01/06/2005

Join the "Blogosphere Supports Real Democracy in Iran" Campaign

(Von Paul13)

Regime Change Iran

In weniger als 3 Wochen (genauer gesagt am 17. Juni) wird im Iran gewählt. Naja, Wahl ist eigentlich der falsche Ausdruck, man tut natürlich nur so, als ob.

Im Prinzip geht es darum, aus den bereits vorher handverlesenen und garantiert regimetreuen Kandidaten einen machtlosen Frühstücksdirektor zu bestimmen, dessen Hauptaufgabe wiederum darin besteht, dem islamistischen Terrorregime jene pseudodemokratische Legitimation zu verschaffen, auf die die Riesenstaatsmänner der Achse des Friedens dann lange genug hereinfallen, bis die Mullahs die Bombe haben.

Derjenige, der im Iran wirklich was zu sagen hat, der Oberhäuptling Khameini, wird selbstverständlich nicht gewählt. Würde auch wenig Sinn machen. Oberhäuptlinge wählt man nicht, die sind einfach da.

Damit sich das mal ändert, gibt es jetzt eine lobenswerte Kampagne im Internet. Diese wurde selbstverständlich nicht von der iranischen Wahlkomission ins Leben gerufen, sondern von dem Blog Regime Change Iran. Da diese Seite offenbar bereits von der iranischen Webpolizei geblockt wird, wäre es sinnvoll, die virtuellen Straßensperren durch lawinenartige Verbreitung der Widerstandskampagne zu umgehen. Wer mitmacht, darf sich auch diesen formschönen Button auf die Seite heften:


In diesem Sinne: Free Iran Now!!! Auf daß für die Mullahs am 17. der 1. ist!

09/04/2005

Stand with Them!

(Von Greg B. Grabinski)

Als die 100.000 Zuschauer das Azadi-Stadion nach Spielende verlassen wollten, brach eine Massenpanik aus, bei der sechs Zuschauer starben.

Neben den sechs Opfern seien mehr als 40 Fußball-Fans teilweise schwer verletzt worden, teilte die iranische Nachrichtenagentur IRNA mit

Es wirkt schon fast lächerlich wie sich der Spiegel auf die Propagandaquelle der Mullahs verlässt. Die IRNA ist wohlgemerkt die einzige Agentur im Lande und wird strikt von den Mullahs kontrolliert bzw. geleitet. Die deutsche Pravda macht sich natürlich nicht einmal diese kleine Mühe, die Leser darauf hinzuweisen. Alle anderen, Mullah-unabhängigen Quellen berichten von Feiern über den Sieg die zu Protesten gegen das Regime ausarteten (#1, #2, #3, #4, #5, #6) und zwar im ganzen Land. Schon während dem Spiel wurden Schlachtrufe gegen die regierenden Mullahs gerufen und weil Frauen im Stadion nicht zugelassen sind, versammelten sich diese vor dem Stadion um gegen die Geschlechtsapartheid zu demonstrieren. Ähnliche Proteste gab es zur Zeit des Spieles den Berichten zufolge auch in Esfahan, Tabriz, Mash’had und anderen grösseren Städten. Der Vater eines laut der Mullahs in der Unruhe »zertrampelten« jugen Mannes, sagte aus (andere Quelle), dass die Leiche bloss Verletzung am Kopf aufwies. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass eine Menge, selektiv genug wäre, um den Mann nur am Kopfe zu verletzen. Wahrscheinlicher ist, dass die Revolutionswächter ihn bei den Demonstrationen zugerichtet haben.

Es hätte aber wirklich gereicht zwei Sekunden lang nachzudenken. Aus welchen Gründen könnte oder sollte eine »Massenpanik« in einem Stadion entstehen, nachdem das Heimteam gewonnen hatte? Natürlich, die Iraner sind temperamentvoll, dennoch werden sie sich nicht gegenseitig ohne Grund über den Haufen laufen. Die Bilder aus dem Stadion sprechen ebenfalls eine andere Sprache.

