Kritischer Dialog und amerikanische Alternativen
(Von Greg B. Grabinski)
Mit einer groß angelegten Täuschungsaktion will sich Iran nach Geheimdiensterkenntnissen den Bau einer Atombombe ermöglichen. Ein übergelaufener Diplomat habe berichtet, dass die Pläne, um Nuklearmaterial heimlich abzuzweigen, bereits ausgearbeitet sind.
Wirklich? Das konnte doch keiner ahnen (ausser den paranoiden Amis)! Die Mullahs sind doch liebe Zeitgenossen, die nie und nimmer eine Atom-Bombe bauen wollen, nicht wahr, Herr Putin? Warum auch? Schliesslich wollen sie ja nur Israel ins Meer bomben. Nicht mehr.
Die Fronten zwischen Teheran und den Europäern haben sich wieder verhärtet.
Na hoffentlich! Wird endlich Zeit, dass man die Mullahs wie menschenverachtende Diktatoren behandelt und nicht wie kleine Kinder denen man ein Spielzeug abnehmen will! Aber verehrte Europäer, passt auf, denn die an der Macht sitzenden Kinderficker drohen, dass sie die Produktion des Kernbrennstoffes wieder aufnehmen wollen (der Stopp war eine »vertrauensfördernde Massnahme« und dass der Nahe Osten »noch instabiler« (Nicht vergessen: Stabilität ist Europas Religion) wird, wenn der Fall vor dem Sicherheitsrat landet. Ja, so schaut freundlicher, kritischer und effektiver Dialog aus!
Zum Glück gibt es Hinweise, dass die Bush-Adminstration einen Plan hat, der weit ausgeklügelter ist, als es alle »Kritiker« und Seymour Hersh-Fans glauben: Besetzung der höchst umstrittenen Insel Abu Musa. Dies würde eine mögliche nationalistische Gegenreaktion der Iraner verhindern, die sie in die Arme der Mullahs treiben könnte. Es könnte ihnen zeigen, dass man sie befreien will, ohne ihr Leben und ihre Infrastruktur aufs Spiel zu setzen und dass man tatsächlich mit ihnen ist. Den Rest könnte das Volk selbst erledigen, denn die Revolutionswächter sagen, dass die Gesellschaft in einem »unstabilem Zustand« ist und dass sie einen Aufstand in Teheran, der länger als 6 Stunden dauert, nicht bändigen könnten.
Viel Glück, liebe Iraner! Lasst euch von den Europäern nicht zu weiteren Jahren Mullahhaft zwingen!
"Die Fronten zwischen Teheran und den Europäern haben sich wieder verhärtet."
Oh nein!
Was soll denn das eigentlich bedeuten?
Dutzen sich Joschka Fischer und die Mullahs jetzt nicht mehr? Besucht sie Chirac nicht mehr während ihrem Urlaub an der Riviera? Kriegt die iranische Regierung keinen Earl Grey Tea mehr aus London?
Ha! Da werden die Iraner wohl genau überlegen müssen, bevor sie versuchen die Europäer nochmal reinzulegen!
Kommentiert von: GermanByChoice | 10/03/2005 um 02:58
`Das konnte doch keiner ahnen (ausser den paranoiden Amis)!´
Ja, endlich mal einer der sagt wie es ist. Die blöden hasserfüllten Deutschen Hippies sollten endlich auf Angaben von "übergelaufenen" "Diplomaten" hören, die ja schon bei der letzten Invasion ihre "Zuverlässigkeit" unter Beweis stellen konnten.
"Es könnte ihnen zeigen, dass man sie befreien will"
Das iranische Volk befreien, hm, vielleicht hätte man dann damals nicht den `Zitat Greg B.: "Kinderficker" Zitatende´ von Schah unterstützen sollen, der dem iranischen Volk äusserst deutlich gezeigt hat, wie sehr die Herren im Weißen Haus sich einen freien Iran wünschen.
