"Irak ist ein Land, das Träume hat"
<p><p><p><p><p>"Irak ist ein Land, das Träume hat"</p></p></p></p></p>
(Von Politically Incorrect)
US-Präsident ist sehr optimistisch was die Zukunft des Irak angeht
Der amerikanische Kolumnist Cal Thomas hat am Dienstag US-Präsident George W. Bush im Oval Office getroffen. Die Welt veröffentlicht das Interview in ihrer heutigen Ausgabe.
Auszüge:
Carl Thomas: Der irakische Übergangspräsident hat gesagt, er sehe die US-Truppen erst abziehen, wenn Sicherheitskräfte des Irak aufgebaut und Widerstandsnester zerstört sind. Zum Jahresende würde die Zahl der ausländischen Truppen sichtbar sinken. Sie aber scheinen ein festes Ziel zu haben. Und wenn dies erreicht ist, werden die Truppen heimkehren und nicht umgekehrt.
George W. Bush: Ich denke, es ist falsch, Zeitpläne aufzustellen. Unsere Feinde können diese Zeitpläne aussitzen. Sie ahnen so einen Zeitpunkt, ein Datum voraus. Bis zu diesem Tag werden sie stillhalten, aber dann schlagen sie los. Ich habe einen anderen Ansatz. Ich glaube, wir sollten ein Ziel erreichen, und dieses Ziel besteht darin, diesem Land bei der Verwirklichung seiner Träume zu helfen. Und was das amerikanische Volk bei den Wahlen im Irak am vergangenen Wochenende gesehen hat, ist, dass dies ein Land ist, das Träume hat. Die Iraker haben den Terroristen getrotzt und sind in überraschend großer Zahl wählen gegangen. Ein erregender Moment.
Carl Thomas: Hatten Sie in der Nacht vor der Wahl Zweifel oder Ängste, dass die Situation anders ausgehen könnte?
Bush: Es gibt immer Unsicherheiten. Man denkt natürlich über alle möglichen Alternativen nach. Schließlich beherrschte mich große Zuversicht. Und ich glaube wirklich daran, dass Menschen, wenn sie die Chance erhalten, wählen zu gehen, frei sein wollen. Schon Afghanistan hat mich in dieser Überzeugung, den Menschen einfach eine Chance zu geben, ihre eigenen Wünsche auszudrücken, wie es die Bürger in den USA auch tun, bestätigt. Das Wahlergebnis dort war überwältigend. Und das gilt auch für den Irak.
Carl Thomas: Kümmert Sie die geringe Wahlbeteiligung der Sunniten?
Bush: Ich habe darüber mit König Abdullah von Jordanien gesprochen. Er sagte mir, in seinem Land hätten sehr viele Exiliraker, die meisten von ihnen Sunniten, gewählt. Das sagt mir, dass die Menschen wählen gehen, wenn die Lage sicher ist. Und das ist es, was diese Wahl gezeigt hat. Es ist verständlich, dass in einer Provinz wie Anbar, deren Zentrum die Stadt Falludscha ist, wo Menschen vertrieben wurden und in Lagern leben, die Wahlbeteiligung niedriger sein mag als anderswo. Wir wollten, dass alle Iraker wählen. Jetzt ist es wichtig, den Menschen zu zeigen, dass die neue Regierung alle Gruppen vertreten will, dass Minderheiten geschützt werden, dass Bagdad ihre Hoffnungen und Träume ernst nimmt. Und deshalb war ich überaus ermutigt, als Allawi, der selbst Schiit ist, zu den Sunniten sagte: Wir wollen mit euch zusammenarbeiten.
Carl Thomas: Senator John Kerry hat versucht, Ihren Wahlsieg zu schmälern, indem er ihn knapp nannte und davor warnte, den Wahlen im Irak zu große Bedeutung beizumessen. Wie denken Sie darüber?