In Baneh kam es am 29. März zu Auseinandersetzungen (andere Quelle) zwischen dem Volk und den »Sicherheitskräften«, nachdem Agenten von der »Regierung« zwei Männer erschossen haben. Es wird vermutet, dass dies im Rahmen der zunehmend härteren Massnahmen gegen Dissidenten geschah. Die aufgebrachte Menge warf Steine auf die Staatsbank und riss Portraits von Khatami, Ayatollah Khamenei und Ayatollah Khomeini von den Wänden in Regierungsgebäuden.

Auch am 30. März kam es zu weiteren Demonstration bei welchen junge Frauen und Männer verhaftet wurden. Ausserdem wird berichtet, dass immer mehr Telefonverbindungen aus dem Ausland unterbunden werden und die »Sicherheitsvorkehrungen« seitens der Regierung immer strikter werden. Mit anderen Worten: Die Mullahs haben Angst.

Aber die ganze Welt schweigt. Wobei, schweigen wäre nur halb so schlimm wie das aktuelle Verhalten der grossen Drei der EU. Diese denken mittlerweile darüber nach, den Mullahs Technologien zu überlassen, mit welchen man eine Atombombe bauen könnte, um Teheran entgegenzukommen. Das wäre - auch wenn es alles andere als überraschend ist - der endgültige Kniefall vor einer weiteren menschenverachtenden Diktatur. Und nur weil die EU beweisen wollte, dass sie auch Probleme lösen kann, weil sie endlich wieder wichtig sein wollte, weil sie wenigstens einmal in der Geschichte auf der Seite des Guten stehen wollte, weil sie vor der ganzen Welt zeigen wollte, dass sie Lehren aus den Weltkriegen gezogen hatte, weil sie allen zeigen wollte, dass man sich auf das moralische Europa verlassen könnte, wenn die Cowboys gerade mit Pistolen in der Luft fuchteln. Aber sie versagten.

Dass die Mullahs dies teilweise auch wahrscheinlich so gewollt haben, dass sie die Europäer gegen die Amerikaner positionieren wollten, störte erstere ganz und gar nicht, während die achso wilden, undiplomatischen, christlichen Fundamentalisten aus Washington versuchten genau dies abzuwenden mit der Annährung an die EU-Politik. Der alte Kontinent aber verhandelt in einem Anflug von Grössenwahnsinn stur weiter. Bis Teheran die Bombe haben wird. Bis das persische Volk damit zu weiteren Jahren Mullahhaft verurteilt wird.

Mr. Bush, Sie haben versprochen mit den Iranern zu sein, wenn diese für ihre Freiheit aufstehen. Worauf warten Sie noch, Mr. Bush? Die Iraner tuen es doch, das weisse Haus aber schweigt! Die Zeit ist gekommen, der Augenblick ist jetzt. Sie müssen nun Ihre »Tear Down This Wall«-Rede halten. Fordern sie Teheran auf, die Tore zu öffnen, die politischen Gefangenen freizulassen, die Frauen von ihren Schleiern zu befreien, die Schaira abzuschaffen, freie Presse und Meinungsfreiheit. Geben sie den Dissidenten eine Stimme. Fordern Sie ihre Allierten und Freunde auf, jegliche Kontakte mit den Mullahs abzubrechen und brechen Sie mit jenen, die es nicht tun. Bringen Sie den Fall vor den Sicherheitsrat, sofort und nicht wegen der Atombombe, sondern weil der Iran zurzeit die Artikel 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 16, 18, 19, 20 und 21 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nicht beachtet. Machen Sie die Väter Amerikas stolz indem Sie den Führern in Teheran eine einzige Option bieten: »Liberty or Death«! Fordern Sie von ihnen ein Referendum, nicht gespielte Wahlen mit vom Regime anerkannten Kandidaten!

