17/06/2005

Demo zum Besuch Schröders in Washington

<p><p><p><p><p><p><p>Demo zum Besuch Schröders in Washington - Aufruf unserer Partnerblogs "Davids Medienkritik" und "No Pasaran"</p></p></p></p></p></p></p>

Es wird sich mittlerweile schon herumgesprochen haben: Anlässlich des (wahrscheinlich) letzten offiziellen US-Besuchs von Gerhard Schröder Ende dieses Monats veranstalten Davids Medienkritik, Medienkritik Online und No Pasaran eine Demonstration unter dem Motto Against Anti-American Bias in German Media and Politics and for German-American Friendship and Cooperation.

Datum: 27. Juni um 12.30 Uhr
Ort:
Washington DC (Lafayette Park)

Wer Lust hat (und es sich zeitlich und finanziell leisten kann!), daran teilzunehmen, findet auf Davids Medienkritik ständig aktualisierte Informationen. Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele Blogger auf ihren Seiten für die Aktion werben könnten.

Demo-Banner gibts in folgenden Größen:

18/05/2005

Gerhard und die UNO

(Von Ch. Arm)

Ulrich Specks Kosmoblog ist immer wieder einen Besuch wert. Jüngst stieß man dort auf diesen Post über das Vorhaben von Friedenskanzler Gerhard Schröder in den UN-Sicherheitsrat einzuziehen.

Dumm, gelaufen: Schröders Sitz im Sicherheitsrat Nein, man kann ihm nichts vorwerfen. Er hat sich doch so sehr um die Chinesen bemüht. Hat ihnen alles versprochen, was sie wollten, Aufhebung des EU-Waffenembargos zum Beispiel. Ok, das musste verschoben werden. Aber aufgeschoben ist so gut wie aufgehoben. Und jetzt das: Auf den ersten Schritt in Richtung Vollmitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat hin kommt postwendend die Absage aus Peking. Ein "überhasteter Vorstoß" sei das. Man könnte es auch diplomatischer ausdrücken, will es offenbar aber gar nicht. Offenbar will man deutlich sein. Was ist passiert?

Die Fortsetzung gibt es hier.

09/03/2005

Arabienreise: Kanzler kehrt mit Milliardenaufträgen zurück

(Von Paul13)

SPIEGEL online

Bundeskanzler Gerhard Schröder zieht eine positive Bilanz seiner einwöchigen Arabienreise: Die deutschen Unternehmer lobten ihn als Türöffner, die Vereinigten Arabischen Emirate kaufen 32 "Fuchs"-Spürpanzer, Siemens erhält einen Auftrag für ein Dampfturbinenwerk und vielleicht düst eines Tages auch einmal der Transrapid durch die Wüste.

Tja, das ist eben der Unterschied: Während die seit gut 3 Jahren laufende Middle East Freedom Tour der US-Streitkräfte die ortsansässigen Diktaturen als Demokratien zurückläßt oder sie dank dem Hinweis auf eine mögliche Verlängerung mit zusätzlichen Gastspielen davon überzeugt, es lieber gleich freiwillig mit etwas mehr Mitsprache für die eigenen Bürger zu probieren, versucht sich der Chef der "Friedensmacht Deutschland" im wesentlichen in seinem Nebenjob als Außendienstmitarbeiter der heimischen (Rüstungs)industrie.

Worte wie Freiheit oder Demokratie tauchen folglich im Bericht über das Wirken unseres Wüstensohnes unter der Wüstensonne überhaupt nicht erst auf. Der Transrapid läßt sich einem autokratischen Scheich, der nicht weiß wohin mit dem geraubten Geld, eben eher aufschwatzen als einer rechtmäßigen Regierung, die ob einer derartigen Verschwendung von Steuereinnahmen vielleicht um ihre Wiederwahl fürchten müßte. Da würden irritierende Hinweise auf die aktuellen politischen Entwicklungen in der Nachbarschaft nur stören.

Aber klar, die Deutschen sind natürlich den Yankees trotzdem auch weiterhin moralisch haushoch überlegen. Was ist schon das Gerede von Demokratie in fernen Ländern gegen volle Auftragsbücher kurz vor einer entscheidenden Landtagswahl? Denn wer wählt letztlich unseren Kanzler - die armen Teufel, denen vielleicht morgen schon die Hand abgehackt wird, die er gestern noch publikumswirksam geschüttelt hat, oder die deutschen Arbeitnehmer, deren Job der Genosse der Bosse gerade eben gerettet zu haben scheint? Na also. Manchmal muß man eben Prioritäten setzen.

08/03/2005

Der arabische Kanzler

(Von Greg B. Grabinski)

Bundeskanzler Gerhard Schröder zieht eine positive Bilanz seiner einwöchigen Arabienreise: Die deutschen Unternehmer lobten ihn als Türöffner, die Vereinigten Arabischen Emirate kaufen 32 “Fuchs”-Spürpanzer, Siemens erhält einen Auftrag für ein Dampfturbinenwerk und vielleicht düst eines Tages auch einmal der Transrapid durch die Wüste.

Ich weiss wirklich nicht was geiler ist: Dass der Kanzler sich zur Hure für Diktaturen macht um seinen persönlichen fünf Buchstaben zu retten oder dass dies die Medien und Kommentatoren nicht weiter stört.

Kann sich jemand auch nur annährend vorstellen, was los wäre, wenn nur irgend ein fast schon auf der Strasse sitzender Sekräter der Bush-Adminstration nach Ryiad gefahren wäre um die Ausbreitung von McDonald’s in Saudi Arabien im Einklang mit der Scharia zu diskutieren? Es darf angenommen werden, dass »Heuchler« die mildeste Bezeichnung wäre und »Kein Blut für Hamburger«-Demos noch die Netteren sein würden. Natürlich würden die besonders Intellektuellen nicht warten um die Diskrimination der Schweine zu denunzieren, weil nach dem islamischem Recht kein Schweinefleisch gegessen werden darf. Mal abgesehen von den Globalisierungskritikern, welche die vorletzte Bastion (vor Nordkorea) des aufrichtigen Widerstands gegen den teuflischen US-amerikanischen (Kultur-)Imperialismus einstürzen sehen müssen.

Da aber keine amerikanische oder jüdische Hand im Spiel ist werden die Vereinigten Arabischen Emirate bald mit Füchsen durch die Wüste brettern, während die Grünen lautstark gegen Lieferungen von militärischen Geräten und Fahrzeugen an Israel protestieren werden, weil diese gegen Palästinenser verwendet werden könnten. Denn merke: Frauenunterdrückung und Missachtung von Menschenrechten ist Teil einer Kultur, aber Selbstverteidigung gegen Leute die auf dem Wege zu den 72 Jungfrauen in regelmässigen Abständen die Abkürzung über israelische Diskotheken und Busse nehmen, ist moralisch verwerflich. So werden wohl die ersten Transrapids eher einigen Scheichs dienen um von Frau zu Frau zu fetzen als sie Berlin und Hamburg verbinden werden, denn zumindest die Grünen sind der arabischen Welt bisland erspart geblieben.

George W. Bush spricht von Demokratie im Nahen Osten und setzt dies so gut es geht um, wird aber für die Flecken auf der weissen Weste - für die eher seine Vorgänger als er verantwortlich sind - zerrissen. Der Bundeskanzler bekleckt sich dagegen wie ein Dreijähriger - und es stört keinen, weil er ehrlich zu totalitären Regimen steht und Austellungen zur 75-jährigen saudisch-deutschen Freundschaft eröffnet. Die Welt ist ungerecht. Die Medien auch.