"Den Rest könnte das Volk selbst erledigen."
Selbst erledigen? So wie 1979?
Kommentiert von: Maksim | 10/03/2005 um 12:32
Ich finde auch schrecklich, dass Iran die Atombombe bauen will, aber bitte Iran nicht angreifen. Darunter müssen nur wieder die kleinen Leute leiden, nicht die Mullahs. :(
Kommentiert von: Kelly | 10/03/2005 um 14:01
@ Kelly
Was würdest du als realistische Alternative vorschlagen, sollten die Mullahs nicht auf Diplomatie und wirtschaftliche Sanktionen reagieren? Was ist mit den vielen Kindern in z.B. Israel, die nicht evtl. zwischen zwei Fronten geraten sondern die ganz gezielt umgebracht werden?
Kommentiert von: GermanByChoice | 10/03/2005 um 14:41
Atombomben dürfen ja schließlich bloß die Amerikaner besitzen. Die haben übrigens auch wieder ein neues Atom-Programm auf die Beine gestellt um neue Bomben zu bauen. Aber das hab ich hier irgendwie nicht gelesen, komisch. Achja jetzt weiß ich wieder: die Mullahs wollen die Bombe ja auch einsetzen und die Amis haben sie nur zur "Sicherheit". Ganz vergessen...
Kommentiert von: Meister Lampe | 10/03/2005 um 16:43
Maksim,
Du weiser Mensch, willkommen in der Gegenwart. Wenn Du das vor Jahrzehnten geschehene rueckgaengig machen kannst, dann bitte ich dich mit all der Liebe die ich dir nur geben kann darum.
Danke
GBG
Kommentiert von: greg | 10/03/2005 um 17:34
@ Meister Lampe
OK, ich gebe mich geschlagen. Du hast natürlich völlig Recht.
Wir sollten dem Iran in seiner Absicht unterstützen, einige Atombomben zu bauen. Das wäre ja nur fair, da die USA sie auch hat.
Warum eigentlich mit dem Iran aufhören? Wo liegt der Unterschied? Eigentlich sollte jedes Land seine paar Atombomben haben, da die USA sie auch hat: Sudan, Serbien, Irak, Nordkorea, Kongo, Ruanda, Palestina...
Kommentiert von: GermanByChoice | 10/03/2005 um 17:36
eben gleiches recht für alle
Kommentiert von: | 10/03/2005 um 17:41
Meister Lampe:
Iran hat den Atomsperrvertrag unterschrieben, Israel nicht.
Der Iran ist also klar vertragsbrüchig, Israel NICHT! Und iranische A-Waffen gefährdeten - nach Israel - zu allererst Europa, nicht die USA! Was den USA Sorgen macht ist, daß dieses Europa nicht in der Lage ist sich selbst zu verteidigen - dank der Friedensbewegung und dem realitätsfernen Ansinnen "Schwerter zu Pflugscharen" - und im Falle eines bewaffneten Konfliktes die US-Soldaten ihren Kopf hinhalten müßten. A-Waffen für den Iran würde eine gefährliche militärische Umstrukturierung des gesamten NOs bedeuten. Im Falle, daß die EU die Türkei aufnimmt, ist Europa dann direkter Nachbar und somit am meisten gefährdet.
Eines finde ich aber immer ganz lustig: in den 70er/80er Jahren gingen die W-Deutschen auf die Straße um gegen die Atomwaffen - allerdings nur auf westlicher Seite - zu demonstrieren. Heute fordern sie diese Waffen am liebsten für jeden Unrechtsstaat ein, so es nur den USA und somit dem gesamten Westen schaden könnte.
Keine Demos gegen die Menschenrechtsverletzungen in N-Korea, im Iran, in Syrien, in Saudi-Arabien, in Ägypten, in.......da ist sich deutscher Gutmensch einfach zu schade dazu. Aber immer schön auf die USA eindreschen, das erleichtert das deutsche Hasenherz.
