Mediale Präventivschläge II
(Von Wuldorblogger)
Wie ich bereits kürzlich hier argumentiert habe, scheinen sich die deutschen Medien zunehmend in Richtung Vorwärtsverteidigung gegen die Blogger zu bewegen. Der damals von mir behandelte Artikel in der "Süddeutschen Zeitung" ist in dieser Hinsicht allerdings ein Klacks gegenüber dem, was "FAZ"-Autorin Nina Rehfeld in ihrem Artikel "Die Blogger sind los" fertig bringt. Achtung: Es wird ein langes Posting - aber ich behaupte mal, es ist die Lesezeit wert.
Worum geht es? CNN-Nachrichtenchef Eason Jordan is vor einigen Tagen zurückgetreten, nachdem er unter Druck geriet, weil er angeblich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos behauptet hatte, US-Soldaten würden im Irak gezielt journalisten töten, ohne dafür Beweise vorzulegen.
Im ersten Moment habe ich mich gefreut, hierüber überhaupt mal etwas in den deutschen Medien zu finden, denn die meisten schienen es nicht für besonders wichtig zu halten, daß einer der mächtigsten Männer des wohl wichtigsten Nachrichtensenders der Welt scheinbar das US-Militär mit schweren, aber unbewiesenen Anschuldigungen belastete. Wichtiger schien da manchem die Story eines schwulen, unbekannten konservativen Internetjournalisten, der angeblich über seltsame Wege Zugang zu Pressekonferenzen im Weißen Haus erhielt.
Aber nun zum Artikel. ...
"An alle Leser, Kommentatoren, E-Mailer und Blogger, die sich an dieser Sache beteiligt haben", hieß es auf "Easongate.com", einer eigens zur Verfolgung Easons gegründeten Internetseite: "Danke. Dies ist ein Sieg für jeden Soldaten, der diesem Land ehrenwert gedient hat." Bei "Chronwatch.com" hieß es: "Anders als die Mainstream-Medien sind wir im Geschäft der Wahrheit."
(Daß Frau Rehfeld mit Herrn Jordan offenbar auf "Du"-Basis verkehrt (warum sonst nennt sie ihn hier und in der Folge "Eason"), übergehe ich einmal.)
So beginnt Frau Rehfeld, und ist damit schon einmal in zweierlei Hinsicht unredlich. Denn erstens erweckt sie den Eindruck, die Blogger hätten eine Kampagne zur Entlassung Jordans betrieben - was nicht stimmt. Vielmehr forderten sie eine Klärung der Vorwürfe (mehr dazu unten), und waren deshalb auch keineswegs so uneingeschränkt zufrieden über Jordans Rücktritt - gerade weil es dadurch möglich wurde, eine Aufklärung zu vermeiden. Insbesondere "Easongate.com" hat vielmehr eine Online-Petition betrieben, in der es darum ging, CNNs Mauertaktik zu beenden – nicht, Jordans Rücktritt zu verlangen. Diesen forderte man nur für den Fall, dass sich erweisen sollte, dass Jordan tatsächlich US-Soldaten der gezielten Tötung von Journalisten bezichtigt habe - wahrlich keine illegitime Haltung.
Zweitens ist "chronwatch.com" einer der letzten Blogs, den es zum Thema "Easongate" zu zitieren gelten würde. Vorangetrieben haben diese Story drei klassische Journalisten, die zugleich bloggen (Hugh Hewitt, Michelle Malkin und Jim Geraghty vom "TKS" des "National Review") sowie etwa die Blogs "Powerline", "Little Green Footballs", "Captain's Quarters" und auch der - liberale ! - Blogger und Journalist Mickey Kaus.
"Tatsächlich sollten sich die selbsternannten Wahrheitswächter einer beispiellosen Hexenjagd durchaus schämen."
Wir merken uns bitte "Hexenjagd" und schauen gleich auf die Fakten.
