30/06/2005

Wie charakterlos können wir Deutschen eigentlich noch sein?

(Von Politically Incorrect)

<p><p><p>Charakterlos und verlogen - Der Antiamerikanismus hierzulande treibt immer neue Blüten</p></p></p>

Die harschen Reaktionen in unseren Medien auf die Grundsatzrede des amerikanischen Präsidenten Bush in North Carolina zeugen leider immer noch von einer tiefen Abneigung gegen einen Mann, der es mit dem weltweiten Kampf gegen Terror und Unterdrückung und dem Einsatz für Freiheit und Demokratie ernst meint. Dabei haben gerade wir Deutschen gleich zweimal am eigenen Leibe erlebt, was es heißt, unter despotischen Diktaturen zu leben. Haben wir schon vergessen, dass ohne die militärische Hilfe der USA weder das Hitler- noch das Stasi-Regime besiegt worden wäre? Ist es nicht langsam an der Zeit, Schluss zu machen, gegen die Befreier von damals ständig zu attackieren, gegen sie zu polemisieren und zu intrigieren? Stattdessen lässt das Bundesfinanzministerium per Gerichtsbeschluß die Fototafeln zur Erinnerung an den 17. Juni 1953 abmontieren und auch das Mauer-Mahnmal am Berliner Checkpoint Charlie soll verschwinden. Wie charakterlos und verlogen können wir Deutschen eigentlich noch sein?

04/04/2005

Freiheit oder Europa

(Von Greg B. Grabinski)

Wir waren wohl manchmal zu laut, zu direkt, zu polternd vielleicht”, sagte Powell in einem Interview mit dem “Stern”. Ausdrücke wie “altes Europa” von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hätten “nicht gerade vertrauensbildend gewirkt”, sagte Powell. Die Europäer habe es bei der amerikanischen Ausdrucksweise “wohl manches Mal geschaudert”.

Bush habe “manche Standpunkte vielleicht überdeutlich dargestellt”, kritisierte der ehemalige Außenminister und Vorgänger von Condoleezza Rice auch den Präsidenten. “Aber so begannen Veränderungen”, fügte er mit Blick auf den Nahen Osten hinzu. Bush gebühre “die Ehre, dass er den Menschen dort aus der Seele gesprochen hat”.

Ich weiss nicht ob man lachen oder weinen soll, sich vor Lachkrämpfen am Boden rollen oder in Heulkrämpfe ausbrechen soll, eine Cola auf Amerika trinken oder sich mit deutschem Bier besaufen soll. Ich meine, das kann’s nun wirklich nicht sein!

Darf man nun also die Dinge nicht beim Namen nennen, weil die europäischen Deppen vom Dienst es nicht schaffen, in ihren kleinen Hirnchen es zu fassen, dass jemand an Freiheit im Nahen Osten glaubt und die Realität ihm Recht gibt? Wenn die dort noch herrschenden Diktatoren dagegen herausposaunen, dass Amerika Satan höchstpersönlich ist und dass Israel ins Meer gehört runzeln die Europäer an guten Tagen vielleicht ‘mal die Stirn, aber es sind halt verschiedene Kulturen.

Und dann kommt der Powell angestolpert und behauptet es sei die normalste Sache der Welt. Es ist eben dies nicht. Es sind nicht Stildifferenzen die Amerika und Europa auseinanderdriften lassen, auch wenn sie massiv mithelfen wie man an Europas Liebe für Kerry feststellen kann. Das Problem ist nicht, dass Bush sich einmal mit Cowboy-Hut fotografieren liess und wie ein solcher läuft. Dies beschleunigt bloss den Prozess.

Die Europäer sind grösstenteils bestenfalls schlechte Schüler von Kissingers »Détente«-Lehre (mit anderen Worten: Appeaser ohne Rückgrat). Das ist für sie nicht einmal eine Beleidigung, da sie besonders stolz sind eine Achse des Friedens zu bilden, welche hilft Menschen zu unterdrücken, damit der Westen mit dem Eindruck leben kann, dass die Welt stabil ist. Was sie kurzfristig dann auch ist, bis die Appeasten merken, dass sie von ebenjenem Westen noch mehr verlangen können, und dieser es dann auch tun wird. Wie weit er dazu gehen wird, zeigen die Verhandlungen der »grossen Drei« der EU, welche im Prinzip bereit sind den Mullahs alles zu geben, was diese brauchen um das Volk mit Ach und Krach zu unterdrücken.

