02/09/2005

Supermacht mit Problemen beim Krisenmanagement

( von Ch. Arm )

Jeder von uns wird wohl die erschütternden Bilder aus New Orleans und den umliegenden Gebieten in den Nachrichten verfolgt haben. Die unglaublichen Zerstörungen  sind einfach unfassbar. Nahezu eine gesamte Stadt wurde für 3 Monate, möglicherweise sogar weitaus länger unbewohnbar bleiben. Absolut widerlich die Berichterstattung zu diesem Thema. Anscheinend ist kein Ereignis ungeeignet um anti-amerikanische Hetze zu betreiben. Erstes Ziel ist selbstredend George W. Bush. Er würde sich nicht vor Ort zeigen und seine Landsleute im Stich lassen wird verkündet. Jetzt muss man sich vorstellen, der Präsident würde das betroffene Gebiet nicht überfliegen um zu einem umfassenden Eindruck zu gelangen, sondern sich direkt vor Ort innerhalb des Katastrophengebietes zeigen. Es wäre höchst fehlerhaft, würden doch so Sicherheitskräfte von der viel wichtigeren Arbeit, dem Retten von Menschenleben und dem Widerherstellen der öffentlichen Ordnung, abgezogen werden müssen.
Der zweite Vorwurf betrifft natürlich das Kyoto-Protokoll. Als ob ein Ratifizieren dieses unsinnigen Programms in irgendeiner Weise solche Katastrophen verhindern könnte. Sicherlich nicht, aber um diesen Vorwurf anzubringen ist eben nichts zu schade. Um dem ganzen noch das i-Tüpfelchen zu verpassen wird mit der Aussage Supermacht mit Problemen beim Krisenmanagement geschlossen. Angesichts einer solchen Katastrophe darf doch ein wenig Spott in den Nachrichten nicht fehlen. Man erinnere sich, Nachrichten hatten vor langer Zeit einmal die Funktion, Informationen zu liefern und sich der Objektivität zu verschreiben. Nun nicht mehr, heutzutage wird auch eine nationale Katastrophe wie in New Orleans zur Stimmungsmache benützt. Abschließend wollen wir hier auf die von den Fabrikbloggern aufgelisteten Spendenkonten hinweisen.
Eine sehr gute Idee, die absolut zu unterstützen ist!

02/03/2005

Von widerständigen Terroristen

(Von Greg B. Grabinski)

Dass die Medien so offen zeigen, wie realitätsfremd sie berichten, hätte ich wirklich kaum erwartet. Als N24 über die entführte französische Journalistin Florence Aubenas berichtete, nannte der Sender die Terroristen, welche sie entführt haben wieder einmal Widerstandskämpfer. Stefen Herre - der an unserer Seite stand, als wir in Mainz unter verbalen Beschuss von den Gucci-Neo-Kommunisten kamen - fragte die Zuschauerredaktion, warum man diese inhumanen Wesen nicht Terroristen nennt. Die Antwort ist beängstigend und hört sich folgendermassen an:

N24 ist ein unabhängiger Nachrichtensender, der sich redaktionell allen Weltanschauungen und politischen Meinungen gegenüber in gleicher Weise zur neutralen und objektiven Berichterstattung verpflichtet sieht. Gerade auf die Wortwahl wird bei N24 sehr genau geachtet. Der Begriff des “Terrorist” wird so gut wie nicht verwendet.

Das ist schön, das alte Klischee der »neutralen und objektiven Berichterstattung«. Wenn ich etwas positives von dem telepolis-Journalisten in Mainz in Erinnerung behalten werde (über welchen ich noch ausführlicher berichten werde), dann dass er erst gar nicht versuchte objektiv und neutral zu sein und dazu auch stand. ...

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Irak: N24 bezeichnet Terroristen nach wie vor als "Widerstandskämpfer"

(Von Politically Incorrect)


Im Fernsehsender N24 wurde heute eine Videobotschaft der vor zwei Monaten im Irak gekidnapten französischen Journalistin Florence Aubenas gezeigt, in der die 43-jährige angsterstarrt um Hilfe fleht. Der Münchner Nachrichtensender nennt die brutalen Terroristen nach wie vor "Widerstandskämpfer". Ich wollte wissen, warum.

Meine E-mail an N24: Wie können Sie eigentlich bei den Video-Aufnahmen der entführten französischen Geisel immer noch verniedlichend von "Aufständischen" oder "Widerstandskämpfern" sprechen? Sie spielen damit diesen Killern in die Hände...

Die Rückantwort der N24-Zuschauerredaktion: Sehr geehrter Herr Herre, N24 ist ein unabhängiger Nachrichtensender, der sich redaktionell allen Weltanschauungen und politischen Meinungen gegenüber in gleicher Weise zur neutralen und objektiven Berichterstattung verpflichtet sieht. Gerade auf die Wortwahl wird bei N24 sehr genau geachtet. Der Begriff des "Terrorist" wird so gut wie nicht verwendet. Wir bedauern, wenn Sie den Eindruck einer einseitigen Wortwahl haben und möchten Ihnen versichern, dass N24 grundsätzlich neutral und objektiv berichtet und gerade auf wertende Wortwahl bei der Berichterstattung grundsätzlich verzichtet. Es sei denn, es handelt sich um die journalistische Form des Kommentars, der die Meinung eines einzelnen Redakteurs wiedergibt und dann auch als solcher gekennzeichnet ist.

-->Petersberger Erklärung des Deutschen Journalisten Verbandes
-->Panorama-Sendung vom 27. Januar 05