Kommentiert von: Guggi | 10/03/2005 um 22:38
@Guggi
Volle Zustimmung. Mit einer Ausnahme: Auch die Deutschen auf der östlichen Seite haben demonstriert. Sie wurden zu Tausenden vom Honecker-Regime auf die Straße getrieben. Die Demos im Westen passten dem Politbüro prima ins Konzept. In diesem Falle war dann "Schwerter zu Pflugscharen" ein Protest gegen das Regime und eine sehr brisante Parole.
Für die Friedensfreunde waren damals die Kommunisten das kleinere Übel und Honey&Co freuten sich drüber. Heute sind es die Mullahs, Baath-Faschisten und Terroristen jeder Schattierung.
Kommentiert von: S1IG | 10/03/2005 um 23:36
Betreffend dem Recht auf ein eigenes Atomwaffenarsenal eines jeden Staates nur soviel: Wie viele Träume wäre auch der Traum einer Atomwaffenfreien Welt ein schöner Traum - aber fern der Realität - Trotzdem hat eine kluge und erfolgreiche Politik dazu geführt, dass seit dem 2. WK verhältnismässig wenige Staaten in den Besitz dieser Waffe gekommen sind (Die USA haben z.B. in den 60er Jahren auch die Schweiz zurückgepfiffen als gewisse Kreise Atomare Pläne hatten.)
Im Zentrum dieser Bemühungen, die atomare Aufrüstung unter Kontrolle zu behalten, steht aber weniger das sogenannte Recht Atomwaffen zu besitzen, sondern vielmehr das Recht, nicht durch solche bedroht zu sein !!!, insbesondere nicht im Falle, und das ist eben neu gegenüber dem kalten Krieg, regionaler Konflikte. Wie gefährlich das werden kann hat man in der Indisch/Pakistanischen Auseinandersetzung gesehen: Das Gegenteil von Cricketspielen und neuen Busverbindungen (Entspannung) heisst jeweils gleich Raketentests, Atomsprengkörper - solche Zustände in anderen Ecken der Welt sollten wann immer möglich verhindert werden.
Das scheinen mittlerweile auch die Europäer erkannt zu haben - wobei es offensichtlich noch nicht wirklich vielen gedämmert hat, dass man eben selbst zum Ziel einer solchen Bedrohung werden könnte. Anderseits muss man dem Regime in Teheran zugestehen bis jetzt sehr erfolgreich gepokert zu haben. Aber. Die Alternative zu einem Stop des iranischen Programms, heisst: Kalter Krieg. Auf einen solchen steuern wir leider zurzeit rasch hinzu.
In Europa glauben leider immer noch zuviele Leute, Glasnost und Perestroika wären alleine der guten Laune von Gorbatchew entsprungen - sie sehen den friedlichen Zusammenbruch des eisernen Vohangs vollkommen verklärt als eine durch Verhandlungen und Abrüstungen erzielte Lösung, ja geradezu als Resultat einer starken Friedensbewegung - sie glauben auf dieser Basis auch mit islamischen Regimen Lösungen erzielen zu können. Ein schwerwiegender Irrtum.
Kommentiert von: TB | 10/03/2005 um 23:58
@ TB
Klasse Analyse :-)
Kommentiert von: GermanByChoice | 11/03/2005 um 01:38
@bushfucker: Warum surfst du nicht weiter irgendwohin, wo deine schmutzigen Fantasien, deine vorpubertäre Ausdrucksweise und deine offensichtliche geistige Hilflosigkeit niemandem auffallen? Tu uns den Gefallen, ok?
RAY D: Können wir sowas nicht einfach auskehren aus diesem Blog, was soll das bringen??
JR
Kommentiert von: JR | 11/03/2005 um 10:23
Ein übergelaufener Diplomat habe berichtet...