Man braucht nur sovietische Dissidenten zu fragen was sie von solchem Appeasement und dem Stabilitätsdenken (welches in Europa noch weiter verbreiteter war als in den USA) und was sie von Männern wie Henry Jackson und Ronald Reagan halten. Heute könnte man die Iraner oder die Libanesen fragen, ob sie bevorzugen dass man mit den Mullahs verhandelt und ihnen ermöglicht Anschluss an den Westen zu halten, oder ob sie lieber hätten, wenn alle wie Präsident Bush zu verstehen gäben, dass die freie, westliche Welt es ernst mit »Freedom & Liberty« meint und den Mullahs das Leben ungemütlich machen wird, wenn sie nicht nach der amerikanischen Friedenspfeife tanzen.

In Gefangenschaft lebende Leute sind nicht geschichtsfremd. Sie wissen, dass die Berliner Mauer zerstört werden konnte, weil Ronald Reagan dies lautstark forderte und nicht weil Henry Kissinger Stabilität mit der Soviet Union wollte.

Das letzte Mal als man versuchte einem Irren die Bombe auszureden, ging dies schief: Nordkorea bekam Free Food und besorgte sich die Bombe später andersweitig. Aber kurzfristig war die Clinton-Adminstration glücklich und die Europäer waren stolz (d.h. ungefähr 50% der Bevölkerung hasste ihn nicht), weil einer von ihnen in Washington sass.

Auch heute glauben die meisten Europäer an die Macht der Worte und des Dialoges. Die Bush-Adminstration dagegen glaubt an die Macht der Freiheit. Genau dies ist der grosse Unterschied zwischen Europa und Amerika. Die Europäer meinen sie können Gefahren für sich selbst wegdisktuieren und vergessen dabei die Schicksale der dabei unterdrückten Völker. Die Amerikaner dagegen sind überzeugt, dass damit es uns gut geht und dass keine Bedrohung von einem Land ausgeht, das Volk ebenjenes frei sein muss.

Die jüngste Geschichte gibt den Amerikaner Recht. Oder glaubt jemand dass ein freier Libanon weiter die syrische und iranische Hisbollah beherbergen wird? Dass er ein Interesse an einem Krieg mit Israel haben könnte? Dass dies das Volk zu lassen würde? Es war die importierte - ja mit Gewalt »aufgezwungene« - Freiheit die aus den Erzfeinden Frankreich und Deutschland beste Freunde machte. Es gab keinen Führer für den man sterben konnte, keine gekidnappte Presse welche den Deutschen als Unmenschen porträtierte. Freie Gesellschaften sind an Kriegen gegeneinander grundsätzlich nicht interessiert, weil der Einzelne lieber ruhig in Frieden lebt und die Köpfe dieser Staaten im Gegensatz zur herrschenden Zynik eben doch von der Bevölkerung abhängig sind und nicht einfach tun und lassen können was sie gerade wollen.

Europa muss verstehen, dass Frieden mit Diktatoren unmöglich ist, da diese auf dem Pulverfass Volk sitzen und sich nur um ihren Weiterverblieb kümmern. Dazu ist der Westen ‘mal Feind, ‘mal Freund, aber nie ein stabiler Partner. Und eine Demokratie die dich nicht mag, ist besser als eine Diktatur die dich mag, denn eines Tages wird sie ihre Liebe kündigen.

Das alles ist nun kein Plädoyer gegen den Krieg im allgemeinen, denn der scheint manchmal zur Befreieung notwendig wie 1945 oder 2003. In anderen Ländern, so geschehen in diesem Jahr, ist er nicht notwendig.

