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Comments

Was für eine perverse Frage! Ich denke die Sache mit der Betroffenheit stimmt, und ganz bestimmt auch die Sache mit der Ahnungslosigkeit. Trotzdem steckt hinter dieser Frage mehr; nämlich eine noch immer vorhandene (teilweise unbewusste) Diskriminierung von Deutschen mit nicht-"Deutschem" Phänotyp. Diese ist auch in der deutschen Politik vorhanden; warum z.B. werden z.B. "ausländische" (ich beutze das Wort bewusst) Kinder nicht mit verpflichtenden kostenfreien Sprach- und Integrationskursen stärker gefördert? Dies wäre elementar für eine Chancengleichheit in der Schule; für die Chancengleichheit auf dem späteren Arbeitsmarkt sind solche Statements wie die von Cerni systematisch zu bekämpfen. Solche genannten Kurse sind eine Investition die sich absolut auszahlen würde. Leider quälen sich unsere Politiker noch mit dem Abbau der Pfünde des Wohlfahrtsstaates, und es gibt noch immer eine starke sozialistische Strömung in Deutschland, die um jeden Preis eine Öffnung des Arbeitsmarktes, eine Senkung der staatlichen Leistung und eine Veränderung will. Diese wertkonservativen Vertreter einer betonköpfigen sozialistischen Mentalität sind dabei, Deutschland in eine weitere existentielle Krise Weimarschen Ausmaßes zu führen, wobei dies in ein paar Jahren erst voll zutage tritt. Den Luxus eines "Nanny State", die Bequemlichkeit der Verantwortungsdiffusion (=Mangel an Freiheit) und die unbewussten einstellungen eines Fragestellers Cerny kann man sich nicht nur aus rein moralischen gründen nicht leisten.

P.S. - Danke für den link!

Let's say an American sports journalist asked Tiger Woods the question: "So, Tiger, you're worth a cool $200 million. Do you wish you were another skin color?"

David is right, the guy would be thrown out on his ass in two seconds. What's more, the TV audience would have been thrown completely for a loop by this question. The audience understands that Tiger's skin color is an asset. The fact that he is half-Asian, half-Black increases his marketing potential. A white golfer from Iowa doesn't get anywhere near the same amount of money. Plus, have you seen Tiger's girlfriend? She's hot.

A better comparison to Otto Ado, Dortmund's left wing, is Freddy Adu, the American Fussball Wunderkind, whose mother also came from Ghana, and is now in the US. Nike already signed him, and Man United wants him. His skin color only helps his marketing potential. Why would Ado, or Adu, for that matter want a different skin color?

The question of the sports reporter was ridiculous and borderline racist.

Yet I do not understand you saying things like (Adu's) "skin color helps his marketing potential". What should his skin color have to do with the way he plays soccer? The same with Tiger Woods. He is the worlds best golfer because he plays better than the rest, not because he is black, or asian or whatever. When I say Dirk Nowitzki knows how to utilize his potential, I would never mention his skin color.

TN--

Let me clarify my point about Tiger Woods. First, Tiger Woods is not necessarily the best golfer. He did not win a major tournament this year. Second, his skin color does not affect his play. To suggest so would be racist. Tiger Woods is so fantastic, because of his hard work and tremndous mental concentration. Third, let's be honest, Nike pays him so much money, because people who don't traditionally play golf, such as minorities, heavily identify with him. Simply put, Tiger opens a lot of new markets. Thus, my point is that, Tiger's skin color has been a positive asset for him. There is no way he would want to change.

In my comment above, I was simply highlighting the fact that the German reporter's comment to
Otto Ado was condescending to the extreme. In Ado's mind, as in Tiger's mind, the question would never come up. Their identities are positive on so many levels, including the fact that it makes them a lot of money. The only person in whose mind this question would come up is in a twisted mind like this German reporter, who imagines that skin color would be a negative experience. That is why it is a racist remark, because it is condescending.