Bush: Tatsache ist doch, dass die Iraker, obwohl alles gegen sie stand, diese Auffassung, dass manche Völker irgendwie nicht frei leben wollen würden, Lügen gestraft haben. Sie haben ihre Stimme laut und deutlich erhoben, im Angesicht von Terroranschlägen, Enthauptungen, Morden und Bombenattacken: "Wir wollen frei sein." Und das ist das einzige, was meiner Meinung nach zählt. Mehr...
"Und deshalb war ich überaus ermutigt, als Allawi, der selbst Schiit ist, zu den Sunniten sagte: Wir wollen mit euch zusammenarbeiten."
Ich bin ja mal gespannt. Wenn Allawis Liste tatsächlich nur ein viertel der Stimmen erhielt, wie sehr dessen Vorschläge und Worte dann noch wiegen und wie Sistanis Wahlgewinner die Sunniten dann wirklich einbindet. Sollten eigentlich nicht langsam mal Endergebnisse bekannt werden? 1 Woche ist bereits rum.
Kommentiert von: Markus | 06/02/2005 um 15:42
Dieser Journalist muß doch einfältig sein. Keine Gefahr aus dem Iran? Aber Sorge wegen Israels Atomwaffen! Nein, Danke, Thomas Nehls.
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Der Tag: Standpunkt
Montag, 17. Januar 2005
Abenteuer Iran: Washington treibt die Gier nach gigantomanischer Einflussnahme
Thomas Nehls
Aus der Bahn werfen sollten die jüngsten Drohgebärden der USA gegenüber dem Iran niemanden! (Bush hat lediglich auf die Frage eines Journalisten geantwortet, daß keine Option ausgeschlossen werden könne. Ein einfacher läppischer Satz.)
Was der renommierte (wer bestimmt, wer "renommiert" ist und wer nicht?) Enthüllungsjournalist des "New Yorker" - Seymour Hersh - herausgefunden haben will und was George W. Bush darauf erwidern ließ und wie er selbst reagierte, verheißt beständiges Abenteurertum; warum sollte sich jemand ändern, der noch dazu glaubt, er sei wiedergewählt worden, weil er so war, wie ihn die Welt in den ersten vier Jahren kennen gelernt hat: Besessen von einer Mission, geneigt, die auch mit Lug und Trug zu verteidigen und wild entschlossen, die ganze Menschheit Mores zu lehren.
(Lug und Trug wurde bisher nicht bewiesen, was Bush-Gegner gerne nicht wahrhaben wollen. Warum gebraucht er diese Negativ-Vokabeln, wenn es um Freiheit und Demokratie geht? Wieso wird dies kritisiert, daß er die Demokratie verbeiten will? Fehlende Gerechtigkeit auf der Welt wird doch als Hauptübel gesehen.)
Einmal mehr - fast ähnlich wie vor zwei Jahren Wochen vor dem Angriffskrieg gegen den Irak - sprechen die Fakten eine andere Sprache als die Darstellungen der Bush-Administration. Während die ohne stichhaltige Informationen behauptet, der Iran wolle sein angereichertes nukleares Wissen keineswegs nur zivil nutzen, sondern Atombomben bauen, tun andere - die ebenfalls Befürchtungen hegen -, was sich international gehört: Sie drängen auf Kontrollen und Verzicht, verhandeln mit Teheran und setzen auf eine politische Lösung. Washington hingegen scheint die Gier nach gigantomanischer Einflussnahme ungebremst fortsetzen zu wollen und stellt dabei die nuklearen Gefahrenpotenziale auf den Kopf. (Wieso unterstellt er den USA irgendeine Gier nach Einflußnahme und warum soll die EU diese Gier nicht haben? Warum ist das Bemühen um die Verhinderung von Nuklearwaffen negativß)
Der Iran ist Mitglied des Atomwaffensperrvertrags, lässt vertragsgemäß Inspektionen zu, hat sich allerdings verdächtig gemacht, die Kontrolleure der "Internationalen Atomenergiebehörde" an der Nase herumzuführen. Anders das mittelbare Nachbarland Israel: Dessen Atomprogramm ist internationaler Kontrolle völlig entzogen; und wer in Zweifel zieht, dass die nuklearen Arsenale Jerusalems allein der Abwehr dienen, wird erst als Antisemit und dann als Freund der Mullahs etikettiert.