"Denn die "Wahrheit" darüber, was Eason auf einer Podiumsdiskussion des Weltwirtschaftsforums in Davos Ende Januar genau gesagt hat, liegt bis heute im dunkeln. Zwar existiert ein Videoband, das die Podiumsdiskussion zum Thema "Wird die Demokratie die Medien überleben?" dokumentierte, doch das Forum weigert sich bislang, es zu veröffentlichen. "
Zunächst ist es richtig, daß nicht endgültig geklärt ist, was Jordan in Davos gesagt hat. Wie Frau Rehfeld aber in der Folge selbst schreibt:
"übereinstimmend berichteten die Zeugen der Diskussion (darunter der Nachrichtenchef von BBC, ein demokratischer Kongreßabgeordneter und ein Journalist des "Wall Street Journal") bisher allenfalls, daß Jordan behauptete, zumindest zwölf der bislang über sechzig getöteten Journalisten im Irak seien keine "Kollateralschäden", sondern gezielt umgebracht worden."
Sie sagt "allenfalls". Ich sage, das ist schon einmal ganz schön starker Tobak, und entspricht ziemlich genau dem, was die Blogger behauptet haben. Und es bleibt nicht ohne Folgen. Während nämlich Frau Rehfeld gemütlich in ihrem Bürosessel sitzt und sich über die "Hexenjagd" der Blogger empört, veröffentlichte al-Dschasira im Zuge der Jordan-Debatte eine Flash-Animation / Karikatur, die einen US-Soldaten mit einer auf einen Journalisten gerichteten Panzerfaust zeigt:
Ich glaube irgendwie nicht, daß knapp 130.000 GIs im Irak das besonders witzig finden.
Hanebüchen ist aber vor allem das Argument mit der ausbleibenden Aufklärung - genau die haben die Blogger ja immer wieder eingefordert, nur daß die "Mainstream-Medien" das Thema über zwei Wochen lang ignorierten und weder Jordan noch CNN irgendetwas Namhaftes dazu beitrugen. Und das besagte Tonband wird nicht zufällig von den Leuten aus Davos nicht freigegeben. Es war sogar einem Blogger schon zugesagt worden, aber diese Zusage hat der Verantwortliche in Davos "plötzlich" zurückziehen müssen, da sich "nicht alle Seiten mit einer Veröffentlichung einverstanden erklärt hätten". Die Blogger, allen voran Easongate.com, haben Jordan immer wieder aufgefordert, einer Freigabe des Bandes zuzustimmen. Er hat es bis heute nicht getan.
"So hat das Blog-Tribunal sein Urteil eben auf Hörensagen aufgebaut. Mag da noch jemand behaupten, die Blogger seien moderne Journalisten?"
Die Blogger haben ihr Urteil aufgebaut auf der vermeintlichen Aussage Jordans, den Aussagen der Zeugen vor Ort sowie Jordans fragwürdigen Reaktion hierauf. Ganz nebenbei hat aber etwa Ed Morrissey von "Captain's Quarters" nachgewiesen, daß Jordan auch vor Davos schon ähnlich fragwürdige Behauptungen aufgestellt hat, inklusive dem in Portugal ohne Vorlage von Beweisen erhobenen Vorwurf der Folter gegenüber Journalisten, hier zitiert im englischen „Guardian“:
"Actions speak louder than words. The reality is that at least 10 journalists have been killed by the US military, and according to reports I believe to be true journalists have been arrested and tortured by US forces."
"Um im Interpretationswirrwarr um seine Äußerungen Glaubwürdigkeitsschaden von CNN abzuwenden, nahm Jordan seinen Hut."
Und später:
"So fand Eason Jordan in der frei flottierenden Gerüchteküche weder die Zeit noch den Raum für eine authentische Klarstellung des Geschehens, die Blogger hatten ihn mit ihrer Urteilsschnelligkeit schlicht überrannt."
