10/06/2005

Wer bricht was?

(Von Greg B. Grabinski)

Wieder versucht der Spiegel Online fein säuberlich den Eindruck zu vermitteln, dass Israel Schuld an dem Bruch der Waffenruhe im heiligen Land ist. Natürlich geschieht dies nicht laut brüllend und mit dem Finger darauf zeigend, das wäre zu offensichtlich.

Der Waffenstillstand zwischen Israelis und Palästinensern ist erneut brüchig geworden: Bei einem Schusswechsel im Westjordanland erschossen heute israelische Soldaten einen örtlichen Anführer der radikalen Palästinensergruppe Islamischer Dschihad sowie einen Polizisten.

Und die IDF macht dies alles auch nur aus Spass an der Sache, erfährt man in den nächsten zwei Paragraphen. Freilich nicht wörtlich, aber das Hamburger Magazin verschweigt uns, warum die Israelis Mirwah Kmeil unbedingt haben wollten. Dass der Spiegel Online es nicht wissen konnte, ist diesmal keine Ausrede, denn seine Lieblingsabtippquelle, die New York Times, erklärte ausführlich.

Mirwah Kmeil war nicht nur »örtlicher Anführer der radikalen Palästinensergruppe Islamischer Dschihad« (was schon Grund genug für eine Verhaftung wäre), sondern plante aktiv einen Selbstmordanschlag in Israel. Es ist auch nicht so, als wäre die IDF dorthin gegangen um ihn zu töten, sondern man versuchte ihn zuerst festzunehmen. Das Problem ist nun, dass genau dies die Aufgabe von Holocaust-Leugner Abbas wäre, nur greift dieser die Terroristen lieber rhetorisch an, damit es die ganze Welt hört, anstatt tatsächlich gegen diese vor zu gehen.

Im letzten Paragraphen über den Vorfall, erlaubt man sich dann doch eine grössere Falschdarstellung.

Die radikal-islamische Hamas-Bewegung beschoss am Morgen die israelische Grenzstadt Sderot mit mehreren Kleinraketen vom Typ Kassam. Die radikal-islamische Hamas-Bewegung bekannte sich zu den Angriffen. Es handele sich um eine Reaktion auf die israelischen Verstöße gegen die Waffenruhe sowie die Bedrohung des Tempelbergs durch jüdische Fanatiker. Dort war es gestern zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Polizisten gekommen.

Einfach so ging die israelische Polizei auf die immer armen, immer unbewaffneten, immer unschuldigen Palästinenser los. Ohne Grund. Denn ihr ist langweilig. Vielleicht sollte man ihnen Gameboys kaufen, dann wären sie mit anderem beschäftigt. Oder aber der Spiegel Online erzählt nicht alles. AFP berichtet ein wenig ausführlicher: Die Polizei musste eine kleine Gruppe 10 bis 15 Juden, welche den Tempelberg auf Grund des Jahrestages der israelischen Eroberung von Jerusalem besuchten, von palästinensischen Jugendlichen, welche sie - leider wie so oft - mit Steinen bewarfen. Dabei wurden 2 Juden verletzt.

Interessant sind die Reaktionen der palästinensischen Führung. Abbas nannte den geführten Rundgang der Juden eine »ernstes und unverantwortliches Vergehen welches zu bedauernswerten Konsequenzen führen könnte«. Der palästinensische Premier erklärte dass eine »Horde jüdischer Extremisten und kriminellen Siedler Al-Aqsa angegriffen haben« und die Palästinenser sich bloss gewehrt haben. Frieden mit solchen Leuten erscheint leider ziemlich utopisch…

Bermerkenswert ist, dass der Spiegel Online die Gruppe von Juden Fanatiker nennt, während Mirwah Kmeil bloss der Anführer der palästinensischen Extremistengruppe Islamischer Dschihad ist. Und doch ist es Letzterer, der mit seinem eigenen Blut »Allah ist gross« auf die Wand schrieb…