Mr. Bush, was Ihre Adminstration für Demokratie im Nahen Osten geleistet hat, ist einzigartig, aber rasten Sie nicht jetzt. Nicht so kurz vor Ihrem Ziel, nicht so kurz vor der Befreiung der Volkes, welches Ihrem Land so viel näher steht als Europa es tut. Entscheiden Sie sich für das persische Volk und gegen Europa, die Geschichte wird Ihnen Recht geben.

Free Iran! Faster, please!

30/03/2005

US will foil Iran's nuclear ambitions: Kurtzer

(Von Paul13)

Hindustan Times

United States doesn't have "unlimited" patience with Iran and does not dismiss the possibility of carrying out a strike on its nuclear facilities, US Ambassador to Israel Dan Kurtzer told foreign ministry officials in a closed door meeting last week, a media report said on Saturday.

[...] "Iran had better get the message," Kurtzer said and added, "the missiles haven't yet been fired, but that doesn't mean they won't be if the Iranians don't stop their attempt to develop nuclear weapons."

Klare Ansage. Diejenigen, die in den westlichen Medien so lautstark triumphierten, nachdem die Amerikaner angeblich auf Knien angekrochen kamen, um sich an die ach so geniale europäische Verhandlungsstrategie gegenüber dem Iran ranzuschleimen, könnten noch ein paar unliebsame Überraschungen erleben. Wenn auch bei weitem nicht so unliebsam wie die Überraschungen, die die Europäer erwarten würden, wenn die USA in Sachen Iran nicht wie üblich bereit wären, im Notfall am Ende doch wieder in die Bresche zu springen und die Drecksarbeit für sie zu erledigen.

09/03/2005

Kritischer Dialog und amerikanische Alternativen

(Von Greg B. Grabinski)

Mit einer groß angelegten Täuschungsaktion will sich Iran nach Geheimdiensterkenntnissen den Bau einer Atombombe ermöglichen. Ein übergelaufener Diplomat habe berichtet, dass die Pläne, um Nuklearmaterial heimlich abzuzweigen, bereits ausgearbeitet sind.

Wirklich? Das konnte doch keiner ahnen (ausser den paranoiden Amis)! Die Mullahs sind doch liebe Zeitgenossen, die nie und nimmer eine Atom-Bombe bauen wollen, nicht wahr, Herr Putin? Warum auch? Schliesslich wollen sie ja nur Israel ins Meer bomben. Nicht mehr.

Die Fronten zwischen Teheran und den Europäern haben sich wieder verhärtet.

Na hoffentlich! Wird endlich Zeit, dass man die Mullahs wie menschenverachtende Diktatoren behandelt und nicht wie kleine Kinder denen man ein Spielzeug abnehmen will! Aber verehrte Europäer, passt auf, denn die an der Macht sitzenden Kinderficker drohen, dass sie die Produktion des Kernbrennstoffes wieder aufnehmen wollen (der Stopp war eine »vertrauensfördernde Massnahme« und dass der Nahe Osten »noch instabiler« (Nicht vergessen: Stabilität ist Europas Religion) wird, wenn der Fall vor dem Sicherheitsrat landet. Ja, so schaut freundlicher, kritischer und effektiver Dialog aus!

Zum Glück gibt es Hinweise, dass die Bush-Adminstration einen Plan hat, der weit ausgeklügelter ist, als es alle »Kritiker« und Seymour Hersh-Fans glauben: Besetzung der höchst umstrittenen Insel Abu Musa. Dies würde eine mögliche nationalistische Gegenreaktion der Iraner verhindern, die sie in die Arme der Mullahs treiben könnte. Es könnte ihnen zeigen, dass man sie befreien will, ohne ihr Leben und ihre Infrastruktur aufs Spiel zu setzen und dass man tatsächlich mit ihnen ist. Den Rest könnte das Volk selbst erledigen, denn die Revolutionswächter sagen, dass die Gesellschaft in einem »unstabilem Zustand« ist und dass sie einen Aufstand in Teheran, der länger als 6 Stunden dauert, nicht bändigen könnten.

Viel Glück, liebe Iraner! Lasst euch von den Europäern nicht zu weiteren Jahren Mullahhaft zwingen!