(Hat Iran als Ziel angegeben, Israel zu vernichten oder will Israel den Iran vernichten? Warum verschweigt er die Drohung des Irans gegenüber Israel? kennt er sie etwa nicht? Nimmt er sie nicht ernst? Interessieren sie ihn vielleicht gar nicht?)
Darauf hinzuweisen, dass selbst israelische Minister als Gefahrenabwehr schon mit taktischen Atomwaffen geliebäugelt haben, gilt als "politically incorrect". Von Kritik an amerikanischen Aufrüstunsgbestrebungen auch im atomaren Bereich einmal ganz abgesehen.
Zwei Tage vor der Inthronisierung (Warum gebraucht er dieses abfällige Wort?) George W. Bushs für dessen zweite Amtszeit schwinden die Hoffnungen, dass er die Welt wieder in Ordnung bringt. Statt sich mindestens ansatzweise multilateralem Handeln zuzuwenden und - im Fall Iran - die Ergebnisse der Bemühungen der Europäischen Union und der Wiener Atomenergiebehörde abzuwarten (genau das tut er), lässt der uneingeschränkt herrschende Führer der letzten Supermacht den nächsten Gegner ausspionieren (warum stellt er die Behauptungen eines Journalisten als Wahrheit hin?), um ihn dann möglicherweise besser liquidieren zu können. Freilich beunruhigt nicht so sehr die Spionagetätigkeit der CIA, sondern die Vorstellung, wie deren Erkenntnisse von denen manipuliert werden könnten, die die Welt schon einmal belogen haben (Mit dem Vorwurf der Lüge stellt er sich völlig einseitig auf die Seite der Bush-Gegner, obwohl der Lügenvorwurf falsch ist. Keine einzige Lüge wurde bewiesen, auch wenn viele Bushgegner dies ständig wiederholen).
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Stand: 19.01.2005 09:38
Kommentiert von: Gabi | 06/02/2005 um 15:54
Noch so ein Kommentar, den ich einfach flach und dumm und ahnungslos finde. Da wird Sharon als der Friedensgegner hingestellt, wie es so üblich geworden ist, seitdem die Terroristen-Propaganda übernommen hat. Da braucht man nur Besatzung oder Herrschaft zu schreiben und man das das Böse ausgemacht: Sharon. Mit Eleganz geht man darüber hinweg, daß dort auf der anderen Seite Terroristen leben, deren Ziel es ist, Israel ganz auszulöschen. Das nimmt man nicht wahr, will man nicht wahrhaben, das ignoriert man, das wird alles nicht so schlimm sein, das bißchen Terror.
Hat dieser Journalist wirklich nicht begriffen, daß der Terror eine Entscheidung für die Anwendung voraussetzt, daß dieser nicht einfach passiert, hupps, schon wieder ein Selbstmordattentäter und Israelis in ihrem Blute. Warum sind die auch so dumm, Gebiete zu besetzen. Ja, das weiß hier kein Mensch mehr, wie es dazu gekommen ist. Denn sonst würde man nicht diese unsäglichen Kommentare schreiben.
