14/02/2005

Die hilflose Supermacht

(Von Paul13)

Tageszeitung

Ob Nordkoreas Isolation jetzt wirklich noch weiter zunimmt, hängt vor allem von Peking ab.

Sehr schön beobachtet. Und gut, daß da endlich mal jemand darauf hinweist. Der Schlüssel zumindest zur Atomwaffenkrise mit Nordkorea liegt nämlich in Peking, nicht in Pjöngjang.

Denn seien wir mal ehrlich: Nordkorea ist letztlich nichts anderes als ein kleiner Hund, den sich China einst zugelegt hat, um dem Hauptrivalen USA von Zeit zu Zeit ein bißchen ans Bein pinkeln zu können, ohne daß es wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses dann gleich aus der Weltgemeinschaft ausgeschlossen wird. Inzwischen ist aus dem ehemals so goldigen Welpen allerdings ein stattlicher Kampfhund geworden. Und daß der kleine Hund nie richtig genug zu fressen gekriegt hat, und sich außerdem beim ersten Versuch, die USA zu beißen, eine gehörige Tracht Prügel eingefangen hat, hat seine Aggressivität auch nicht gerade gedämpft.

Hunger ist er inzwischen gewöhnt, also einfach den Freßnapf nicht zu füllen, beeindruckt ihn nicht mehr sonderlich. Auch ihn an der Leine zurückzureißen geht nicht mehr so einfach, denn...

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Tagesschau: "Nordkorea-Politik der USA gescheitert!"

(Von Politically Incorrect)

Tagesschau gibt Bush Schuld an Nordkoreas Atomwaffenbesitz

Wenn die Tagesschau zu analysieren beginnt, wirds bekanntlich tendenziell. Auch bei der Top-Meldung der Woche implizierte die ARD-Nachrichtensendung den Deutschen: Schuld an Nordkoreas Atomwaffenbesitz ist eigentlich nicht deren tyrannischer Führer Kim Jong, sondern, wie könnte es auch anders sein, - George W. Bush!

Auszüge:

Die Welt erlebt einen Taktikwechsel Nordkoreas im Atompoker mit den USA. Statt wie bisher seine atomaren Trumpfkarten auf der Hand zu behalten und sie am Verhandlungstisch möglichst teuer zu verschachern, hat das nordkoreanische Regime einen seiner atomaren Trümpfe jetzt ausgespielt und sich de facto zum Atomwaffenstaat erklärt. Zugleich ist Nordkorea aus den Sechser-Gesprächen mit China, Japan, Südkorea, Russland und den USA ausgestiegen. Die bisherige Nordkorea-Politik der USA ist damit gescheitert, denn deren erklärtes Ziel war es zu verhindern, dass Nordkorea Atommacht wird. (...) Präsident Bush hat heute die Quittung für seine allzu kurzsichtige Nordkorea-Politik bekommen. Eine Außenpolitik braucht eben nicht nur moralische Klarheit, sondern auch strategische Eindeutigkeit. (Quelle)

11/02/2005

Rüstung: Nordkorea gibt Besitz von Atomwaffen zu

(Von Paul13)

SPIEGEL Online

Was Geheimdienste seit langem ahnten, räumte jetzt das Regime in Pjöngjang selbst ein: Nordkorea habe Atomwaffen entwickelt. Das Außenministerium in Pjöngjang erklärte, sie dienten zur Selbstverteidigung. Der kommunistische Staat wolle sich vor den USA schützen.

Na, da dürften die Anhänger einer zeitlich unbegrenzten Verhandlungslösung beim Umgang mit atomwaffensüchtigen Terrorregimen jetzt aber in arge Erklärungsnöte kommen. Denn ob man wie beim Iran freiwillig auf einen Militärschlag und/oder "regime change" als letztes Mittel verzichtet oder wie im Falle von Nordkorea notgedrungen - das Ergebnis ist letztlich dasselbe.

Man kann nur hoffen, daß sich die EU-3-Verhandlungsführer die Gründe für diesen Super-GAU der Diplomatie genau ansehen und daraus wenigstens etwas lernen, dann war diese Katastrophe vielleicht nicht ganz umsonst. Wobei sie hoffentlich auch nicht die Unterschiede übersehen, denn bei islamistischen Fanatikern geht es erst in zweiter Linie um profane Dinge wie irdische Macht.