nicht verfolgt, aber scheint mich zu verwundern.

Im übrigen, Wali schlägt auf alle ein, nicht nur auf die USA. Wenn er jetzt die USA so oder so bezeichnet, dann ist es etwas anderes als permanent von der Unfähigkeit der USA vor dem Krieg, im Krieg und nach dem Krieg zu sprechen.

Wenn man die USA lobt und tadelt, wie es Wali tut (ich erinnere mich noch, dass er diese wegen ihren Engagement gelobt hat, vor dem Krieg), dann ist das ehrlicher als diese blöden Todenhövers, Tazs, Latours, etc. die seit einem Jahr etwas von Bürgerkrieg und alles geht schief reden. Wenn Wali jetzt davon spricht, ist es in meinen Augen noch viel differenzierter als all diese Besserwisser mit denen sich Don Jordan abgeben muss.

@ Gabi

Also Veli - Antiamerikaner oder Opportunist, da habe ich schwer zu schlucken (obwohl ich ja alle Pop-Sterne vom Himmel holen musste, weil sie gegen den KRieg waren: REM, Travis, George Michael, all die schöne Musik und die Idioten dahinter)

Also gabi, geh mal auf folgende Seite : http://www.zeit.de/2003/50/Essay_Wali

der müsste dir ein differenziertes Bild über WAli geben.

Samir, Wali hatte ja vor dem Irakkrieg gesagt, die US-Soldaten würden mit Blumen empfangen. Davon wollte er gestern nichts mehr wisssen. Ich kenne den Artikel in der ZEIT, aber offensichtlich hat NIEMAND mehr den Mut, diesem Chor von Stimmen über die böse US-Besatzung zu widersprechen. Wali und Jordan auch nicht. Wenn die USA bleiben, ist es illegale Besatzung, wenn sie gehen, lassen sie den Irak im Stich. Die UNO muß her. Daß die UNO gar nicht die Sicherheit garantieren kann und will, wird gar nicht erörtert. So dreht man sich im Kreise, während der Terror immer mehr Opfer fordert. Indem man die USA dämonisiert, reiben sich die Terroristen die Hände. Das ist Wasser auf ihre Mühlen.

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair03/aktuell/experten.phtml

Das ist die Sendung: Hart aber fair auf WDR

Najem Wali,
Exil-Iraker und Publizist

Der irakische Publizist ist enttäuscht: Die USA haben zu viel versprochen und keine Beziehung zur irakischen Bevölkerung aufgebaut.

Gerade läuft die Wiederholung (9.30 bis 11.00 Uhr)

Karl Grobe heute in der Frankfurter Rundschau

...Ahmed Chalabi. Das ist der Exilmann, der den USA die Falschnachrichten über Massenvernichtungswaffen zulieferte und durch seine Leute teils auch fabrizieren ließ; der Mann, dessen Umgang mit Geld so beschaffen war, dass CIA und Außenministerium mit ihm brachen; der Politiker, den die Washingtoner "Falken" in die höchsten Bagdader Stellen hieven und dem sie Ende Juni die gelenkte Souveränität anzutragen gedenken...

http://www.frankfurterrundschau.de/ressorts/nachrichten_und_politik/die_seite_3/?cnt=424834

Er berichtet hier über Vorwürfe und Spekulationen in den Medien als handele es sich um Fakten. Aber wenn die USA beteiligt sind, interessiert doch die Wahrheit nicht, Hauptsache man kann gegen sie hetzen und Karl Grobe scheint ein teuflisches Vergnügen daran zu haben.

@ Gabi

Wer ist wirklich an der Praenger?

Hier wird ueberall in Median ueber die UNO "Food for Oil Program" diskutiert. Irakische Jounalisten haben eine Liste Schmirgeld Nehmer entdeckt: Koffi Annan's Sohn ist auf die Liste, sogar who's who in Frankreich, Deutschland und Russland. Die Franzosen alleine haben 9 Milliard davon genommen.

Frankreichs Veto in UNO war nicht fuer Frieden oder andere ultristiche Grunden. Sondern, sie wollen nicht ihr Schmiergeld verlieren.

