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Comments

Ein Aspekt der täglichen Litanei sollte noch zusätzlich erwähnt werden, der auch lobenswerterweise hier immer wieder angeschnitten wird: der obligatorische Hinweis darauf, daß Bush und Blair wegen ihrer Irak-Politik 'immer mehr unter Druck' geraten. Das tun sie nun schon seit weit vor dem Krieg ungefähr täglich. Blair z. B. geriet bisher bestimmt allein schon zwanzig Mal 'immer mehr unter Druck', nachdem Clare Short oder Robin Cook sich kritisch geäußert hatten. Bei Bush waren es dann z. B. 'sogar der renommierte' Senator Byrd, die 'populäre Conutry-Gruppe' Dixie Chicks, 'der weltberühmte Wissenschaftler' Noam Chomsky oder 'Oscarpreisträger und Dokumentarfilmer' Michael Moore. Immer dieselben Leute, die auch noch immer dasselbe gesagt haben. Aber 'der Druck wächst'.
Und dann als abgeblicher Beleg natürlich immer wieder gern 'dramatisch abstürzende' Umfragewerte. Dabei: Blair weiterhin mit klarer Mehrheit, Bush auf einem nach dem Abklingen solcher Extremsituationen wie dem 11. 9. und einem Krieg völlig normalen und doch eigentlich immer noch sehr ordentlichen Wert von 50 %, und das auch weitgehend nur wegen Kritik an seiner Wirtschaftspolitik, und 'Doris-ihrem Mann-seine-Partei' dagegen bei 26 %... Abgesehen davon, daß der Wert von Meinungsumfragen sicher begrenzt ist und die öffentliche Meinung - wie wir vor der Bundestagswahl gesehen haben leider - schnell umschwenken kann, wenn auch vermutlich nicht, wenn es um das Aufgeben antiamerikanischer Ressentiments und eigener, noch so unangebrachter Überheblichkeitsgefühle geht, finde ich es dann doch schon bezeichnend, daß Bush und Blair aufgrund des ganzen 'Drucks' jetzt eigentlich schon zu Materiepunkten mit unendlicher Dichte hätten werden müssen, dabei aber doch erstaunlich fest im Sattel sitzen (Blair kann von einer dritten Amtszeit sprechen und - anders als andere Regierungschefs - auch ernsthaft hoffen, erneut gewählt zu werden, bei Bush hat bis heute meines Wissens niemand in der US-Politik einen Rücktritt auch nur ins Gespräch gebracht, bei aller Kritik), während 'unser' Kanzler inzwischen täglich mit seinem Rücktritt 'drohen' muß, und selbst damit nicht einmal mehr die eigenen Reihen zusammen halten kann... Ich sage nur: 'Der Druck wächst'...

Sehr guter Kommentar, Thomas!

David

Das ist ein Zitat aus einem Forum der Süddeutschen Zeitung. Der Herr war früher Prof an einer Uni. Jetzt suhlt er sich im Gleichklang der Meinungen im Diskussionsforum

"Auch alle Diktatoren mit Hang zur Gewalt waren wie ich es sehe Männer. Bush sen., Bush jun., Saddam H., Stalin usw."

Das ist ein Beispiel von 1000 anderen. Das ist die Wirklichkeit in Deutschland. Und sie fühlen sich so gut dabei. Und nur Zuspruch von den anderen. Ist das nicht beänstigend?


Na, hat instapundit Glenn Reynolds dich angesteckt? Ein sehr gut belegtes Stueck, Hut ab! Vieles an der Irak-Kritik in deutschen Medien ist in der Tat reflexartig, das stimmt. Man kann das Glas auch halb voll sehen. Doch der Eindruck, den ich aus dem Irak mitgenommen habe, bleibt: Freude ueber die Befreiung vom Tyrannen allein schuetzt nicht vor Gewalt und Terror. Ob der Krieg eine gute oder schlechte Idee war, haengt jetzt vom Erfolg des Friedens ab. Check out my blog for more: www.kleveman.com/blog