Warum nur muss ich dabei an Chalabi denken und die Pläne für irakische WMDs? Die Mullahs haben genug Gegner im eigenen Land die den Amis alles mögliche erzählen, damit diese die Drecksarbeit machen und die Turbanträger für sie entsorgen. Die ganzen Gerüchte sind Blödsinn. Wenn dieser ominöse Diplomat Pläne hat, dann heraus mit der Ortsangabe und eine Inspektion erfolgt umgehend. Ich glaub eher, dass da einer von der Privatisierung der amerikanischen Sozialversicherung ablenken will.
Kommentiert von: Markus | 11/03/2005 um 15:34
@S1IG
Ich habe mich da wohl mißverständlich ausgedrückt, gemeint war natürlich "freiwillig auf die Straße gingen".....finanziert von der damaligen DDR und dem KGB.
Was diese Friedensbewegung angerichtet hat, steht in keinem Verhältnis zu eventuellen positiven Ergebnissen, die mir aber partout nicht einfallen wollen.
Kommentiert von: Guggi | 11/03/2005 um 18:21
URL: http://www.fr-aktuell.de/fr_home/startseite/?cnt=646118
Hass per Satellitenschüssel
Französische Experten staunen, welche Botschaften arabische TV-Programme in Europa verbreiten
VON JÖRG RECKMANN
Auf eine ungewöhnliche Weise betrachtete der saudische TV-Sender Iqra den Kampf der russischen Regierung gegen den Ölkonzern Yukos. Vor einem Monat erläuterte dort Uniprofessor Nasr Mohammed Arf, dass diese Auseinandersetzung eigentlich ein Abwehrkampf der Russen gegen den wachsenden jüdischen Einfluss im Lande sei. Denn das hätten die Juden schon immer so gemacht: "Sich für Opfer ausgeben, während sie die wirtschaftliche Macht in Händen halten und zu Unterdrückern werden."
Ossama Saraya von der halbstaatlichen ägyptischen Tageszeitung Al Ahram wurde dann zugeschaltet und beklagte, dass arabischen Medien der Vorwurf des Antisemitismus gemacht werde. Bei der Yukos-Affäre seien aber nun den russischen Medien die Augen aufgegangen, die nun forderten, die Führungsetagen der russischen Wirtschaft von jüdischem Einfluss zu befreien.
Die "jüdische Weltverschwörung", die Bereitschaft zum "Heiligen Krieg", der Hass auf westliche Lebensweise und frauenfeindliche Exzesse prägen die Sendungen nicht nur des saudischen Kanals. Auch der oft als "arabisches CNN" bezeichnete Nachrichtenkanal Al Dschasira ist nicht frei von solchen Inhalten, allerdings wird dem Sender attestiert, dass hier auch westliche und oppositionelle Stimmen zu Wort kämen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die französische Medienwissenschaftler der Internet-Zeitschrift www.proche-orient.info im Februar erarbeiteten und jetzt in Brüssel vorlegten.
Nach Angaben der Leiterin der Organisation, Elisabeth Schemla, würden solche Inhalte rund um die Uhr gesendet: Die in einer Demonstrations-CD direkt aus dem Arabischen übersetzten Beispiele stellten nicht die Ausnahme dar, sondern die Regel.
So beobachteten die Autoren eine Sendung, in der in ruhigem Ton geschildert wurde, wann ein Mann das Recht habe, seine Frau zu prügeln, samt technischer Anleitung, wohin tunlichst geschlagen werden soll. Auch die sexuelle Verstümmelung von Frauen durch Klitorisbeschneidung in islamischen Staaten des nördlichen Afrika wurde vehement gegen Kritik aus dem Westen verteidigt.
Schuld am weiblichen Aufbegehren
Der arabischsprachige iranische Sender Al Alam sprach sich im Untersuchungszeitraum außerdem eindeutig für die Tötung von Frauen bei so genannten Ehrenmorden aus. Die Schuld am weiblichen Aufbegehren wird in der Regel dem Westen zugeschrieben, der nach dieser Lesart in einer Art "kulturellem Vernichtungskrieg" die islamische Zivilisation zerstören will.