Ehmalige Bundes Finanzminister Paul Volker soll die Untersuchung fuehren.

Gabi wrote:
Die Talkshows sind geprägt von unendlicher Besserwisserei und Arroganz. Im Einklang mit Peter Scholl-Latour reiht man alle angeblichen Fehler der USA auf. Der amerikanische Journalist Jordan, der oft für die US-Position eingeladen wird, scheint immer schwächer zu werden. Gestern redete er auch nur noch von angeblichen Fehlern der USA und für Bush hätte er keine Sympathie. Ich habe ihn schon anders erlebt.

Du meinst vermutlich Phoenix gestern? Das war keine echte Talkshow, sondern eine Buchpräsentation von Theveßen's neuem Buch "Die Bush-Bilanz". Man lädt sich dort als Autor halt Gäste ein, die die eigenen Thesen gut aussehen lassen. Nicht ganz so ernst als harte Diskussion nehmen. Das Wort "bezahlte Claqueure" ist ein wenig überhart, aber auch Jordan merkte ironisch an "Jetzt hab ich mir meine Miete hier aber verdient", als er wieder mal gegen Bush austeilte. :-)

Don Jordan verglich interessanterweise den momentanen christlichen Fundamentalismus, der mit Bush hochkam, mit der McCarthy-Ära, sah ihn auch als gefährlich an (Jordan bezeichnete sieht sich selbst als Agnostiker), fügte aber wie ein proud American hinzu: "Damit wird Amerika aber auch fertig werden, so wie schon mit McCarthy". Hoffen wir's, Mr. Jordan.

George M.
Hier wird ueberall in Median ueber die UNO "Food for Oil Program" diskutiert. Irakische Jounalisten haben eine Liste Schmirgeld Nehmer entdeckt: Koffi Annan's Sohn ist auf die Liste, sogar who's who in Frankreich, Deutschland und Russland. Die Franzosen alleine haben 9 Milliard davon genommen.

Na ja, BBC oder konservativer Scotsman reden von insgesamt 10 Milliarden - da wird nicht ein Land fast alles genommen haben. (Schmiergeld != Gesamtvolumen)

Who is who in Frankreich, Deutschland und Russland? Hat jemand eine vollständige Liste? Ich hatte bisher nur die Liste aus dem Artikel auf ABC hier gesehen, die etliche Länder listen, aber leider noch kein Deutschland. (Seite 3 und 4 dort, auch Briten und Amerikaner. Die Zahlen sind in Millionen Barrels - wow bei den russischen Zahlen).

Insgesamt sind wohl Leute aus 40 Ländern betroffen, die davon profitieren. Würd mich sicher nicht wundern, wenn auch Deutsche drunter wären. An den Pranger mit ihnen.

George,
auch in Deutschland wird jetzt darüber berichtet, aber nicht mit Empörung und Ekel, wie sie über Bush und Blair berichten. Das ist ja das Merkwürdige: Kofi Annan und die UNO sind Heilige Kühe in Deutschland! Ruanda - 800.000 oder mehr Tote. Annan hat auf Bitten um Hilfe nicht reagiert. Er persönlich hat nicht reagiert. Nach dieser beschämenden Tat wird er noch befördert. Offensichtlich hat er sich damit qualifiziert, der Oberste dieser Organisation zu sein. Die UN ist unfehlbar und wenn sie fehlt, dann wird es totgeschwiegen.
Im April (?) 2003 veröffentlichte die FAZ ein Faxschreiben von Gunter Pleuger, dem dt. UN-Botschafter, in dem er schrieb, man wolle die USA isolieren und schwächen, damit sie alleine Saddam beseitigen und würde sich dann beim Aufbau wieder einschleimen. Jeder mit gesundem Verstand weiß, daß Schröder aus Schwäche nein zum Irakkrieg gesagt hat. Er hätte sich nie gegen die deutsche Bevölkerung durchsetzen können, die einfach Angst vor Krieg hat und lieber Menschen sterben läßt als zu helfen. Kosovo war nur möglich, weil es FRIEDENSMISSION hieß, Genozid verhindern, das verstehen die Deutschen, da erinnern sie sich an die deutsche Verantwortung, aber Massengräber voller Iraker interessierte hier wenige. Diese Angst deklariert man als Friedensliebe. Und dann ist die deutsche heile Welt wieder in Ordnung.