Über das Vorgehen gegen den gestürzten irakischen Staatschef Saddam Hussein habe es innerhalb der Regierung in Washington Differenzen gegeben, sagte Powell. Er selbst “dachte, es gäbe die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung”.

Ihn und alle anderen Diplomaten, Kriegsgegner, Terroristenfreunde und Experten fordere ich zum letzten Mal auf, endlich zu präzsisieren, wie diese diplomatische Lösung ausgesehen hätte. Wie sie innerhalb von knapp zwei Jahren dem Irak freie Wahlen gebracht hätte, wie sie Gaddafi gezähmt hätte, wie sie den Menschen im Libanon und im gesamten Nahen Osten gezeigt hätte, dass auch sie frei sein können und dass der Westen - oder zumindest die USA - sie unterstützen.

15/03/2005

Widerstand ist legitim

(Von Paul13)

Junge Welt

Eigentlich ist die Junge Welt wie ihre Schwesterzeitschrift von der anderen Feldpostnummer, die Junge Freiheit, nichts, worauf ich normalerweise freiwillig verweise, aber ein kleiner, unscheinbarer Satz dieses Konglomerats aus altbackenen linksradikalen Phrasen und aktuellen Verschwörungstheorien ist dennoch erwähnenswert:

Bis auf anfängliche Störversuche nationalistischer Kurden verlief die Konferenz ohne Zwischenfälle.

Es gab einmal eine Zeit, und die ist noch gar nicht so lange her, da waren Kurden - vor allem jene, die hinter finster dreinblickenden Stalindarstellern herliefen - in der linken Szene hoch angesehen. Sofern gerade keine Palästinenser zu Hand waren, waren Kurden die Projektionsfläche der Wahl, wenn es darum ging, romantische Revolutionsphantasien mit edlen Wilden auszuleben. Kurdistan, das war die Hoffnung auf die Verwirklichung eines sympathischen nationalen Sozialismus ohne großdeutschen Beigeschmack.

Kein alternatives Straßenfest fand ohne den Hinweis auf den gerechten Kampf der Kurden statt, und selbst Menschen, die religiöse Feste wie Ostern und Weihnachten ansonsten als archaisch-reaktionären Brauch zur Unterdrückung des revolutionären Bewußtseins ablehnten und im Sylvesterfeuerwerk nur die Raketen des Konsumterrors sahen, konnten sich wie kleine Kinder für das kurdische Neujahrsfest Nevroz begeistern. Selten standen Rückständigkeit und Armut bei angeblich fortschrittlichen Zeitgenossen so hoch im Kurs wie damals.

Doch nach dem Golfkrieg 1991 und der darauf folgenden Aufforderung der USA, sich gegen Saddam Hussein zu erheben, bekam diese Liebesbeziehung erste Risse. Ein kurzer Hoffnungsschimmer kam zwar noch mal auf, als die USA die Aufständischen dann zugunsten falsch verstandener Stabilität letztlich im Stich ließen, aber unter dem Schutz der Flugverbotszone taten die Kurden dann etwas unerhörtes: Sie fingen an, ein de-facto unabhängiges Gemeinwesen aufzubauen, welches nicht nur wagte zu funktionieren, sondern dabei auch noch die sozialistischen Ideale verriet.

Der endgültige Bruch kam dann nach dem 11. September mit dem Irakkrieg und dem Sturz Saddam Husseins. Die Kurden bedankten sich nicht nur artig für die Befreiung, sie wurden auch zur wichtigsten Hilfstruppe der alliierten Besatzung. Bildchen von George W. Bush wurden im befreiten Kurdistan populärer als die der eigenen schnurrbärtigen Guerillaführer, und selbst mit dem Erzfeind Israel begann man inoffiziell zusammenzuarbeiten. Alles, woran die Linke jahrzehntelang geglaubt hatte, wurde jetzt von den Kurden mit Füßen getreten.