Ausserdem hat die Hamas, wie man dem New York Times-Artikel entnehmen kann, nicht bloss Sderot angegriffen, sondern auch Ganei Tal. Bei diesem Angriff töteten sie ironischerweise zwei palästinenisische Arbeiter und einen Chinesischen. Eine Tatsache die in keinem Artikel auf der Website der Hamburger erwähnt wird. Dafür steht dort ein Anderer, in welchem berichtet wird, dass die israelische Luftwaffe auf »gewaltbereite« Hamas-Anhänger schoss. Auch wenn wenigstens erwähnt wird, dass diese auch tatsächlich dabei waren, einen Raketenangriff zu starten, wäre es doch nett gewesen darauf hinzuweisen, dass es bei weitem nicht der Erste gewesen wäre, sondern dass am Vortag drei Menschen durch solche Angriffe starben.

Natürlich, in diesem Konflikt gibt es so viel zu berichten, dass es vorkommen kann, dass man einmal etwas nicht mitbekommt. Aber in diesem Falle, nämlich der Unterschlagung eines tödlichen Angriffes, ist es dann doch etwas eigenartig, zumal es eine Top-Story bei der Partnerzeitung New York Times war. In der amerikanischen Zeitung fand sich dann noch ein Foto, welches ziemlich stark an dem Bild des israelischen Soldaten als kindertötendes Monster rüttelt. Man sieht israelische Soldaten, welche den verletzten Palästinenser zu Hilfe kommen:
Israelis helfen Palästinensern

09/06/2005

Heute schon eine gute Tat vollbracht?

(Von Paul13)

Wollen Sie ein gutes Werk tun, aber von "Miserior" über "Brot für die Welt" bis zur "Welthungerhilfe" haben Sie schon allen gespendet, die sich in der Vorweihnachtszeit so im Fernsehen tummeln, und die vielen anderen Spendenaufrufe, die Ihren Briefkasten überquellen lassen, nerven Sie nur noch? Darf's vielleicht zur Abwechslung mal etwas exotischeres, aber trotzdem sinnvolles sein, was zudem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Nachbarn mehr ärgern wird als ein neues Auto? Ja? Dann hätt ich was für Sie!

Denn anstatt immer nur zu helfen, das Leid für die Betroffenen erträglicher zu machen, wäre es doch mal eine interessante Alternative, dafür zu sorgen, daß es sich erst gar nicht weiter ausbreiten kann oder - noch besser - gleich dafür zu sorgen das Elend aktiv zurückzudrängen. Und genau dafür riskieren von der Weltöffentlichkeit unbemerkt eine Menge Menschen ihren Kopf, die sich freuen würden, wenn wir endlich honorieren würden, daß sie für uns die Kartoffeln aus dem Feuer holen, anstatt sie deswegen immer nur zu beschimpfen.

Als Beispiel wäre hier die Organisation America Supports You zu nennen, die sich darum bemüht, all den amerikanischen Soldaten beizustehen, die fremde Länder nicht nur von ihren Unterdrückern befreien, sondern auch danach versuchen, sie wieder aufzubauen und ihren Bewohnern unbeirrt helfen selbst wenn sie von diesen dafür beschossen werden. Wer dem grundsätzlich nicht abgeneigt wäre, aber gerne eine paar spezialisierte Alternativen hierzu sehen würde, dem sei die Show Your Support-Seite der US Army ans Herz gelegt. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Die ganz harten Kerle, denen es auch nichts ausmacht, wenn sich bei Bekanntwerden ihrer Mildtätigkeit der ganze Freundeskreis schlagartig in Luft auflöst, können für den LIBI Fund spenden, der sich unter anderem auch um soziale Projekte für israelische Armeeangehörige kümmert. Wer statt dessen direkt und schnell auf einen Schlag mehreren Menschen eine kleine Freude machen will, kann bei PizzaIDF für die Soldaten von Zahal eine Runde Pizza schmeißen. Wer Angst hat, deswegen bei der Mafia Schutzgeld zahlen zu müssen, ist bei BurgerIDF auf der sicheren Seite.