Als Grundmuster ist diese Haltung nach Angaben der Studie fast allen Themen unterlegt. Wobei insbesondere in Zuschauerreaktionen oder bei Gesprächsrunden mit Publikum die radikalsten Stellungnahmen abgegeben werden.
Ist es das also, was alle Araber denken? Nimmt man die Inhalte US-amerikanischer Fernsehserien, die von Mord, Brutalität und Sex bis zum Inzest geprägt sind, würde man davon allerdings auch nicht auf eine allgemeine Geisteshaltung in den USA schließen.
Mahfoudh Romdhani, belgischer Politiker tunesischer Abstammung, machte außerdem darauf aufmerksam, welche Entgleisungen in westlichen Publikumssendungen zu beobachten und wegen der Einschaltquoten sogar erwünscht seien. Die arabischen Sender hätten diese schrillen Formate übernommen. Ohnehin sei ihm nicht klar, wie groß die Zuschauerzahlen dieser per Satellit überall in Europa zu empfangenden Sender wirklich sei und ob ihnen entscheidender Einfluss zukomme.
Mit solchen Zahlen konnte auch das Transatlantic Institute nicht dienen, das die Studie in Auftrag gegeben und die Fragestellungen formuliert hatte. In der Regel seien die Aufsichtsbehörden in den EU-Mitgliedsländern über die Inhalte arabischer Sender nur schlecht informiert, merkte Elisabeth Schemla an. Ein Verbreitungsverbot, wie Ende vergangenen Jahres gegen den Hisbollah-Sender El Manar, sei in den beobachteten Fällen kaum möglich. Obwohl nach der EU-Richtlinie "Fernsehen ohne Grenzen", wie EU-Kommissarin Viviane Reding im Fall El Manar ausführte, Sendungen, die aufgrund von Rasse, Religion oder Nationalität zum Hass aufriefen, verboten seien.
[ document info ]
Copyright © Frankfurter Rundschau online 2005
Dokument erstellt am 11.03.2005 um 15:56:28 Uhr
Erscheinungsdatum 12.03.2005
Diese arabischen Sendungen mit Hollywood-Filmen zu vergleichen, ist ja wohl reichlich dämlich.
Kommentiert von: Gabi | 11/03/2005 um 22:54
Gabi ich glaube die meinen die amerikanischen Pedanten (Vorbilder) zu unseren Trash-Shows die am Nachmittag hier laufen und nicht Hollywood.
Kommentiert von: martin | 12/03/2005 um 11:42
@Markus: "Ein übergelaufener Diplomat habe berichtet...
Warum nur muss ich dabei an Chalabi denken und die Pläne für irakische WMDs?"
Zum tausendsten Mal, Saddam hatte WMD's, er hatte die an Kurden, an Iraner benutzt. Unter der UN Ceasefire hat Saddam zugestimmt, dass er alle WMDs und Programme aufgeben musste und weiterhin musste er beweisen, was er damit gemacht hatte. Tat er nicht, Saddam hatte den Vertrag gebrochen. Sollte die UNO seine Vertraege nicht unterstuetzen?
"Die Mullahs haben genug Gegner im eigenen Land die den Amis alles mögliche erzählen, damit diese die Drecksarbeit machen und die Turbanträger für sie entsorgen."
Der Diplomat hat Jahre lang fuer die Mullahs gearbeitet, selbst einem priviligiertem Diplomat sind die Mullahs zu viel geworden. Er gibt sein bisheriges Leben auf, um nur spaeter an die Macht mit Amihilfe zu kommen? Ich errinne mich an die gleiche Unterstellungen an die Dissedenten und Ueberlaeufer aus der Soviet Union. Die wollten nur Geld verdienen von Buecherschreiben. Marcus, warum glaubst Du nur an das Schlimmstmotivationen von Menschen? Hmmm, vielleicht siehst du, was du im Spiegel siehst.