Seitdem ist der kurdische Nationalismus etwas kleinbürgerliches, ein unabhängiges Kurdistan eine gefährliche Bedrohung traditioneller Grenzen und damit der Stabilität im Nahen Osten, die Rückkehr der von Saddam vertriebenen Kurden in zwangsarabisierte Städte ein Verbrechen, man warnt davor, daß die Kurden über eigene Ölquellen verfügen und damit von ihren ehemaligen Unterdrückern unabhängig werden könnten, und und und. Wer jetzt aber glaubt, die Linke wäre nach Verlöschen der kurdischen Sonne orientierungslos in ihrer Suche nach neuen Traumwelten, irrt gewaltig.

Denn zum Glück schickt sich rechtzeitig Venezuela an, zum neuen Mekka der deutschen Befreiungsromantiker zu werden. Dessen Präsident Chavez hat zwar keinen Schnurrbart. Aber dafür heißt er wenigstens Hugo.

13/03/2005

300-400 Schüsse auf Frau Sgrena?



300-400 Schüsse...Kugelhagel? Entscheiden Sie...

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11/03/2005

Offener Brief an die Redaktion und die Mitarbeiter von Stern.de

(Bitte beachten: Stern.de hat inzwischen auf unseren "Offenen Brief" positiv reagiert. Das Schreiben fügen wir unten am Ende dieses Postings an. Hat tip: David Harnasch)

(Englische Version)

Sehr verehrte Damen und Herren bei Stern.de,

Ich wende mich an Sie, um meiner tiefen Besorgnis angesichts des Artikels “Feuer und Kugeln regneten auf uns nieder” Ausdruck zu verleihen. In diesem Artikel schreiben Sie, daß der Italienische Geheimdienstmitarbeiter Nicola Calipari, der auf tragische Weise im Irak ums Leben kam, "ermordet" wurde. Durch die Verwendung des Wortes "ermordet" bezeichnen Sie die in die Schießerei verwickelten US-Soldaten als Mörder. Und wenn Sie behaupten, Calipari wäre "ermordet" worden, behaupten Sie implizit, daß die amerikanischen Soldaten in der Absicht ihn zu töten auf ihn zielten - obwohl es derzeit überhaupt keine Beweise gibt, die diese Behauptung stützen würden. Tatsächlich weisen sowohl die italienische wie auch die amerikanische Regierung alle Unterstellungen, daß der Tod Caliparis irgendwie beabsichtigt gewesen sein könnte, entschieden zurück. Beide Regierungen sind sich einig, daß sein Tod die Folge eines tragischen Unfalls war und KEIN Mord.

Stern.de: Calipari von US Soldaten "ermordet"

Die Verwendung des Wortes "ermordet" zeigt, daß Sie die Vereinigten Staaten und deren Bürger erneut verurteilen. Sie erklären US-Soldaten eines Mordes schuldig, ohne daß irgendwelche Fakten Ihre Behauptungen unterfüttern. Es scheint, als wären für den Stern die in den Unfall verwickelten amerikanischen Soldaten schuldig bis zum Beweis des Gegenteils. Es drängt sich leider generell der Eindruck auf, daß Amerikaner als ein Tätervolk dargestellt werden, dem man nicht trauen kann.

Leider scheint dieser Ausdruck anti-amerikanischer Gefühle um des Profits Willen bei Ihrer Publikation eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Das ist besonders deswegen besorgniserregend, weil die Amerikaner nicht die erste Gruppe sind, die von der deutschen Gesellschaft für alle Probleme der Welt zum Sündenbock erklärt wird. Ich möchte nur auf zwei (von vielen) Beispielen von unerhörtem Anti-Amerikanismus beim Stern aufmerksam machen:

Methode Wild-West / Wie Amerika die Welt belog

Der unglaubliche Mangel an journalistischer Integrität und Verantwortungsbewußtsein, den man in  "Feuer und Kugeln regneten auf uns nieder” und vielen anderen Stern-Artikeln über die Vereinigten Staaten beobachten muß, beunruhigt die Leserschaft von Davids Medienkritik und Medienkritik Online zutiefst. Wir fordern Sie auf, das Wort "ermordet" aus dem genannten Artikel zu entfernen. Weiterhin hoffen wir, daß Ihre Publikation künftig der Versuchung widerstehen wird, sich den Anti-Amerikanischen Gefühlen Ihrer Leserschaft aus finanziellem Interesse anzubiedern.

