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Actually the spots for the US Army that were frequently aired on commercial TV and which I occassionally watched when still living in the US are a bit scary in the way they depict a deadly business. They are a bit archaic, to put it mildly.

On the other hand the Army there (unlike here in Germany)is based (more or less) on voluntarism and not drafting. As such it is closer to an enterprise which of course has to present and "sell" itself just like any other venture, cynical as that may sound.

But what's really interesting in this depiction of Riese is the presence of a very typical German problem: Envy. I would say at the bottom of his heart Riese is envious of a nation that so openly, freely displays its pride and patriotism WITHOUT ONE GRAIN OF A BAD CONSCIENCE. I am not saying that patriotism is automatically a good or a necessary thing -- but that particularly blassé attitude of the German intellectual, socialized in the 60s, is at times even less bearable, because in essence it too carries an element of a patriotism, only a patriotism running rampant: which in its German form is usually the feeling of a moral and intellectual superiority.

Erneut ein groteskes Beispiel dafür, wie sehr antiamerkianische Töne salonfähig geworden sind. Ich habe die FAZ eigentlich immer recht gern gelesen, und ein paar Feuilleton-Beiträge waren sogar relativ reflektiert, doch auch mir sind in letzter Zeit zahlreiche "outliers" aufgefallen.

Übrigens, ein weiteres übles Beispiel für Anti-Amerikanismus: der Spiegel stellt Rumsfeld, Cheney, Rice et al. visuell und inhaltlich auf eine Stufe mit Baghdad Bob, alias Mohammed al-Sahaf, ehemaliger irakischer Propagandaminister. Alles unter dem Titel "der große Bluff". Und da beschwert sich Deutschland, mit Syrien auf eine Stufe gestellt zu werden (Rumsfeld)?

Alarmierend ist es, dass die deutschen Medien so ziemlich einstimmig, jenseits der Tatsachen gehend oder derartige "Kleinigkeiten" einfach uebersehend, die Motiven der amerikanischen Behoerden bedenklich erscheinen lassen. (Natuerlich gibt es Ausnahmen, ab und zu z. B. ein Artikel in Der Zeit, sie bleiben aber Ausnahmen. Und lange Widerlegungen von Verschwoerungstheorien erwecken den Eindruck, als seien sie einer Widerlegung wuerdig.) Wohl am meisten in der angeblich unabhaengigen Presse ist eine solche allgemeine Tendenz fehl am Platz. Angesichts der Ausbreitung dieser Position in den Medien ist es aber kein Wunder, wenn die Verschwoerungsglaeubigen Berlin als Versammelungsort gewaehlt haben.

Als politisches Phaenomen betrachtet, sind die Ressentiments, die dabei ans Licht treten--und T. Noller hat Recht, auf den merkwuerdigen Neid der neu-alten Amerikagegnern, dessen Opposition zunehmend als ein Alibi fuer einen eigenen, d. h. deutschen Patriotismus fungiert, aufmerksam zu machen--sicherlich ein Zeichen wachsender Unmuendigkeit der deutschen Oeffentlichkeit. Innenpolitisch noch mehr als aussenpolitisch stelt dies, meiner Meinung nach, ein beunruhigendes Problem dar.

Für ein vornehmes Beispiel einer Ausnahme von dem regelmäßigen Einstimmigkeit der deutschen Medien, gucken Sie mal die jüngsten Zeit an unter http://zeus.zeit.de/text/2003/33/irak_nagel

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