Lutz Kleveman, wenn jemand ernsthaft fragt, wo der Irak eine ernsthafte Gefahr war, wie Sie es auf Ihrem weblog tun, dann sagt mir das einiges über Sie. Ich kann es kaum glauben, können Sie wirklich nicht verstehen, daß ein Mensch wie Saddam Hussein mit seinen Söhnen und seinen Unterstützern/Folterknechten allein deshalb eine Gefahr für die ganze Welt darstellt, weil er einiges Tages Massenvernichtungswaffen an Terroristen weitergibt. Es reicht auch aus, daß es einer seiner netten Söhne hätte tun können. Um mehr geht es nicht. Sie verstehen diese Gefahr nicht. Das verstehe ich nicht. Daß man die Massenvernichtungswaffen noch nicht gefunden hat, spielt absolut keine Rolle. Daß er sie hatte, wollen Sie ja wohl nicht allen Ernstes anzweifeln. Ob er sie noch hatte, ist unwichtig. Wichtig ist allein, daß er das Knowhow behalten hat und jederzeit wieder mit einem Waffenprogramm hätte beginnen können, wenn erst einmal die Sanktionen aufgehoben worden wären.

Die Beseitigung Saddam Husseins kam spät, aber lieber spät als nie.

Interessanter Zusammenhang:

"Schüler darf Bush 'Terrorist' nennen"
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,268048,00.html

Ein US-amerikanischer Schüler wohlgemerkt...von einem US-amerikanischen Gericht bestätigt... Dabei sind "die Amis" doch alle von der "Mainstream-Medienmaschinerie" und "Bush & Co" unterwandert, gleichgeschaltet und unkritisch gemacht worden.

Man vergleiche mal mit hierzulande, wo ein Kanzler schon droht vor Gericht zu ziehen weil jemand behauptet seine Haare seien gefärbt...

Das war in keiner Zeitung zu finden. Der WDR 5 hatte es heute 1x in den Nachrichten:


http://www.usafe.af.mil/news/news03/uns03647.htm

U.S. Air Force, Germany work together to ensure Iraqi children receive healthcare

Released: Oct. 6, 2003


Brig. Gen. Erwin F. Lessel III, 86th Airlift Wing commander, Ramstein Air Base, Germany, hands a snack to one of the 18 Iraqi children who arrived here Oct. 6. The children were flown in by the U.S. Air Force from Baghdad International Airport, to receive medical care from hospitals throughout Rheinland-Pfalz, Germany. (Photo by Airman Steve Czyz)

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By Capt. Kristi Beckman

86th Airlift Wing Public Affairs

RAMSTEIN AIR BASE, Germany (USAFENS) -- Eighteen Iraqi children are now receiving long-awaited medical care from the state of Rheinland-Pfalz, Germany, thanks to the help of the U. S. Air Force.

The children, ages 6 months to 16 years old, arrived here Oct. 6 on a McGuire Air Force Base, N.J., C-141 Starlifter out of Baghdad International Airport.

Most of the children suffer from congenital, acquired or traumatic conditions; two of them have injuries resulting from the armed conflict. The Air Force provided transportation to the children and their attendants free of charge.

Col. Frederick Gerber, chief of operations for the coalition provisional authority ministry of health, said there is a well-established program in Iraq for families and children who need healthcare. Patients are evaluated on a daily basis and most of them can be cared for within Iraqi hospitals.

“There are only very special cases that a country like Iraq might have to evacuate a patient for,” said Gerber. “There is a three to five day process where it’s decided whether the patient can be treated inside Iraq or go on a waiting list to be treated outside of the country.”

These children were identified and clinically evaluated as requiring specialized medical treatment outside of Iraq.

“Germany made an offer of $500,000 worth of healthcare,” said Gerber. “All we (the Air Force) needed to do was get them here.”

Gerber said the families of the children are very grateful. “For three weeks now, they have been fasting -- praying.”

“It was a very successful operation and we couldn’t have done it without the Air Force,” said Gerber. “At the worker level -- the airmen, crewchiefs, loadmasters and terminal operators were just outstanding. They really made it happen.”

Brig. Gen. Erwin F. Lessel III, 86th Airlift Wing commander, greeted the Iraqi families.

“We know you’ll receive excellent medical care here in Germany, and once your treatment is complete, we can provide assistance with getting you back home to your families in Iraq,” said Lessel.

For many years now, the United States has been highly committed to humanitarian assistance throughout the world, said Lessel.

“We are grateful that we have the opportunity to work closely with the Germans to provide assistance … to the children of Iraq,” he said.


- USAFENS --


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