Der Witz des Jahres. Die Davos-Äußerungen waren mehr als zwei Wochen vor Jordans Rücktritt Top-Thema in der "Blogosphäre". Jordan hatte jede Zeit der Welt zu einer Klärung. Er hat nichts dazu beigetragen außer einer halbherzigen Erklärung, er habe nicht gemeint, Journalisten seien gezielt deswegen getötet worden, weil sie Journalisten seien, sie seien halt nur gezielt getötet worden. Jordan hätte nur ein knappes „ja!“ zur Veröffentlichung der Videoaufnahmen äußern müssen und hätte sich damit problemlos entlasten können.
Darüber hinaus haben die Medien das Thema fast in diesen ganzen zwei Wochen nicht behandelt - die meisten berichteten erstmals über "Easongate" bei Jordans Rücktritt. Auf gut Deutsch: Jordan hatte keinen öffentlichen Druck auf seinen Schultern. Nur wenige außerhalb der Blogs wußten überhaupt von der Story, und selbst innerhalb der "Blogosphäre" forderte so gut wie niemand seinen Rücktritt. Er ist nicht das Opfer einer Kampagne geworden. Allenfalls das seines Gewissens.
Nun ein paar Worte von Frau Rehfeld zu Blogs insgesamt:
"Auftrieb bekamen Blogs nach den Terroranschlägen vom 11.September 2001, als zahlreiche Internetnutzer das Bedürfnis verspürten, offene Fragen und umfangreiche Verschwörungstheorien zu diskutieren."
Ohne Worte. "Offene Fragen und umfangreiche Verschwörungstheorien". Sonst nichts.
Zum Thema "Rathergate" folgendes:
"Eine rasch wachsende Blog-Diskussion um die Echtheit der Bush-Memos, die Dan Rather im September bei CBS präsentierte, zwangen den Moderator schließlich, zuzugeben, daß der Sender die Authentizität der Dokumente nicht garantieren könne."
Das folgt der schon in dem "SZ"-Artikel verfolgten Linie, so zu tun, als sei die Authentizität der Dokumente immer noch ungeklärt und hinterläßt einen fragwürdigen Eindruck, was die Rolle der Blogger betrifft.
Stattdessen könnte man aber auch darauf hinweisen, daß jeder Idiot hätte sehen müssen, daß es es sich nicht um Schreibmaschinendokumente aus den 1970ern handelt, sondern um mit Standardeinstellungen verfaßte Microsoft-Word-Dokumente. Ein paar „Hexenjäger“ in Schlafanzügen haben das vor ihren PC-Bildschirmen umgehend gemerkt. Die so professionellen Journalisten, denen man viel eher trauen kann, nicht. (Oder sie haben es nicht merken wollen.)
Spätestens nachdem Charles Johnson von "Little Green Footballs" das "smoking memo" gepostet hatte, das die CBS-"Dokumente" und seine eigene Word-Nachahmung übereinanderlegte, hätte man bei CBS kapitulieren müssen.

Stattdessen hat man 14 Tage darauf bestanden, die Dokumente seien echt. Und gibt bis heute nicht zu, daß man auf plumpste Fälschungen hereingefallen ist.
"Zuletzt brachten die Blogger den Fall des Korrespondenten Jeff Gannon alias James Gluckert im Weißen Haus aufs Tapet, der es unter Pseudonym ins Pressekorps schaffte. "
Der Mann heißt Guckert, nicht Gluckert.
"Und nicht zufällig teilt sich die amerikanische Blogosphäre sauber in Konservative und Liberale, die beiderseits zur Jagd auf Größen der Mediengesellschaft - jeweils aus dem anderen Lager - blasen. An Anzahl und Prominenz ihrer Opfer bemißt die Blog-Gemeinde, darin ganz ähnlich der Klatschpresse, ihre Macht."