Mit freundlichen Grüßen

David Kaspar
Davids Medienkritik, Medienkritik Online
www.medienkritikonline.com

Nachtrag: Hier nun der Text des Schreibens von Stern.de an uns. Was immer wir an Stern.de sonst auszusetzen haben - hier wurde schnell und angemessen reagiert. Chapeau!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben Ihre Kritik zum genannten Artikel "Feuer und Kugeln regneten auf uns nieder" soeben erhalten. Haben Sie vielen Dank für die kritische Begleitung unseres stern.de-online-Angebots.

Ihre kritischer Einwand zur Verwendung des Terminus "ermordet" im Zusammenhang mit dem bisher unaufgeklärtem Tod von Nicola Calipari ist vollends zutreffend. Für die mangelnde Sorgfalt bei der Textbearbeitung möchten wir uns im Namen der Redaktion entschuldigen.

Der Artikel wurde in der Zwischenzeit überarbeitet und die Wortwahl entsprechend korrigiert.

Diesen eindeutigen - aber hoffentlich einmaligen Fehler - möchten wir nochmals bitten zu entschuldigen und verbleiben mit freundlichen Grüßen,

Ihr stern.de-Team

08/03/2005

Schüsse auf befreite Geisel: Tödliche Fehler auf Iraks gefährlichster Straße

(Von Paul13)

SPIEGEL online

Giuliana Sgrena ist wieder in Rom. Verletzt wurde die italienische Journalistin aus einem Ambulanzflugzeug getragen. Inzwischen gibt es mehr Details darüber, warum US-Truppen auf das Auto schossen, das Sgrena nach ihrer Geiselhaft in die Freiheit bringen sollte. Die Gründe: Dunkelheit, Unerfahrenheit und Kommunikationsprobleme.

[...] Die Freude habe sich in Trauer verwandelt, hatte zuvor Berlusconi im Fernsehen gesagt. "Wir sind wie versteinert. Wir suchen die Verantwortlichen. Für einen so schwerwiegenden Vorfall muss jemand die Verantwortung übernehmen."

Da müssen sie nicht lange suchen. Die Verantwortlichen sind Leute wie Sarkawi und ihre Helfershelfer, die ihre Selbstmordattentäter mit Autos auf amerikanische Checkpoints zufahren lassen, damit diese sich dort in die Luft sprengen. Auch die Partner des "kritischen Dialogs" in Syrien und dem Iran, die viele dieser Anschläge organisieren und finanzieren lassen, zählen zu den Hauptverdächtigen. Zumindest nicht unschuldig sind ferner jene Journalisten, die all das dann zum Widerstand verklären und den Terroristen damit zusätzliche Unterstützung bei der Rekrutierung neuer "lebender Munition" verschaffen.

Mein Vorschlag: Die Kritiker der amerikanischen Irak-Politik überzeugen die Islamofaschisten, sich nicht länger hinter Zivilisten zu verkriechen und bei ihren Anschlägen die verwendeten Fahrzeuge deutlich sichtbar zu kennzeichnen (beispielsweise mit "Vorsicht Bombe!", "Leicht entflammbar!" oder "Linie 72 - Jungfrauenplatz!"), und CENTCOM gibt Order, die Fahrer anderer heranrasender Fahrzeuge nur noch wegen Geschwindigkeitsübertretung anzuzeigen anstatt sie mit einem Kugelhagel an der Weiterfahrt zu hindern. Ich denke, damit könnten alle Seiten leben.

05/03/2005

»Nein zu Terrorismus«

(Von Greg B. Grabinski)

In Hillah, dem Ort des Selbstmordattentates vom Montag, sind die Iraker auf die Strasse gegangen um unter dem Motto »Nein zu Terrorismus« gegen die Selbstmordattentäter zu demonstrieren. Das passierte trotz Warnungen vor weiteren Anschlägen. Auch waren Parolen wie »Nein zu Baathismus« und »Nein zu Wahhabismus« zu hören!