Wer übrigens zufällig entsprechende Unterstützungsseiten der britischen, italienischen, polnischen, koreanischen, australischen oder sonstiger Armeen kennt, die Truppen im Irak oder Afghanistan stehen haben, ist hiermit herzlich aufgefordert, die Links bei den Kommentaren zu posten. Denn nur weil deren Beitrag zur Stabilisierung dieser Staaten weniger bekannt ist, heißt das nicht, daß ihre Soldaten sich nicht auch über positives Feedback freuen würden. Ein schlichtes kleines Dankeschön ist oft schon eine ganze Menge, wenn man am anderen Ende der Welt in der Wüste sitzt.

21/04/2005

Verkauft nicht an Juden

(Von Greg B. Grabinski)

Irgendwie bin ich mir nicht sicher, warum die folgende Nachricht keinen Aufschrei produziert. Ich würde es gerne wissen. Hätten die Medien es denn tatsächlich geschafft in den Köpfen der Menschen das Bild von Israel als Wurzel allen Übels festzusetzen? Glaubt der berühmte Otto Normalbürger mittlerweile, dass Israel eine Angriffsmacht ist, welche die Palästinenser auslöschen würde, wenn sie nur die militärische Macht dazu hätte?

Es geht um 103 Dingo-Transportfahrzeuge, die nach Israel gehen sollen. Der Dingo ist ein minengeschütztes Fahrzeug auf der Basis des Unimog. Die Dingos für Israel soll nach Informationen der “Bild”-Zeitung das US-Unternehmen Textron in Lizenz des deutschen Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann bauen. Der Auftrag hat einen Wert von 90 Millionen Euro.

Wie das Blatt berichtete, stellt sich die rot-grüne Bundesregierung gegen eine Lieferung der gepanzerten Wagen.

Rot-Grün also. Das ist der Verein, dessen Führer - der sich gleichzeitig für Deutschlands König hält, aber seine Haare nicht färbt - Waffen an die rote Friedensmacht China verticken will. Na gut, ein Grüner (die Restlichen verweigerten dem Mann von Doris Schröder-Kopf »demonstrativ« den Applaus. Das wird es dem Gerd sicher geben, liebe Grüne!) stemmte sich dagegen, aber ansonten ist man lieber an der Macht, als dass man sich mit Prinzipien beschäftigen würde. Und vor kurzem schickten die grünen Pseudo-Moral-Apostel noch ihre Chefverschwörungstheoretikerin in die arabischen Diktaturen auf Waffenverkaufstour.

Aber wenn es dann darum geht, ein paar minensichere Transportfahrzeuge in die erste (mittlerweile, dank den USA, nicht mehr die einzige) Demokratie des Nahen Ostens zu schicken, ja dann schillern die Gutmenschglocken. Schliesslich will ja Israel den ganzen Nahen Osten jüdisieren, wenn nicht die gesamte Welt (wozu sie die Hilfe der NeoCons in Anspruch nehmen). Das muss natürlich verhindert werden! Nie wieder deutscher Krieg, nie wieder deutsche Waffen im Krieg. Es sei denn, sie werden von menschenverachtenden Diktaturen, dann ist es okay. Aus Solidaritätsgründen. Sonst verkauft den armen Hünden keiner Waffen.

Der CSU-Verteidigungsexperte Christian Schmidt sagte der Zeitung: “Der Dingo ist keine Angriffswaffe. Eine Zusage der Bundesregierung wäre anlässlich des 40. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel eine schöne Geste.”

Oder Rot-Grün könnte ehrlich sein und folgendes kurzes, aber deutliches Statement abgeben: »40 Jahre lang haben wir so getan, als wären wir bemüht, mit euch gute Beziehungen zu haben. Im Grunde seid es ja ihr Juden, die uns Deutschen einen Haufen Probleme bescheren. Wir haben versucht euch auszulöschen, aber ihr seid so ungemein widerstandskräftig und nun haben wir ein schlechtes Gewissen. Es ist ja schon geradezu frech von euch Juden, von uns Deutschen zu verlangen, dass wir euch jetzt mögen sollen. Das tun wir nämlich immer noch nicht: Ihr habt ja immer noch die gleichen Nasen und wollt die Welt beherrschen. Und jetzt wollt ihr noch militärisches Gerät? Dazu noch von uns? Come on!«