Es kommt mir so vor, als würden diese "Journalisten" einen Schnellkurs in Geschichte absolvieren, der gerade mal die letzten 10 Jahre beinhaltet.
http://www.wdr.de/radio/wdr2/tagheute/standpunkt_050110.html
Der Tag: Standpunkt
Montag, 10. Januar 2005
Abbas ist gewählt: Palästinenser hoffen auf eine bessere Zukunft
Carsten Kühntopp
Zum Anhören:
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Die Entscheidung für Mahmud Abbas war keine Entscheidung mit dem Herzen, sondern eine Entscheidung mit dem Gehirn. Ganz bewusst wollen es die Palästinenser nun mit einem Führer versuchen, der im Ausland wohl gelitten ist. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hatte seine Abneigung gegenüber Arafat zum Vorwand gemacht, um den Friedensprozess auf Eis zu legen. Unter dem diplomatischen Schutzschild der USA kurbelte er statt dessen die Siedlungspolitik an und lässt nun eine Barriere kreuz und quer durch das Westjordanland bauen, mit der sich Israel weitere palästinensische Gebiete einverleibt. Vor diesem Hintergrund hoffen die Palästinenser, dass Mahmud Abbas, ein Mann, der international ein großes Renommee hat, eine Wende herbeiführen kann.
Oberflächlich betrachtet stehen die Chancen dafür nicht schlecht. So sitzt in Israel nun auch wieder der Friedensnobelpreisträger Shimon Peres mit am Kabinettstisch. Außerdem möchte Regierungschef Scharon die jüdischen Siedlungen im Gaza-Streifen aufgeben. Und schließlich gibt es Anzeichen dafür, dass die militante Hamas bereit sein könnte, dem neuen Mann an der Spitze des palästinensischen Volkes eine Chance zu geben.
(Da geht jemand über die Existenz "militanter Hamas" hinweg, als wäre es ein Verein junger Männer, die sich zum Maskieren und Waffen Zeigen treffen, dabei sind sie die Friedensverhinderer. Laut Roadmap sollen die Terroristen entwaffnet werden)
Tatsächlich aber dürfte die Situation weit weniger hoffnungsvoll sein. So will Scharon den Gaza-Streifen deswegen räumen, weil ihm die Kosten der Besatzung dort zu hoch geworden sind. Mit der Aufgabe der Gaza-Siedlungen will er die Siedlungen im Westjordanland ausbauen und die israelische Herrschaft (!) dort vertiefen. Scharons ehemaliger Bürochef erklärte im letzten Herbst, die Räumung des Gaza-Streifens werde das Formaldehyd sein, in das man die Road Map, den internationalen Friedensplan lege. Was der israelische Regierungschef will - beziehungsweise was er nicht will -, nämlich die Gründung eines Staates Palästina in den 1967 besetzten Gebieten, das ist also sehr deutlich (bezieht er seine Informationen nur von den palästinensischen Terroristen oder führt er auch Gespräche benutzt die anderer Journalisten mit israelischen Politikern?).
Und dennoch haben die Palästinenser nun Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sie sehen die Wahl von Mahmud Abbas als ein weiteres Angebot an Israel, in Verhandlungen die Zwei-Staaten-Lösung umzusetzen. Abbas' Wahlsieg ist überwältigend, sein Mandat überzeugend. Die Palästinenser erwarten, dass Israel dieses Angebot nicht ausschlägt. (Die Raodmap sagt, der Terror muß bekämpft werden. Interessiert dies diesen Journalisten in irgendeiner Weise? Warum klagt er nur Sharon an und tut so, als gäbe es keinen Terror?)
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Stand: 11.01.2005 09:52
Kommentiert von: Gabi | 06/02/2005 um 16:35
" Warum sind die auch so dumm, Gebiete zu besetzen. Ja, das weiß hier kein Mensch mehr, wie es dazu gekommen ist."
liegt ja vielleicht daran das es 38 Jahre her ist...
Kommentiert von: | 08/02/2005 um 09:15
Echt schlimm das die Palästinenser einen eigenen Staat haben wollen. Die sollen sich was schämen.
Das ich die Selbstmordanschläge und andere Anschläge auf Zivilsten verwerflich halte sollte klar sein.
Kommentiert von: martin | 08/02/2005 um 11:29