Als wenn die Blogger mit einer "Most Wanted"-Liste vor dem Rechner sitzen und einen nach dem anderen abarbeiten würden! Die Blogger werden immer dann aktiv, wenn Leute sich scheinbar dicke Fehlleistungen erlaubt haben. Haben sie das nicht, werden die Blogger keinen Erfolg haben. Stimmen die Anschuldigungen, dann haben sie es - und der Betroffene kann sich bei sich selbst bedanken. Dan Rather, Eason Jordan und "Jeff Gannon" haben - wenn auch in unterschiedlichem Maße - Mist gebaut. Nur deshalb haben die Blogger hier Erfolg haben können. Sie sind keine "Opfer". Sie werden nur für ihre Fehler zur Verantwortung gezogen.
"Wie zur Illustration stolperte der prominente Blogger Matt Drugde am selben Tag, als er in seinem "Drudge Report" veröffentlichte, mehrere Mitglieder der Oscar-Academy fürchteten um den Ruf der Veranstaltung, nachdem der designierte Moderator Chris Rock dem Magazin "Entertainment Weekly" gesagt hatte: "Welcher heterosexuelle schwarze Mann guckt schon die Oscars?" Und: "Preisverleihungen für Kunst sind lächerlich." Doch der gewünschte Skandal blieb aus, die "Washington Post" verlieh Drudge sogar hämisch den "Oscar für Ahnungslosigkeit". Und der Organisator der Veranstaltung, Gil Cates, seufzte nur: "Der Mann ist Komiker, um Himmels willen!" Bei der Humorlosigkeit der Blogger hätte es aber auch anders ausgehen können."
Zunächst einmal ist Drudge nur mit sehr viel gutem Willen ein Blogger im klassischen Sinne - er ist viel eher eine Art konservative Internet-Bild-Zeitung. Dann ist es prinzipiell kein Wunder, wenn eine liberale Zeitung wie die "Washington Post" und ein vermutlich ultraliberaler Hollywood-Mensch einem konservativen Boulevard-Schlagzeilensammler widersprechen.
Wo hier ferner das empörend-unverantwortliche Verhalten von Drudge liegen soll, das der Kontext nahe legt, bleibt zumindest mir ein Geheimnis. Wieso soll Drudge nicht eine Meinung haben dürfen? Wieso soll er nicht Stimmen aus der Academy zitieren dürfen - so diese Stimmen authentisch sind? Was ist daran unverantwortlich? Was davon würde Frau Rehfeld als gute, verantwortungsbewußte Journalistin nicht tun?
Am Ende bleibt mir zu sagen: All das wäre im Prinzip zum Lachen, wenn es nicht handfeste Konsequenzen hätte. Denn es sind solche Verzerrungen wie dieser Artikel sie leistet, auf denen unser "Wissen" beruht, daß die Presse- und Meinungsfreiheit in den USA immer mehr beschnitten wird, von der Regierung und von "radikalen Bush-Anhängern". Ein lebhaftes Bild von den Reaktionen auf diese völlige Verzerrung der Fakten, mit der etwa Jordan zum "Blogger-Opfer" (so die Bildunterschrift bei der "FAZ") stilisiert wird, kann man sich beim österreichischen "Standard" machen, bei dem über die Story deutlich früher, allerdings nicht viel akkurater berichtet wurde. Schaut man dort auf die Kommentare zum Artikel so schreiben die Leser etwa:
Werden die USA ...
... jetzt ein faschistisches Land?
Dieser Artikel stimmt nachdenklich.
Menschenhetze gegen einen Topmanager eines Medienunternehmens, der etwas ausspricht, das die Masse der US-Bevölkerung schlicht und einfach nicht wahrhaben will. Blind vor Angst und Wut und Patriotismus?
Oder:
echt widerlich
wie das in den USA derzeit so läuft, da wird ein Journalist von den Rechten kritisiert und schon tritt er "freiwillig" (klar doch) zurück..."