»Zudem dem würdet ihr es doch gegen die armen Palästinenser verwenden. Wenn ihr die alle umbringen würdet, dann stärbe unsere Arafat-Tuch-Industrie und ihr hättet ein schlechtes Gewissen. Obwohl, habt ihr überhaupt eines? Denn immer öfter müssen wir als Eueres dienen. Wisst ihr, wir geben - obwohl wir hoffnungslos verschuldet sind - der palästinensischen Regierung immense Summen und schaut euch ‘mal deren Kinder an: Die haben keine Spielzeuge und werfen deshalb Steine auf israelische Panzer. Jugendliche haben kein Geld für Clearasil und sprengen sich deshalb in Tel Aviver Cafés in die Luft um so endlich Sex (im Paradis, man kann also vor niemandem prahlen, aber immerhin) zu haben. Ja, jetzt sind wir uns sicher, ihr habt kein Gewissen. Dankt uns, dass wir es entgeltungslos für euch sind!«

»Wenn ihr uns nun fragt, wieso wir Waffen an China und euere arabischen Nachbarn verkaufen, dann verstehen wir euere Blindheit nicht: Das sind freie Staaten, die keine Gebiete unrechtsmässig besetzen und niemals erwägen würden, einem demokratischen Land den Krieg anzudrohen. Ausserdem haben wir aus dem Holocaust etwas gelernt: Besser nicht selber machen, Opfer können nachtragend sein!«

»Wenn ihr uns jetzt entschuldigt, wir müssen weg: Teheran könnte uns böse sein, wenn wir zu lange mit euch labern. Heil… ähh, Shalom!«

17/04/2005

Die nützlichen Toten

Tausende Palästinenser protestierten gegen die Pläne der israelischen Ultranationalisten, in dem auch den Muslimen heiligen Altstadtbezirk aufzumarschieren. Bereits zuvor hatten die Spannungen im Nahen Osten wieder zugenommen, weil israelische Soldaten drei palästinensische Jugendliche getötet hatten. Militante Palästinenser beschossen daraufhin jüdische Siedlungen mit Granaten.

So ist das also: Die Juden ballern drei Jugendliche um, nur um den Palästinensern die Möglichkeit zu geben, zurück zu schiessen, was die Waffenruhe brechen würde: Spirale der Gewalt!

Nein, einen Moment: So ist das eben nicht! Später im Artikel, also nachdem die Idee des bösen Juden, der unschuldige Palästinenser erschiesst in den Köpfen der Leser festgestzt wurde, kann man doch eine gewisse Relativierung lesen. Sind die Israelis doch nicht geil auf Palästinenserblut?

Der Tod dreier Jugendlicher im südlichen Gazastreifen gefährdete die seit zwei Monaten weitgehend eingehaltene Waffenruhe zwischen Israelis und Palästinensern. Nach Angaben eines palästinensischen Augenzeugen gerieten die 14 und 15 Jahre alten Jungen beim Fußballspielen auf freies Feld in die Nähe eines Grenzzauns. Die israelischen Streitkräfte wiesen diese Darstellung zurück und erklärten, die Jugendlichen seien vermutlich Schmuggler gewesen. Sie seien auf dem Bauch in eine Sperrzone gerobbt, dann aufgestanden und auf die Grenze zugelaufen. Nach 250 Metern seien sie von einer Militärpatrouille erschossen worden.

Es wäre auch ganz nett, obwohl doch zu viel verlangt, dass uns der Spiegel Online ein paar präzisere Informationen geben würde. So wie die Washington Post es tat: Dem israelischen Militär zufolge ereignete sich der Zwischenfall in einer Zone, zu welcher Zivilisten der Zugang »streng verboten« ist und in welche man sich nur begibt um Anschläge auszuführen. Und ich bin alles andere als ein begnadeter oder erfahrener Fussballer, aber um von einem Fussballfeld in eine Sperrzone zu kommen, ist meiner Meinung nach eine respektable Leistung. Ausserdem sind die Schmuggler, nicht diejenigen die wir in der Schweiz kennen, also solche die in Deutschland gekauftes Fleisch unter dem Sitz verstecken, sondern Waffenschmuggler, doch ein anderes Kaliber.