Das alles ist aber für die unsere Medien wesentlich uninteressanter als die Tatsache, dass Dänemark flacher wird oder dass ein Haschischkuchenbäcker vor Gericht muss.  Schliesslich gibt es im Irak keine Terroristen, nur Widerstandskämpfer!

Kurswechsel bei Spiegel Online?

(Von Politically Incorrect)


Carl Christian Malzahn

Der heutige SpOn-Artikel "Terminator? Demokrator!" von Claus Christian Malzahn, 40, über die Kettenreaktion der Demokratisierung im Nahen Osten lässt hoffen. Hoffen, dass zumindest der Leiter des Politik-Ressorts erkannt hat, dass die Irak-Befreiung nicht nur einer Schnappsidee des bösen texanischen Cowboys entsprungen ist, sondern einen Dominoeffekt in den umliegenden Ländern (Libanon, Saudi-Arabien) auslösen wird.

Auszüge:

Irak, die Palästinensergebiete, Libanon: Das Virus der Demokratie grassiert im Mittleren Osten. Die deutsche Außenpolitik muss auf diese erfreuliche Wende endlich reagieren und der Tatsache ins Auge blicken, dass Freiheit und Demokratie manchmal eben doch mit Feuer und Schwert gebracht worden sind.

George W. Bush - der Mann weiß, wovon er spricht - hat Deutschlands Abstinenz im Irak-Krieg einmal mit der Haltung eines trockenen Alkoholikers verglichen: Für den ist ein Glas Bier schon ein Glas zu viel. Nachdem die Wehrmacht und die SS Europa in Schutt und Asche gelegt hatten, fast alle europäischen Juden ermordet und in die Sowjetunion eine Schneise des Todes geschlagen hatten, war Krieg als Mittel der Politik für die Bundesrepublik tabu. Im Moment versinkt Deutschland geradezu in einer Flut von Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg; fast jeder Tag vor 60 Jahren wird noch einmal medial durchlebt. Kein Volk in Europa ist so geschichtsversessen wie die Deutschen. Die Faszination am "Untergang" ist schier grenzenlos.

Doch Bilderflut und Geschichtslawine begraben manche wichtige Erkenntnis, die auch heute noch Gültigkeit besitzt. Die Nazi-Herrschaft wurde nicht durch Sitzblockaden vor dem Führerhauptquartier beendet. Hitlers totale Kriegsmaschine wurde unter größten militärischen und zivilen Opfern von Russen, Amerikanern und Briten niedergerungen. Uns Deutschen wurde die Demokratie mit Bomben und Granaten ins Land getragen. Anders ging es nicht, weil die Deutschen es nicht anders wollten. Viele glaubten bis zum Schluss an ihren Führer, und die ersten Schritte der Re-Education wurden damals nicht von Sozialarbeitern angeregt, sondern von der US-Army befohlen.

Frieden und Demokratie wurden mit dem Schwert nach Europa gebracht. George W. Bush hat vor zwei Jahren aus falschen Gründen einen Krieg gegen den Irak begonnen. Es gab gute Gründe, gegen ihn zu protestieren. Nun scheint aus diesem falschen Krieg echte Meinungsfreiheit und Demokratie zu entstehen. Dann gäbe es genauso gute Gründe zu jubeln.

Die Massenvernichtungswaffen, die angeblich die Welt bedrohten, wurden nie gefunden - dafür aber Massengräber. Im Januar haben die Iraker gegen den Terror gestimmt. Er ist noch nicht gestoppt worden. Die Anhänger des Chefterroristen Sarkawi folgen einem düsteren, religiös befeuerten Glücksversprechen. Der Tod ist für sie der Höhepunkt des Lebens. Nur der Tod wird sie stoppen. Doch die irakischen Wähler haben etwas anderes erreicht: Das Virus der Demokratie, das Sarkawi und Konsorten so fürchten, grassiert im Mittleren Osten. In Saudi Arabien gab es im Februar Kommunalwahlen - aus westlicher Sicht eine lächerliche Veranstaltung, für die Bewohner aber eine bedeutende Lockerungsübung in Sachen Meinungsfreiheit. Bisher durften dort nur Männer wählen - doch der saudische Außenminister Prinz Saud versprach im Interview mit Time Magazine gerade, dass sich das bald ändern soll: Frauen seien sowieso vernünftigere Wähler als Männer. Ganz neue Töne aus Riad. Mehr...