"Die ganzen Gerüchte sind Blödsinn. Wenn dieser ominöse Diplomat Pläne hat, dann heraus mit der Ortsangabe und eine Inspektion erfolgt umgehend. Ich glaub eher, dass da einer von der Privatisierung der amerikanischen Sozialversicherung ablenken will."
Ich lachte laut, 'von Privatisierung der Sozialversicherung ablenken'. Good one! Deshalb machte George W Bush ein 60-Staedtige Tour, um sein Reform von Social Security zu unterstuetzen. Man ist der Bush bloed!! Als amerikanische Steuerzahler, moechte ich vorschlagen, dass die Regierung die CIA abschafft und in ihrer Stelle Marcus einstellt. Er weiss viel mehr als die CIA und er wurde bestimmt keine $20 Milliarden kosten.
Marcus, Du bist mehr Mullah als die Mullahs. Dein Dhimmistatus ist in dir einverleibt. Die Mullahs geben zu, dass sie ein Nuklearprogramm haben. Die sagten weiter, dass wen sie die Bombe haben, werde die Erste auf Tel Aviv explodiert als Teil ihres Programms von Judenvernichtung. Als Deutsche solltest du ein Bissle sensibler sein, wenn Tyrannen von Genozid sprechen. Ich fuer Einen, nehme die Mullahs bei ihrem Wort.
Kommentiert von: Jabba the Tutt | 13/03/2005 um 15:22
> Die Mullahs geben zu, dass sie ein Nuklearprogramm haben.
Fairerweise solltest Du erwähnen, dass sie nur ihr ziviles Nuklearprogramm zugeben.
> Die sagten weiter, dass wen sie die Bombe haben, werde die Erste auf Tel Aviv explodiert als Teil ihres Programms von Judenvernichtung.
Aktueller Link dazu wäre nicht schlecht :-)
Viele Grüße
Kommentiert von: Martina Zitterbart | 13/03/2005 um 22:26
> http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2004/09/22/wnuke22.xml&sSheet=/portal/2004/09/22/ixportaltop.html "> Genügt das?
Um die Problematik, die durch die Sanktionierung von präemptiven Handlungen entsteht, zu illustrieren, ja. Ich halte Jabbas Formulierung aber gerade auf Basis des verlinkten Artikels für, hmmm, sagen wir, missverständlich.
Viele Grüße
Kommentiert von: Martina Zitterbart | 14/03/2005 um 11:45
@ Martina Zitterbart
Da gibt's ein schönes Zitat vom "gemäßigten" Ex-Präsidenten Rafsandschani, welches ich leider erfolglos gesucht hatte, dann aber durch Zufall eben in einer Diskussion bei "Ideen und Irrtümer" (http://weltwoche.typepad.com/herzinger/2005/03/was_bitte_schn_.html) wiedergefunden habe:
"Im Iran ist jeweils am 14. 12. eines Jahres der sog. 'Qods (Jerusalem)'-Tag, an dem seit 25 Jahren in der 12-Millionen-Stadt Teheran die USA und Israel verdammt werden, zur Befreiung Jerusalems und Vernichtung Israels vor 'Hunderttausenden' Demonstranten von der Staatsführung aufgerufen wird. Im Jahre 2001 äußerte sich Ex-Präsident Akbar Hashemi Rafsanjani wie folgt:
'Wenn die islamische Welt eines Tages die Waffen besitzt, die jetzt Israel zur Verfügung hat, dann wird die Strategie der Unterdrückungs-Mächte in einer Sackgasse enden, weil der Einsatz einer Atombombe in Israel nichts mehr übrig lassen, (dagegen) in der islamischen Welt nur Schaden anrichten würde.'"