Hätte ich einen meiner böseren Momente, würde ich sagen: Herzlichen Glückwunsch, zwei Fliegen mit einer Klappe: Bush-bashing und Blog-bashing auf einmal. Stattdessen sage ich einfach nur: armselig. Ganz, ganz armselig.

Was mir an diese ganzen Artikeln über Blogs lese, hört es sich nach Panik der Journalisten um ihren Job an. Jetzt egal ob es um Rechte oder Linke Blogs bzw Medien handelt. Irgendwie scheinen die auf einem Rückzugsgefecht zu sein
Blogs sind wie Zeitungen .. wenn man nur eine liest wird man immer einseitig Informiert. Deswegen lese ich mir das ja auch hier durch als alter langhaariger Bombenleger mit wurzeln aus der katholischer Arbeiterbewegung und ex Pfadfinder.
Kommentiert von: martin | 01/03/2005 at 06:38
Eine gute Nachricht! Je offenkundiger die Schwächen der MSM werden, desto größer die Panik gegenüber Bloggern, und desto absurder die Schmähartikel. Ohne den historischen Vergleich überstrapazieren zu wollen, aber ähnlich verhielt sich auch die DDR-Presse im Sommer 1989. Weiter so!
Kommentiert von: Simon | 01/03/2005 at 12:07
Da spürt wohl jemand, wie die Felle davonschwimmen, ha. Bin ja mal gespannt, wie die Polemik innerhalb der nächsten Monate ansteigen wird, uns als Hexenjäger zu stigmatisieren ist ja schon ein 'toller' Anfang...
Wuldor sollte eigentlich versuchen, seine Antwort an die FAZ zu schicken. Die drucken doch sonst auch jeden Schmodder als Leserbrief, warum nicht auch mal sowas fundiertes. Eine quasi inoffizielle Gegendarstellung würde die MSM in meinen Augen an Ansehen gewinnen lassen. Obwohl ich nicht dran glaube...
Kommentiert von: Wired | 01/03/2005 at 12:33
NOTIZ AM RANDE:
Für alle, die sich wundern: Die letzten beiden Absätze gehören eigentlich an den Anfang, hinter den ersten Absatz.
Irgendwas ist da bei mir schief gelaufen... Wird aber korrigiert... Bis dahin bitte einfach beide Absätze an die richtige Stelle "denken". ;-)
Kommentiert von: Wuldorblogger | 01/03/2005 at 13:50
NOCHMAL ICH:
Mein kleiner Patzer ist jetzt korrigiert worden, und der Text so, wie er sein sollte.
Kommentiert von: Wuldorblogger | 01/03/2005 at 15:05
Dan Rather glaubt immer noch nicht, dass die Faelschungen Faelschungen sind. Die Frage ist warum Eason Jordan zurueckgetreten war. Er ist am einen Freitag zurueckgetreten, am vorigen Donnerstag schien es, dass der Skandal die Luft ausgeblasen wurde. Jordan haette ueberleben koennen. Die Spekulation ist, dass CNN diese Chance genommen hat, um Jordan ueberbord zu werfen, weil sie das sowieso tun wollte.
Die Video von Davos wurde nicht frei gegeben, aber wenn sie Jordan geholfen werden wuerde, haette Jordan bestimmt die Video in die Hand bekommen. Es gab wirklich keinen Streit ueber was Jordan gesagt hat. Er behauptet, dass die Amerikanische Militaer Journalisten gezielt getoetet hat. Wenn befragt, hatte Jordan keine Evidenz dafuer. Basta! Ein hochgestellter CNN Newsman hat brisante Anklage gemacht, ohne irgendeine Beweisstuecke daruer zu geben. Das bezieht direkt auf CNNs Glaubwuerdigkeit als eine Nachrichtenorganization. CNN hat lange Problem mit dem Amerikanischen Volk wegen ihrer Glaubwuerdigkeit. Fuer acht lange Jahre kennt man CNN als Clinton News Network, seitdem als Commie News Network.
