Verkauft nicht an Juden
(Von Greg B. Grabinski)
Irgendwie bin ich mir nicht sicher, warum die folgende Nachricht keinen Aufschrei produziert. Ich würde es gerne wissen. Hätten die Medien es denn tatsächlich geschafft in den Köpfen der Menschen das Bild von Israel als Wurzel allen Übels festzusetzen? Glaubt der berühmte Otto Normalbürger mittlerweile, dass Israel eine Angriffsmacht ist, welche die Palästinenser auslöschen würde, wenn sie nur die militärische Macht dazu hätte?
Es geht um 103 Dingo-Transportfahrzeuge, die nach Israel gehen sollen. Der Dingo ist ein minengeschütztes Fahrzeug auf der Basis des Unimog. Die Dingos für Israel soll nach Informationen der “Bild”-Zeitung das US-Unternehmen Textron in Lizenz des deutschen Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann bauen. Der Auftrag hat einen Wert von 90 Millionen Euro.
Wie das Blatt berichtete, stellt sich die rot-grüne Bundesregierung gegen eine Lieferung der gepanzerten Wagen.
Rot-Grün also. Das ist der Verein, dessen Führer - der sich gleichzeitig für Deutschlands König hält, aber seine Haare nicht färbt - Waffen an die rote Friedensmacht China verticken will. Na gut, ein Grüner (die Restlichen verweigerten dem Mann von Doris Schröder-Kopf »demonstrativ« den Applaus. Das wird es dem Gerd sicher geben, liebe Grüne!) stemmte sich dagegen, aber ansonten ist man lieber an der Macht, als dass man sich mit Prinzipien beschäftigen würde. Und vor kurzem schickten die grünen Pseudo-Moral-Apostel noch ihre Chefverschwörungstheoretikerin in die arabischen Diktaturen auf Waffenverkaufstour.
Aber wenn es dann darum geht, ein paar minensichere Transportfahrzeuge in die erste (mittlerweile, dank den USA, nicht mehr die einzige) Demokratie des Nahen Ostens zu schicken, ja dann schillern die Gutmenschglocken. Schliesslich will ja Israel den ganzen Nahen Osten jüdisieren, wenn nicht die gesamte Welt (wozu sie die Hilfe der NeoCons in Anspruch nehmen). Das muss natürlich verhindert werden! Nie wieder deutscher Krieg, nie wieder deutsche Waffen im Krieg. Es sei denn, sie werden von menschenverachtenden Diktaturen, dann ist es okay. Aus Solidaritätsgründen. Sonst verkauft den armen Hünden keiner Waffen.
Der CSU-Verteidigungsexperte Christian Schmidt sagte der Zeitung: “Der Dingo ist keine Angriffswaffe. Eine Zusage der Bundesregierung wäre anlässlich des 40. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel eine schöne Geste.”
Oder Rot-Grün könnte ehrlich sein und folgendes kurzes, aber deutliches Statement abgeben: »40 Jahre lang haben wir so getan, als wären wir bemüht, mit euch gute Beziehungen zu haben. Im Grunde seid es ja ihr Juden, die uns Deutschen einen Haufen Probleme bescheren. Wir haben versucht euch auszulöschen, aber ihr seid so ungemein widerstandskräftig und nun haben wir ein schlechtes Gewissen. Es ist ja schon geradezu frech von euch Juden, von uns Deutschen zu verlangen, dass wir euch jetzt mögen sollen. Das tun wir nämlich immer noch nicht: Ihr habt ja immer noch die gleichen Nasen und wollt die Welt beherrschen. Und jetzt wollt ihr noch militärisches Gerät? Dazu noch von uns? Come on!«
»Zudem dem würdet ihr es doch gegen die armen Palästinenser verwenden. Wenn ihr die alle umbringen würdet, dann stärbe unsere Arafat-Tuch-Industrie und ihr hättet ein schlechtes Gewissen. Obwohl, habt ihr überhaupt eines? Denn immer öfter müssen wir als Eueres dienen. Wisst ihr, wir geben - obwohl wir hoffnungslos verschuldet sind - der palästinensischen Regierung immense Summen und schaut euch ‘mal deren Kinder an: Die haben keine Spielzeuge und werfen deshalb Steine auf israelische Panzer. Jugendliche haben kein Geld für Clearasil und sprengen sich deshalb in Tel Aviver Cafés in die Luft um so endlich Sex (im Paradis, man kann also vor niemandem prahlen, aber immerhin) zu haben. Ja, jetzt sind wir uns sicher, ihr habt kein Gewissen. Dankt uns, dass wir es entgeltungslos für euch sind!«
»Wenn ihr uns nun fragt, wieso wir Waffen an China und euere arabischen Nachbarn verkaufen, dann verstehen wir euere Blindheit nicht: Das sind freie Staaten, die keine Gebiete unrechtsmässig besetzen und niemals erwägen würden, einem demokratischen Land den Krieg anzudrohen. Ausserdem haben wir aus dem Holocaust etwas gelernt: Besser nicht selber machen, Opfer können nachtragend sein!«
»Wenn ihr uns jetzt entschuldigt, wir müssen weg: Teheran könnte uns böse sein, wenn wir zu lange mit euch labern. Heil… ähh, Shalom!«