Kommentiert von: Paul13 | 14/03/2005 um 16:30
Ist ja vielleicht ein Missverständnis, aber ich lese aus Jabbas Bemerkung folgendes heraus:
1. Iran hat ein Programm zur Judenvernichtung
2. Iran wird, sobald sie im Besitz einer Atombombe sind, ohne weitere Vorwarnung damit Israel angreifen
3. Die Iranische Führung gibt beides zu.
Über 1. und 2. kann man streiten, vielleicht stimmt beides ja. Es fehlt aber noch der Beweis für Punkt 3. Unbestritten ist, dass die iranische Führung Israel als Todfeind ansieht und den Staat Israel vernichten will. Schlimm genug. Jabba geht aber darüber hinaus, und spricht von Judenvernichtung, der Unterschied sollte jedem hier klar sein. Das Zitat aus dem Freitagsgebet habe ich auch in etwas anderer Übersetzung gefunden, und ein Bekenntnis zu einem bedingungslosen nuklearen Erstschlag sehe ich darin nicht zwingend. Um das zu entscheiden, wäre der genaue Zusammenhang hilfreich, insbesondere was Rafsandschani mit "die Strategie der Unterdrückungsmächte" meint. Findet man (ich) im Netz aber nicht auf die Schnelle. Wenn da jemand noch einen Link hat ... :-)
Viele Grüße
Kommentiert von: | 15/03/2005 um 07:40
Hier mein Bekenntnis zu obigem Kommentar
Kommentiert von: Martina Zitterbart | 15/03/2005 um 07:43
@ Martina
Alle 3 Punkte, die Du meinst, aus Jabba's Kommentar entnehmen zu können (richtiger- oder fälschlicherweise), sehe ich nicht so. Ich denke es ist übertrieben, anzunehmen, dass der Iran, sobald er nukleare Waffen besitzt, damit einen Erstschlag auf Israel ausübt. Das ist zwar nicht vollkommen auszuschliessen, aber doch eher unwahrscheinlich. Das Ziel der Vernichtung Israels ist zwar ein reales, jedoch denke ich, dass es eher stetig und langfristig verfolgt wird, und vor allem der Innenpolitik dienen soll.
Und ja, Jabba hat vollkommen Recht, wenn er von "Judenvernichtung" spricht, denn tatsächlich unterscheidet sich der Judenhass in islamistisch-geprägten Staaten nicht besonders vom nationalsozialistischen - nur mit dem Unterschied, dass er weniger auf "völkischer Rassenlehre", als viel mehr auf "religiösem Fundamentalismus" ruht.
Zurück zum Ausgangspunkt: Wie gesagt, ich halte einen "Erstschlag" des Irans für äußerst unwahrscheinlich. Aber Deine offenbar geringe Besorgnis bzw. Deine Beschränkung auf Kommentare des Irans, um die Problematik zu beleuchten, "leaves me baffled". Denn stattdessen ist GARANTIERT, dass mindestens folgendes Szenario eintreten wird:
Sobald der Iran über Nuklearwaffen verfügt, wird es zu einem Kalten Krieg im mittleren Osten kommen. Dieser wird sich nicht nur auf Israel und Iran beschränken, sondern er wird außerdem auf Seite Israels mindestens die USA, und auf Seiten Irans alle die Staaten miteinbeziehen, die auch nun schon israelfeindlich eingestellt sind. Ferner könnte der Westen (nicht nur die USA!) durch z.B. Saudi-Arabien, was Ölgeschäfte betrifft, erpressbar werden. Im Sinne von: "Wenn Ihr wollt, dass wir zur Deeskalation beitragen, bzw. uns nicht auf Seite der ARABISCHEN NUKLEARMACHT Iran stellen, dann tut Ihr dies, dies und das, und lasst das, das und das sein. Und gebt uns das, das und das.
Ferner werden sich alle fundamentalistischen sowie terroristischen Gruppierungen, selbstverständlich eingeschlossen Al-Quaida, gewaltig bestärkt fühlen und ihre Anti-Israelischen sowie Anti-Westlichen Aktivitäten ausweiten. Gerade für die Entwicklung des Iraks wäre das desaströs.