Jordan war zu viel fuer das sinkende CNN zu verkraften. CNN ist mehr ein International Network, im Vergleich zu Fox News, nicht viele Amerikaner schauen zu. Noch ein anti-Amerikanisches Skandal konnte CNN total sinken hier in USA.
Kommentiert von: Jabba the Tutt | 01/03/2005 at 16:13
Und so werden die deutschen Medienverbraucher "informiert"...
Kein Wort über Swift Veterans, Rathergate, Eason Jordan, etc, und dann, wenn diese Ereignisse die Geschehnisse entscheidend beeinflüssen, werden sie nur mit einigen Worten erwähnt, als fait accompli. So, damit wurden die Leser "informiert" und die Medien habe ihre Pflicht getan. Schnauze halten!
Die Leser haben zwar nicht die geringste Ahnung worum es geht, warum etwas passiert ist und in wie fern das von Wichthigkeit ist, aber die Medien haben keine Gewissenbisse, dass sie die Verbraucher Geiseln halten. Und warum sollte diese Einstellung nicht klappen, wenn ALLE Medien so vorgehen? Die Gleichschaltung macht alles möglich. Was man nicht kennt kann man auch nicht vermissen. Die Medienverbraucher sind wie Zuschauer die ins Theater gehen mitten in der Ausführung und nach fünf Minuten herausgejagt werden. Sie haben zwar nichts von dem Ganzen mitgekriegt, aber sie waren im Theater, nicht wahr?
Jemand sagte die Medien verhalten sich wie die DDR-Presse. Leider stimmt das nicht, heute ist es viel schlimmer. Die DDR-Presse hatte eine Entschuldigung, die damalige Zensur war auf einer tiefen Angst gebaut. Die heutige Zensur kommt nicht mehr von oben, sondern aus der inneren Ideologie. Die ständige Zensur aus tiefer Überzeugung ist deutlich gefährlicher für eine Demokratie. Die Ergebnisse dieser ideologischen Manipulation spiegelt sich wieder in der Meinung der Deutschen über die USA und Bush. Total uninformiert, dafür aber sehr aggressiv.
Wird sich etwas ändern, wird irgendwann der Wahrheit erlaubt in den deutschen Medienhochburgen zurückzukehren? Nein, solange die Wahrheit die innere ideologische Überzeugung auch im geringsten stört. Diese Manipulation passiert aber nicht in einem Vakuum. Die ständige gezielte Volksverdümmung hypnotisiert die breite Masse und macht sie empfänglich für, und einige sogar süchtig nach immer stärkerem Stoff. Der Schlaf der Vernunft erzeugt Monster! Vor allem den Deutschen sollte das bekannt sein. Aber wie soll man sich dagegen wehren, wenn einem ständig gesagt wird er schläft nicht, nein, im Gegenteil, niemand ist so wach wie er.
Kommentiert von: WhatDoIKnow | 01/03/2005 at 17:41
@ WDIK
Toller Kommentar - du hast die traurige Situation in Deutschland mMn gut beschrieben.
Die Medienverbraucher werden dumm gehalten, an der Nase herumgeführt und merken nix davon. Die Informationslücke sieht man deutlich an der Verwirrung bei manchen sporadischen Besuchern, wenn sie hier mit "neuen Informationen" konfrontiert werden.
Aber genau dafür ist ja Medienkritik da! :-)
Kommentiert von: Schakal | 02/03/2005 at 04:23
Man darf nicht vergessen dass Eason Jordan auch zugestanden hat dass sein Sender (CNN) Nachrichten aus Saddam's Bagdad vermindert hat wenn sie Saddam nich zugunste waren. Damit hat Jordan sein exclusiv verteidigen koennen. Ich weine ueber den verlust diesen "Journalist"
Kommentiert von: TRitter | 02/03/2005 at 23:54