Die Dekadenz des Scott Ritter
(Von Greg B. Grabinski)
Wenn jemand noch irgend einen Beweis brauchte, dass die führenden Köpfe der UNO schlicht und ergreifend unzurechnungfähig, realitätsfremd, mental schwer angeschlagen und im besten Falle einfach nur Aufmerksamkeit will, kriegt ihn jetzt vom ehemaligen »Waffeninspektor« Scott Ritter, welcher sich von Saddam aufs Üblste verarschen lassen hat. Wenn jemand, der halbwegs bei seinen Sinnen ist, nach den verschwundenen Milliarden des Irakes durch das Oil-for-Food-Programm, nach den vergewaltigten Mädchen im Kongo im Rahmen der »humanitären« Aktion der UNO dort, noch etwas brauchte, um sich zu überzeugen, dass ein grosser Teil der UNO in einer Irrenanstalt besser aufgehoben wäre, als an einem Ort, von welchem sie von Zeit zu Zeit einen Hauch von Macht haben, der sollte sich den »Essay« von Scott Ritter bei - Achtung, hier kommt's - Al-Jazeera durchlesen. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt: Er bewegt sich ungefähr auf indymedia-Niveau.
Scott Ritter hat ein einzigartiges CV: Nachrichtenoffizier bei den Marines, dann Waffeninspektor der UNO im Irak. 1998 verzweifelte er, weil Clinton angeblich zu wenig Druck auf Saddam ausübte. Als er abtrat, behauptete er, dass Saddam bloss das spaltbare Material zur Atombombe fehlen würde. Die nächsten Jahre kamen ihm nicht gut: Zweimal versuchte er angeblich minderjährige Mädchen anzulocken und