Zu Deiner Anmerkung: "Um das zu entscheiden, wäre der genaue Zusammenhang hilfreich, insbesondere was Rafsandschani mit "die Strategie der Unterdrückungsmächte" meint. Findet man (ich) im Netz aber nicht auf die Schnelle."
Ich denke, da wirst Du lange suchen können und möglicherweise nichts finden, weil derartige Dinge ganz bewußt nicht konkret formuliert werden. "Die Strategie der Unterdrückungsmächte" wird immer genau DAS sein, was Iran gerade nicht passt, wie z.B.
-Waffenlieferungen an Israel
-Nah-Ost Politik ganz allgemein - selbst wenn z.B. Palestinänser und Israelis bei einer Frage zu einer Einigung kommen, könnte Iran die Entscheidung als "Unterdrückung" definieren.
-Unterdrückung fundamentalistischer und anti-westlicher Kräfte im Irak
-ein bestimmter Ölpreis
-Patroulien westlicher Marinekräfte (auch Bundesmarine!) zum Schutz internationaler Handelswege vor z.B. terroristischen Bedrohungen und (z.B. Iran-verbundener) Piraterie.
-Politische Entwicklung der Türkei - bzw. Eingliederung der Türkei in die EU. Das selbst würde Iran zwar wohl nicht als Bedrohung ansehen, im Gegenteil würde es ihm dann aber sogar die Möglichkeit geben, durch Einflussnahme auf und Untersützung von fundamentalistischen Gruppen in der Türkei wiederum Probleme in seinem Sinne in der EU aufzuwerfen.
Das sind nur ein paar Beispiele. Kurz gesagt, gib Iran Atomwaffen, und er kann sich praktisch alles mögliche erlauben, denn nur im Extremfall wird man noch versuchen, ihn militärisch auszuschalten. Wenn ich nicht denken würde, dass es vielen Deutschen einfach an geo-politischer Übersicht mangelt, müßte ich alle die, die Kommentare wie "Die USA/Israel haben auch Atomwaffen" äußern, entweder als Landesverräter betrachten, oder einfach reale Feinde der USA, Anti-Semiten und reale Freunde des Islamismus. Ich bin auch kein Experte in Geo-Politik, aber es bedarf eigentlich nur wenig Verstand, um einzusehen, dass ein nuklearer Iran keinesfalls existieren darf. Und er wird es auch nicht. Denn wenn alle diplomatischen Stränge reissen, oder Iran meint, die USA und Israel an der Nase herumführen zu können, dann wird es Iran - so wie wir ihn heute kennen - in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Israel datiert die nukleare Bereitschaft Irans (im Falle kontinuierlicher und geheimer Rüstung dahingehend) auf Anfang 2007.
Ich hoffe wir wachen im Frühling 2007 nicht mit einer bösen Überraschung und in einem neuen Kalten Krieg auf. Wenn etwas das Potential des von den "Experten" immer wieder heraufbeschworenen "Flächenbrandes" hat, dann ist es eine Nuklearmacht Iran.
Kommentiert von: Alex N. | 15/03/2005 um 10:54
> Ich denke, da wirst Du lange suchen können und möglicherweise nichts finden, weil derartige Dinge ganz bewußt nicht konkret formuliert werden.
Das war genau mein Punkt.
> Aber Deine offenbar geringe Besorgnis bzw. Deine Beschränkung auf Kommentare des Irans, um die Problematik zu beleuchten, "leaves me baffled".
Deiner Verblüffung lässt sich leicht Abhilfe schaffen: Es darf und wird keine Atommacht Iran geben. Die Gründe hast Du selbst angeführt, ich stimme weitgehend damit überein. Und solange die Fakten so eindeutig sind, sollte man sich bei der Diskussion auf die reichlich vorhandenen sachlichen Argumente stützen (@ Jabba the Tutt: und sich vor Hetze hüten).
Viele Grüße, hat Spaß gemacht!
Kommentiert von: Martina Zitterbart | 15/03/2005 um 11:23