Nun, natürlich, das israelische Militär ist kein Verein von Grossmüttern auf Kaffeefahrt, aber auf fussballspielende Jungs ist die IDF ganz sicher nicht aus. Was zu denken gibt ist, dass das meinungsmachende Organ Deutschlands die palästinesische Version (»weil israelische Soldaten drei palästinensische Jugendliche getötet hatten«) übernimmt und somit den Leuten Glauben schenkt, die schon einmal ein Jenin insziniert haben. Und wie wir wissen sind die Leser des Spiegels bei weitem härter drauf, als das Magazin selbst…

Karin Quade zufolge übernahmen ZDFs heute als auch die Tagesthemen die palästinensische Version. Das ZDF wies zwar wenigstens noch darauf hin, dass eine Untersuchung laufen würde, aber die israelische Version war zur Zeit der Ausstrahlung verfügbar, wurde aber nicht präsentiert. Die ARD sprach ohne jegliche Nuancen vom israelischen Militär, das 3 palästinensische Jugendliche erschossen hat.

Staatsgesponserte Propaganda. Das hatten wir schon 'mal. Wetten, dass es danach wieder keiner gewesen sein will?

(Artikel von Greg Grabinski)

05/02/2005

Wahrheit im Gazastreifen erschossen

(Von Greg B. Grabinski)

Die Meldungen über die kindertötenden Juden haben uns fast schon gefehlt, aber jetzt sind sie wieder zurück! Endlich wieder etwas für die 68% der Deutschen, die glauben, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt. Endlich wieder Beweise, dass die Juden unmenschlich sind.

Was ist passiert? »Israelische Soldaten töteten am Montag im Gazastreifen ein zehnjähriges palästinensisches Mädchen,« heisst es zumindest bei n-tv, dem ZDF und vielen anderen. Diese Anschuldigungen werden von dem UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (es gibt übrigens eines für die palästinensischen Flüchtlinge, eines für alle anderen zusammen) unterstützt: »UNRWA hat wiederholt gegen wahllose Schüsse des israelischen Militärs in Wohnviertel in den besetzten palästinensischen Gebieten protestiert,« teilte die UN-Organisation mit. Reuters als auch AFP hatten dieselbe Meldung, welche auf Aussagen der UNO und der Palästinenser basiert. Der palästinensische Premier sagte, dass dies »ein Verbrechen« seie - im Anbetracht des Titels der Meldung, »Palästinensische Schülerin durch israelische Truppen in Gaza erschossen«, stellt sich die Frage wer denn der Täter dieses Verbrechens war selbstverständlich nicht...

Jetzt zur Wahrheit: Aus Reuters- und AFP-Berichten gehen folgende Tatsachen hervor: Die am nähsten gelegenen israelischen Truppen 600 bis 800 Meter von der Stelle der Tötung an der Grenze zwischen Gaza und Ägypten stationiert sind. Zudem hätten sie von diesem Standpunkt über die hohen Wälle nicht hinwegsehen können. Augenzeugen berichten ausdrücklich von keinen Kämpfen zwischen Soldaten und »bewaffneten Kämpfern«.

Das kann nur folgendes heissen: Entweder die israelische Armee ist in den Schulhof eingedrungen und hat das Mädchen kaltblütig erschossen oder aber die von den Palästinensern und der UNO erzählte Geschichte stimmt schlicht und ergreifend nicht.

Unsere Medien haben sich für die erste Variante entschieden und lagen damit falsch. Wie die Jerusalem Post berichtet, hat die palästinensische Polizei einen Mann festgenommen, der in die Luft schoss und mit einem Schuss das Mädchen getroffen haben soll. Zur Zeit der Tötung wurde in die Luft gefeuert um die Rückkehr von der Hajj in Mekka zu feiern.

Aber an diesem Punkt spielt die Wahrheit auch keine Rolle mehr. Auf solchen Lügen basieren dann auch die Berichte, wonach die palästinensischen Terroristen dann nur »Vergeltungsschläge« ausüben und nicht einfach terroristische Akte verbrechen. Auf alle Fälle ist das Bild des israelischen Unmenschen, der ein hilfloses Kind erschiesst, in den Köpfen gefestigt worden. Nur im Falle, dass es noch nicht fest genug sass. Gratulation!