Gabi
Das ist ja das Merkwürdige: Kofi Annan und die UNO sind Heilige Kühe in Deutschland! Ruanda - 800.000 oder mehr Tote. Annan hat auf Bitten um Hilfe nicht reagiert. Er persönlich hat nicht reagiert. Nach dieser beschämenden Tat wird er noch befördert. Offensichtlich hat er sich damit qualifiziert, der Oberste dieser Organisation zu sein. Die UN ist unfehlbar und wenn sie fehlt, dann wird es totgeschwiegen.

Im aktuellen SPIEGEL ist ein langer Artikel zu genau der Thematik.

Und letztlich waren es wir alle, die schwiegen damals. Keiner von uns im Westen ging auf die Strasse in Massendemonstrationen, obwohl wir alle die Nachrichten schauten und das Nichthandeln der westlichen Regierungen kannten, selbst nachdem es bei der Hälfte des Massakers eine UN-Resolution gab und trotzdem kein Land Truppen schicken wollte.

Der damalige UN-Kommandeur sagte es zynisch am besten bei seinem neuerlichen Besuch bei den Überlebenden:
"800 000 Menschen mussten sterben, weil sich die Welt einen Scheißdreck um Ruanda kümmerte. Hier starben ja nur Schwarze"

Gabi wrote:

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair03/aktuell/experten.phtml

Das ist die Sendung: Hart aber fair auf WDR


Najem Wali,
Exil-Iraker und Publizist

Der irakische Publizist ist enttäuscht: Die USA haben zu viel versprochen und keine Beziehung zur irakischen Bevölkerung aufgebaut.


Posted by: Gabi | April 22, 2004 09:48 vorm.

Endlich schreibt mal jemand, was die US-Soldaten falsch machen. Hier spricht der Fachmann bzw. die Fachfrau Christiane Buck in der WELT:

... Anders als die US-Soldaten waren die britischen Soldaten nach ihrem Einmarsch im Frühjahr 2003 willkommen und wurden von vielen Einwohnern sogar mit Rosen begrüßt. Die Briten versuchten von Anfang an, nicht als Besatzungsmacht aufzutreten, sondern im Süden gemeinsam mit den Irakern eine neue Verwaltung aufzubauen. Bereits wenige Wochen nach dem Einmarsch übernahm der erste irakische Bürgermeister in der nahen Hafenstadt Umm Qasr seinen Posten. Sie bildeten auch irakische Polizisten aus und übergaben ihnen von Anfang an große Verantwortung. Die Armee zog nicht wie die Amerikaner in den gut gesicherten Flughafen der Stadt ein, sondern ließ die Abflughallen intakt, um so schnell wie möglich wieder den Flugbetrieb aufnehmen zu können.


Wichtiger vielleicht noch: Die Briten zeigten sich von Anfang an sensibler für die arabische Kultur als US-Soldaten. Sie ziehen nicht bis an die Zähne bewaffnet durch die Straßen der Stadt, grüßen stattdessen die Anwohner freundlich lächelnd, erkundigen sich nach ihren Nöten, Ängsten. Die Briten lernten auch die arabische Begrüßung "Salam alaikum" und die wichtigsten Umgangsformen. Sicherlich sind es nur einfache Gesten, doch sie zeigen zumindest guten Willen. Außerdem bauten die Besatzer Schulen auf oder beteiligten sich an der Herrichtung einer funktionierenden Trinkwasserversorgung."

http://www.welt.de/data/2004/04/22/268036.html


Die US-Soldaten hätten doch besser Salam alaikum gelernt und wären den Terroristen mit Käppchen auf dem Kopf und Blumen in der Hand entgegengegangen, dann hätte man sie nicht wie Hasen abgeknallt. Jetzt endlich verstehe ich, warum die Iraker die Amis so hassen.
Wie alt ist diese Frau? Wäre es nicht so traurig, könnte ich mich über diesen Blödsinn totlachen.


another idea to donate money instead for increasing the number of tv programs in iraq would be for the families of the victims of today's train catastrophe in north korea. but i guess it's not yet organized, just an idea.

difficult to help. north korea won't allow it.