Why would the German reporter, this German Gutmensch, come up with such a ridiculous question? There are three possibilities: 1) he is subconsiously prejudiced himself, 2) he went to graduate school, where he read a lot of multi-culti books obsessed with race, and/or 3) he was dropped on his head as a child.

P.S. I'm still amazed that David heard this on TV. It is an incredible example.

Man stelle im Gedankenexperiment diese Frage in einer vergleichbaren Interviewsituation an David Beckham, Boris Becker, Hans-Christian Ströbele oder Edmund Stoiber. Schon die Vorstellung ist völlig absurd, niemand würde auch nur auf die Idee kommen.

Rassismus muß sich nicht in Hatespeech kleiden, mitleidige Herablassung tut es auch.

Contempt disguised as concern has been going on for quite awhile among our leftwing friends:
"The Tears of the White Man: Compassion As Contempt" by Pascal Bruckner. Here's the link to the Amazon listing: http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/0029041600/qid=1063807345/sr=1-2/ref=sr_1_2/104-7318964-9077507?v=glance&s=books

Tja, da ist der Cerne, der alte Eiskunstläufer, einen Toeloop zuviel gesprungen auf dem Glatteis des Gutmenschentums... Übrigens würde auch ich (weiß, Mitteleuropäer) nicht mit Verona Feldbusch zu abend essen gehen wollen (Die Stimme!). Schon gar nicht mit Katja Riemann. Letztere sieht man ja in nun fast jedem deutschen Problemfilm (also fast jedem deutschen Film) eine tragende Rolle intushabend -- und das ist als Dosis mehr als ausreichend.

Ich denke aber der ehemalige Pirouetten-König Cerne wäre ganz heiß drauf.. am besten mit beiden...

David, I keep discovering new nuggets on this site!

Ja ja der Rudi Cerne aus Herne. Eigentlich ist er ja mit seinem Geburtsort schon genug gestraft, da hätte man ihm nicht noch sadistischerweise den Moderatorenjob ans Bein binden müssen.

Zu diesem Thema fällt mir Franz Josef Degenhardt ein:

Tonio Schiavo
F.J.Degenhardt 1966


Dies Lied ist gewidmet dem italienischen Gastarbeiter Tonio Schiavo.
Er lebte nur kurze Zeit in der westdeutschen Stadt Herne.

Das ist die Geschichte von Tonio Schiavo
geboren verwachsen im Mezzo Giorno
Frau und acht Kinder und drei leben kaum
und zweieinhalb Schwestern in einem Raum
Tonio Schiavo ist abgehaun
er zog in die Ferne
ins Paradies
und das liegt irgendwo bei Herne.


Im Kumpelhäuschen oben auf'm Speicher
mit zwölf Kameraden vom Mezzo Giorno
für hundert Mark Miete und Licht aus um neun
da hockte er abends und trank seinen Wein
manchmal schienen zum Dachfenster rein
richtige Sterne
ins Paradies
und das liegt irgendwo bei Herne.


Richtiges Geld schickte Tonio nach Hause
sie zählten's und lachten im Mezzo Giorno
er schaffte und schaffte für zehn auf dem Bau
und dann kam das Richtfest und alle waren blau
der Polier der nannte ihn"Itaker Sau"
das hörte er nicht gerne
im Paradies
und das liegt irgendwo bei Herne.


Tonio Schiavo der zog sein Messer
das Schnappmesser war's aus dem Mezzo Giorno
er hieb's in den fetten Bauch vom Polier
und daraus floß sehr viel Blut und viel Bier
Tonio Schiavo den schnappten gleich vier
er sah unter sich Herne
das Paradies
und das lag gar nicht mehr so ferne.


Und das ist das Ende von Tonio Schiavo
geboren verwachsen im Mezzo Giorno
sie warfen ihn siebzig Meter hinab
er schlug auf das Pflaster und zwar nur ganz knapp
vor zehn dünnen Männern die waren müde und schlapp
kamen gerade aus der Ferne
aus dem Mezzo Giorno ins Paradies
und das liegt irgendwo bei Herne.

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