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Comments

Dafür hat Arundhati Roy aufgerufen, jetzt nicht nur den irakischen 'Widerstand' zu unterstützen, sondern Teil davon zu werden. Freuen wir uns also darauf, wie sie mit gutem Beispiel voran geht und in enem Selbstmordanschlag ein Dutzend irakischer Zivilisten mit in den Tod reißt, denn nur so lassen sich 'Neoliberalismus' und 'Imperialismus' besiegen. Heilige Einfalt!!!

Hey, what's a little rape between friends? The main thing is these kids are fighting for a better tomorrow. A nice lady on arte told me so (as she turned to the camera in a close-up).

>> Globalisierungsgegner in Bombay
...^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
...globalisierungsKRITIKER
[...]
>> Überschattet wurde der sechstägige Gipfel
>> der Globalisierungsgegner von einer
.......^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
.......globalisierungsKRITIKER

(bzgl. des begriffs "kritik" stand grad was im spiegel von der letzten woche. verwendung synonymial zu "beschimpfung", "steinewerfen", ...)

ach ja und noch was:

"fucking and fighting are the same thing." (andreas baader)

Anmerkung: Ich habe "Globalisierungskritiker" ausgetauscht gegen "Gloabalisierungsgegner". Danke für den Hinweis. David

Mir ist auch schon aufgefallen, dass es in den Medien seit ein paar Monaten vermehrt "Globalisierungskritiker" statt "Globalisierungsgegner" heißt.

Der Gipfel: Im Oktober 2003 las ich in einer südhessischen Tageszeitung (ich glaube "Darmstädter Echo", bin mir aber nicht ganz sicher), dass der Abgeordnete Hohmann wegen "judenkritischer" Äußerungen in Schwierigkeiten geraten sei.

Globalisierungsgegner sind jetzt Globalisierungskritiker;
Antisemiten sind jetzt Judenkritiker.

Auf welche Wortkreationen dürfen wir uns also nun gefasst machen? Hier eine kleine Liste:

Ausländerfeinde werden zu Ausländerkritikern;
Tierquäler werden zu Tierkritikern;
Kinderhasser werden zu Kinderkritikern;
Rassisten werden zu Negerkritikern bzw. Weißenkritikern;
Spinnenphobiker werden zu Spinnenkritikern.


... und Idioten werden zu Vernunftkritikern

(und das im 200 Todesjahr von I. Kant)

>> Mir ist auch schon aufgefallen, dass es in den Medien seit ein paar Monaten vermehrt
>> "Globalisierungskritiker" statt "Globalisierungsgegner" heißt.

wirklich erst seit ein paar monaten?

und hohmann war einfach ein idiot. hierzulande gibt es ein tabu auf äußerungen im nazistil. dabei kann man genau dasselbe auf leicht andere weise ausdrücken und schon ist man auf der sicheren seite.

ps. noch was zu den kritischen neologismen...

http://www.globalisierungskritiker.de/

hier wird (als ein kompromiß?) weder von gegnern gesprochen noch von kritikern, sondern immer von beiden gleichzeitig. ich frag mich, wie oft in dem text der ausdruck "Globalisierungskritiker und Globalisierungsgegner" vorkommt, ferner ob der autor den subtilen unterschied zwischen den beiden begriffen überhapt noch erkennt oder sie als gleichbedeutend ansieht, und schließlich ob es dem autor nicht auch vorkommt, daß diese häufung eines und des gleichen idioms den text etwas... na ja, monoton wirken läßt. aber egal, bei solchen leuten gibt es oft nicht nur stilistisch was zu beanstanden.

"Mir ist auch schon aufgefallen, dass es in den Medien seit ein paar Monaten vermehrt 'Globalisierungskritiker' statt 'Globalisierungsgegner' heißt."

Was logisch ist, denn nicht alle Globalisierungskritiker sind auch Globalisierungsgegner, aber alle Globalisierungsgegner sind Globalisierungskritiker. Ich halte die Differenzierung zwischen den ökonomischen Idioten, die eine Rückkehr des Handels in die nationalen Vorgärten fordern, und denen, die einfach mit der Gestaltung der Globalisierung unzufrieden sind, für sehr wichtig.

"aber alle Globalisierungsgegner sind Globalisierungskritiker."

ja, und gerade deshalb finde ich den begriff "globalisierungskritiker" zu allgemein für die meisten fälle. gerade bei bombay dürfte ich wohl annehmen, daß die teilnehmer nicht nur kritiker, sondern auch gegner sind, weshalb hier der begriff globalisierungsgegner besser ist. und ich persönlich finde das wort "globalisierungsgegner" weder diffamierend noch falsch oder irgendwie täuschend.

und in vielen fällen ist der begriff "...kritiker" auch noch unpassend, da er eine assoziation mit etwas wissenschaftlichem, argumentativem hervorruft, was bei leuten, die nur steine werfen und scheiben einschlagen (jetzt nicht auf bombay bezogen, sondern auf die genua-demonstrationen, wo auch ständig von kritikern geredet wurde) einfach nur irreführend ist.

"und ich persönlich finde das wort 'globalisierungsgegner' weder diffamierend noch falsch oder irgendwie täuschend."

Das sehe ich anders, denn ich bleibe dabei: Ein großer Teil dieser Leute (auch der in Bombay Versammelten) sind nur mit der konkreten Umsetzung der Globalisierung unzufrieden, man sollte sie der Korrektheit halber nicht mit den Hardline-Gegnern in einen Topf werfen.

"und in vielen fällen ist der begriff "...kritiker" auch noch unpassend, da er eine assoziation mit etwas wissenschaftlichem, argumentativem hervorruft..."

... was auch durchaus eine korrekte Assoziation hervorruft, denn die Globalisierungskritiker bemühen sich z.T. durchaus, ihre Position argumentativ und wissenschaftlich zu untermauern. Wie passt z.B. ein Joseph Stiglitz (Wirtschaftsnobelpreisträger!) in das Bild von "leuten, die nur steine werfen und scheiben einschlagen"? Das alles ist ziemlich klischeehaft, zumal wenn sich z.T. auch Polizeikräfte bei den Ausschreitungen gewalttätig verhalten haben.

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