In Deutschland regieren Hampelmänner. Mit dem Anti-Bush-Gefühl der Bevölkerung will die SPD in NRW Stimmen machen. No more war, wer will das nicht? Deutschland hat danach die Regierung gewählt, bin mal gespannt, was jetzt passiert.


http://www.welt.de/data/2004/04/23/268555.html

Kriegstreiber
von Herbert Kremp
...
In NRW zumindest liegt der SPD-Feldzugsplan schon vor. Beim Kommunalkonvent am Wochenende soll die CDU der "Kriegstreiberei" angeklagt werden: "Wir sind für den Frieden, die anderen sind für Krieg im Irak."


Die Parole soll bis zur Kommunalwahl im September zu neuen Höhen tragen. Wobei es sicher nicht einfach ist, einen einleuchtenden Zusammenhang zwischen den fern liegenden Themen herzustellen. Was hat der Irak mit den Reformschrecknissen, mit Renten und Gesundheitswesen gemein? Mit der EU-Verfassung und der Aufnahme von zehn neuen Mitgliedern? Oder mit dem desolaten Zustand zahlreicher Ruhr-Städte? Die SPD wird viel orientalische Märchenfantasie aufbringen müssen, der "Kriegstreiberei" der CDU und Präsident Bush die Schuld an eigenen Misslichkeiten zuzuschieben.


Artikel erschienen am 23. April 2004

irgendwie lustig:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,296629,00.html

A demonstration in support of Israel and against European anti-Zionism and anti-Americanism is taking place tomorrow in Hamburg. Anyone who is able to make it should come.

http://www.redaktion-bahamas.org/

(excerpt from the "Aufruf"):

Wir rufen alle,

– die sich dem europäisch-islamistischen Bündnis gegen Israel und die Juden entgegenstellen wollen,

– die sich weigern, die israelische Schutzmacht USA als einen imperialistischen Schurkenstaat zu denunzieren,

– die nicht bereit sind, die Wahrheit den Völkern und die Kritik der Volksgemeinschaft zu opfern, und gerade deshalb noch in der Lage sein könnten, für eine bessere Einrichtung der Welt etwas beizutragen dazu auf, am 24.4.04 in Hamburg zu demonstrieren:

Für Israel –

Gegen die antisemitische Internationale

Samstag den 24.4., in Hamburg,
13:30 Uhr, U-Feldstraße

@ Nico

"Irritiert hat mich nur, dass Frau Buck ein wichtiges Detail vergessen hat: bei Briefings der Koalitionskräfte zu Beginn des Krieges hat der Sprecher der amerikanischen Militärs Umm Qasr konsequent so ausgesprochen, dass es wie das arabische Wort für "filthy mother" klang. Sicherlich ein Grund dafür, dass Terroristen jetzt Anschläge auf Moscheen und Ölpipelines verüben."
Ob es ein wichtiges Detail ist, Um Qasr auszusprechen, scheint ja weithergolt. Und wer dir erzählt hat, dass die Amerikaner Um Qasr wie dreckige Mutter ausgesprochen haben, ist schlicht unmöglich. Ich als Arabisch Muttersprachler kann dir sagen, dass nur der Laut Q hier wie K ausgesprochen wird, weil er für Nicht-araber unaussprechbar ist. Kasr kann nur brechen, gebrochen heissen oder Burg und dieses Qasr stammt vom lateinischen castrum her. Dreckig heisst auf keinen Fall Qasr oder Kasr. Das mal ganz linguistisch analysiert.

