WELT ONLINE: Tapferer Kampf gegen Roland Koch und die eigenen Leser
(a posting for our German speaking friends)
Besitzt dieser Roland Koch doch tatsächlich die Frechheit, eine der zahlreichen deutschen Lebenslügen zu entlarven: die Mär von der Bereicherung Deutschlands durch Zuwanderer mit überwiegend muslimischem Hintergrund. Über die statistisch ausführlich zu belegende Un-Friedfertigkeit jugendlicher muslimischer Zuwanderer vor allem gegenüber Deutschen wurde in den Medien hierzulande bislang eher wenig berichtet - umso eifriger allerdings über die im Vergleich hierzu deutlich selteneren Übergriffe von "Rechten" gegenüber Ausländern.
Und nun also kommt dieser Roland Koch...und wagt es, gegen den breiten Medienkonsens, zunehmende ausländische Jugendkriminalität als zunehmende ausländische Jugendkriminalität zu bezeichnen! Shocking! Aus den Fluren des Zitierkartells von ardtagesschau-zdfheute-stern-spiegel-süddeutsche und ihren vielen Nachahmern und Nachläufern in kleineren Medienhäusern war zunächst nur indignierte Belustigung über den scheinbar letzten verzweifelten und natürlich vollkommen aussichtslosen Versuch dieses süddeutschen Politik-Tölpels zu vernehmen, die eigene Wiederwahl zu sichern. Als dann aber in allen Umfragen so um die 70 % der Bevölkerung, an schlechten Tagen auch mal nur zwei Drittel, die Koch'schen Thesen gut hießen, war es mit der Geduld der journalistischen Gutmenschen geschehen: mit harten Attacken, mit Unterstellungen und Behauptungen weit jenseits von Wahrheit und Objektivität, soll Koch zur Unperson gemacht und seinen Anhängern der Mut zur Solidarität und zur Unterstützung genommen werden.
Überraschend ist die hysterische Überreaktion der genannten Medien nicht - wir kennen die Hauptdarsteller und den Handlungsablauf aus der Diskussion über den Irak-Krieg, über den Kampf Israels gegen palästinensischen Terror, über amerikanische Investoren in Deutschland, und früher über - Gott hab' sie selig - die Verhältnisse in der DDR oder die Taten der Baader-Meinhof-Terroristen.
Was aber im Falle Koch jetzt überrascht, ist die Parteinahme von WELT ONLINE aus dem konservativen Axel Springer Verlag - gegen Roland Koch. Seit Tagen bemüht sich WELT ONLINE, Roland Koch ins moralische Abseits zu stellen: mit einseitigen Berichten, durch Interviews mit Mitgliedern der Betroffenheits-Kaste, mit selektiven Zitaten aus Umfragen.
Überschriften der Artikel der letzten Tage, entnommen einer Übersicht in WELT ONLINE selbst:
- Türkische Gemeinde: "Roland Koch gefährdet nationale Interessen"
- Roland Koch spricht und nur die Hälfte klatscht
- Koch gibt Versäumnisse im eigenen Land zu
- Kochs Kampagne kommt bei den eigenen Wählern nicht an
- Roland Koch ist aus dem Tritt
- CDU-Präsidium läßt Roland Koch abblitzen
- In Hessen steigt die Jugendgewalt am stärksten
- Schwache Andrea Ypsilanti ist plötzlich stark (Anm.: Ypsilanti ist Kochs Gegenkandidatin in Hessen)
Über die Inhalte der Artikel muß man nicht viele Worte verlieren - sie sind den wohlvertrauten Kochrezepten des Handbuches des Kampagnenjournalismus entnommen: Häme, demagogische Verdrehungen, Unterstellungen.
Bei alledem darf man der Redaktion von WELT ONLINE einen Hang zur Selbstironie nicht absprechen: die Überschrift "Kochs Kampagne kommt bei den eigenen Wählern nicht an" gibt, mit geringen Änderungen, die Lage der WELT ONLINE-Redaktion selbst wider. In einer Umfrage unter Lesern von WELT ONLINE (am 17.1.08) unterstützen 75 % der Teilnehmer Kochs Positionen.
Dies treibt uns zu der Schlußfolgerung: "Die Kampagne von WELT ONLINE kommt bei den eigenen Lesern nicht an". Was allerdings Journalisten solcher Klasse noch nie gestört hat...







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