Ganz neue Töne aus Hamburg...

26/02/2005

Irak: USA führen Geheim-Gespräche mit Aufständischen

(Von Paul13)

SPIEGEL online

Strategiewechsel im Irak: Die USA haben amerikanischen Medienberichten zufolge geheime Gespräche mit sunnitischen Aufständischen aufgenommen. Mindestens zwei Treffen mit hochrangigen Verhandlungsführern der Rebellen soll es in Bagdad schon gegeben haben.

Strategiewechsel ist schön gesagt. Man könnte es auch Kapitulationsverhandlungen nennen. Wahrscheinlich werden jetzt nur noch die Details der Amnestie sowie die Art der Beteiligung an der angeblich illegalen Regierung ausgehandelt, und schon stehen die Kriegsgegner in Europa plötzlich ohne "Widerstand" da.

Tja, Ihr Amerikahasser und Bushgegner, das war's dann wohl mit Euren Bürgerkriegshoffnungen und Vietnambeschwörungen. Die bösen Buben haben nach der erfolgreichen Wahl offenbar keine Lust mehr, länger für eine (Eure!) verlorene Sache zu sterben, zumal noch ein paar Plätze an den Fleischtöpfen frei sind. Sehr schön!

Hätte ja ehrlich gesagt nicht gedacht, daß es so schnell geht. Ein paar Monate Selbstzerstörung hätte ich den Saddam-Loyalisten schon noch zugetraut. Da werden auf Sarkawi's kleine Islamistenbande jetzt wohl schwere Zeiten zukommen, wenn selbst die zahlenmäßig weit größere Faschistentruppe zum Gegner überläuft.

Und dann erst das Gesicht von Peter Scholl-Latour! Weiß zufällig irgendjemand, in welchen Talkshows der in der nächsten Zeit auftritt? Das würde ich nämlich nur äußerst ungern verpassen. Genauso wie Ulrich Ladurners nächsten Artikel über die unausweichliche Niederlage der Yankees. Und was macht eigentlich Günter Grass?

25/02/2005

Guten Morgen, Hillary!

(Von Greg Grabinski)

Hillary Clinton, demokratische Senatorin aus New York, und John McCain, republikanischer Senator aus Arizona, touren gerade mit drei weiteren Senatoren im Irak und treffen sich mit Mitgliedern der neugewählten Regierung des befreiten Landes. Was sie genau besprechen, weiss man zwar nicht so genau, aber darum geht es nicht.

Über 50 Schiiten starben bei terroristischen Anschlägen rund um den heiligsten, schiitischen Tag. Wie so oft, waren die Opfer der Terroristen Muslime, welche einfach ihrem Leben nachgehen wollten. In diesem Falle wollten sie einfach ihre Religion ausüben. An anderen Tagen müssen sie im Irak stebren, weil ihrem Beruf nachgehen wollen, weil sie einkaufen wollen, weil sie einen Tee trinken wollen, weil sie ihre Kinder zur Schule bringen wollen, weil sie mit dem Islam, aber ohne Islamismus leben wollen.

Die Terroristen, die diese Akte ausüben sind teilweise Sunniten, welche ihren Machtverlust nicht akzeptieren wollen, teilweise ausländische Kämpfer, die gegen den Satan Amerika ankämpfen wollen. Die erstere Gruppe wird langsam kleiner: Die Sunnis haben erkannt, dass es ein Fehler war, die Wahlen zu boykottieren und versuchen nun nicht mit leeren Händen dazustehen indem sie an der Konstitution mitarbeiten wollen. Ein Akt, die Repräsentanten der 60 Prozent der Bevölkerung, die Schiiten, unterstützen. Der Grossayatollah Sistani insisitiert ebenfalls auf ein Mitwirken der Sunniten im politischen Prozess. ...

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