Und Leute, die Terror ausüben wollen, egal gegen wen und dann noch gegen Moscheen, brauchen keine dreckige Mutter oder eine Mutter der Burg oder etc. um ihre Anschläge zu rechtfertigen. Saddam hat den Irakern den irrationalen Gebrauch von Gewalt beigebracht.

kid charlemagne wrote:
A demonstration in support of Israel and against European anti-Zionism and anti-Americanism is taking place tomorrow in Hamburg. Anyone who is able to make it should come.

http://www.redaktion-bahamas.org/

Interessant. OK, vielleicht bin ich zu alt dafür, aber mal naiv gefragt: Wo stehen die politisch? Kann man das heutzutage noch so sagen? Von den dort auf der Site auch beschriebenen Streitigkeiten u.a. bei Antifa-Demos zum Thema Israel hatte ich hier in Berlin auch schon mal gehört, viel mehr aber noch nicht.

Ich hab jetzt mal gegooglet und fand u.a. brueche.com (die ein Titelbild wie für dieses Blog gemacht haben - US-Amerikaner mit Stars & Stripes und der irakischen Fahne, darunter ein "Thank you!")

Doch dann steht bei brueche.com als erstes "Aufruf zur antideutschen kommunistischen Konferenz am 6.-7. Juni 03 in Berlin", aber eine US-Fahne als Hintergrund - wie passt dies? Und weiter unten die Teilnehmer, u.a. eben wieder Redaktion Bahamas.

Zur Konferenz rufen auf: [a:ka] Göttingen, AK Kritische Theorie FH Frankfurt/Main, Antideutsche Initiative Herzogenaurach, Antideutsch Kommunistische Gruppe Leipzig, Antideutsche Kommunisten Berlin, Antideutscher Zirkel Rudolstadt, Antifaschistische Aktion Dortmund, Antifaschistische Aktion Gießen, Autonome Antifa Würzburg, Berliner Bündnis gegen IG Farben, gruppe offene rechnungen (Berlin), Initiative Sozialistisches Forum Freiburg, Initiative Verteidigt Israel (Kiel), Redaktion Bahamas, Redaktion Brüche (Stand 29.4.03)

Wieso so oft "antideutsch kommunistisch" z.B. bei brueche.com, aber gleichzeitig offenbar die US-Fahne? Kann man dies einem alten Herrn wie mir in 3 Sätzen erklären, wie "kommunistisch" und "US-Fahne" zusammengehen können? Oder hängt dies u.a. auch damit zusammen, dass Neo-Nazis mehr und mehr (leider) Pälestina als Feigenblatt für Anti-Semitismus entdecken und man nun entsprechend ein Gegengewicht setzen will? Aber da muss doch noch mehr sein, oder?

Klink, das nehme ich Ihnen nicht ab, daß Sie das nicht wissen. Was sollen diese Spielchen?

Gabi wrote:
Klink, das nehme ich Ihnen nicht ab, daß Sie das nicht wissen. Was sollen diese Spielchen?

Huch? Hab ich irgendwelche Codes angesprochen, die für jeden hier offenbar geläufig sind, ausser für mich? Ich bin ein direkter Mensch und wenn ich was nicht weiß, dann sage ich das offen und frage direkt. ("Denn wer nicht fragt, bleibt dumm")

Und ich weiß halt nicht, was momentan in der deutschen Demo-Szene passiert (bzw. nur das vorhin erwähnte Halbwissen von vagen internen Streitereien am Rande mal mitbekommen) und bin erstmal erstaunt beim weiteren Googlen über Selbst-Definierungen (wie bei dieser Konferenz von brueche.com, etc.) wie "antideutsch" und "kommunistisch", in Verbindung mit den Stars & Stripes.

Und deshalb frage ich nach den Hintergründen - um dazu zu lernen. Nichts sinistres dahinter. (Und können wir das deutsche Ge-Sieze nicht lassen - das ist so online-untypisch)

ALLE iraker, marokkaner, tunesier, ägypter, iraner und palästinenser die ich bisher (im internet und an der uni) kennengelernt habe sind ungeachtet aller unterschiedlichen politischen ansichten durchaus denkfähige individuen gewesen

ie NIEMAND begrüßt zunächst freudig einrückende "besatzer" und wird dann wegen fehlender blümchen/demut/trallala zum terrorist oder zum bewaffneten aufrührler,

und NIEMAND der soetwas schreibt aber nicht völlig bekloppt ist, glaubt auch nur eine sekunde selbst daran,

TROTZDEM wird es (zur unterhaltung, zerstreuung und selbstbestätigung) mitunter gern gelesen und geschrieben und in grossen "seriösen" blättern veröffentlicht (bzw. von NOCH seriöseren sendern ausgestrahlt)

thats what this web log is all about!

ps:

basra liegt in der BRITISCHEN besatzungszone

die märchen über das exotische und irrationale verhalten der menschen in fernen gestaden (die afghanen haben das lustige warlordleben im blut, ALLE muslime sind hochexplosive supersensible religiöse fanatiker die man tunlichst wie rohe eier zu behandeln hat, korrupte gangster sind dort keine korrupten gangster sondern "geistige führer") sind IMO nichts weiter als "multikulturell" verbrämter rassismus

gut, daß es nicht nur doofe oberflächliche journalisten sondern auch noch UNS gibt ;)

Reuters headline: "Mubarak: Arabs Hate U.S. More Than Ever." Imagine the outcry if this were ever to appear in reverse. Bush: U.S. Hates Arabs More Than Ever. (I found this in Opinion Journal)

there s also a new V.D.Hanson available,

in which he turns against some of the myths

Habe den Kommentar von Hanson gelesen und möchte einmal diesen Kommentar aus der ZEIT dagegenstellen. Was ist nur aus der ZEIT geworden, daß man Journalisten ein Forum gibt, die nur das Gebabbel anderer Journalisten aneinanderreiht.


"kommentar

Ein Paradox?

Im Irak geht fast alles geht schief für George Bush. Trotzdem legt er in den Umfragen zu. John Kerry verliert. Ein Erklärungsversuch

Von Thomas Kleine-Brockhoff für ZEIT.de

Washington
In den vergangenen fünf Wochen ist so ziemlich alles schief gelaufen für George Bush. Die „9-11 Kommission“ hat aufgedeckt, wie halbherzig er vor dem großen Anschlag den internationalen Terrorismus bekämpfte. Zwei Insider-Bücher beleuchten die frühe Irak-Obsession innerhalb des Weißen Hauses. Rund um Bagdad sind binnen 30 Tagen mehr als 100 amerikanische Soldaten umgekommen, und so richtig überzeugend hat George Bush der Fernsehnation nicht erklären können, warum Amerikaner dort sterben müssen. Kurzum: schlimmer kann es kaum mehr kommen für einen amtierenden Präsidenten im Wahljahr..."

http://www.zeit.de/2004/18/usumfrage

Hier ist noch ein interessanter Beitrag in der Zeit. Man achte bitte auf die dummen Fragen der ZEIT. Und warum sollten sich die Muslime angegriffen fühlen, wenn es um Bekämpfung von Terror geht? Frau Knoblauch mag ja so einfältig sein, aber die meisten Muslime sollten doch begreifen, daß da ein Unterschied zwischen dem Islam und dem Terrorismus ist. Oder vielleicht wollen die Medien es sooft vorlügen, bis es auch der letzte Muslime glaubt, daß die USA den Islam vernichten wollen?

interview

Bin Ladens letzte Schlacht

Die arabischen Regime, nicht der Westen sind das vorrangige Ziel der Terroristen, sagt der Philosoph Sadik al-Azm

al-Azm:... Die Amerikaner sind außerdem jetzt unterwegs, um jegliche extremistische Gruppierungen aufzuspüren und zu zerstören.

ZEIT: Aber provoziert das nicht Gegenreaktionen?

al-Azm: Natürlich, wenn eine Gruppe attackiert wird, dann versucht sie, sich zu sammeln und zurückzuschlagen.

ZEIT: Es werden doch auch Muslime den Islam verteidigen, auch in seinen extremeren Ausrichtungen, nur aus dem einfachen Grund, dass sie sich mit angegriffen fühlen.
...

Sadik al-Azm ist Professor emeritus für moderen europäische Philosophie an der Universität Damaskus. Im Mai erhält der 70-Jährige den Leopold-Lucas-Preis der Universität Tübingen. Die Fragen stellte Elisabeth Knoblauch


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