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Terror-Geheimbericht: Bushs Flucht nach vorn schlägt fehl

(By Paul13)

SPIEGEL online

US-Präsident Bush veröffentlichte ein Geheimdienstmemo zum Krieg gegen den Terror, um sich gegen Kritiker zu wehren. Leider gibt es denen nur noch mehr Munition: Der Irak-Krieg, heißt es darin etwa, fache die Dschihadistenbewegung täglich weiter an

Wenn der Autor dieses Artikels irgendjemand anders gewesen wäre - Schwamm drüber. Aber der Autor heißt Marc Pitzke. Und das wirft die Frage auf, was Bush in der Frage der Freigabe des Geheimdienstmemos hätte machen können, damit unser Marc endlich mal zufrieden ist und sagt "Chapeau, Dubya, das war jetzt zugegeben mal ein cleverer Schachzug". Denn eigentlich gab es neben der Veröffentlichung der Dokumente nur eine weitere Alternative, nämlich sie nicht zu veröffentlichen. Nehmen wir aber spaßeshalber mal an, Bush hätte sich tatsächlich für die zweite Variante entschieden, was hätte der gute Marc dann geschrieben? Tatsächlich das hier?

US-Präsident Bush hielt ein Geheimdienstmemo zum Krieg gegen den Terror zurück, um sich gegen Kritiker zu wehren. Damit nahm er ihnen den Wind aus den Segeln. Ob der Irak-Krieg die Dschihadistenbewegung tatsächlich weiter anfacht, ist somit nicht zverlässig bekannt.

Oder nicht doch eher das hier?

US-Präsident Bush hielt ein Geheimdienstmemo zum Krieg gegen den Terror zurück, um sich gegen Kritiker zu wehren. Leider gibt das denen nur noch mehr Munition: Die Geheimniskrämerei läßt nur den Schluß zu, daß Bush etwas zu verbergen hat und der Irak-Krieg die Dschihadistenbewegung nur weiter anfacht.

Die Verantwortlichen beim SPIEGEL sollten allmählich wirklich mal ernstlich drüber nachdenken, ob ein Amerikahasser wie Pitzke wirklich die richtige Besetzung für den Posten in New York ist. Denn

jemand, der offenkundig nicht in der Lage ist zu erfassen, daß der Sinn des Irak-Kriegs nicht darin bestand, möglichst schnell möglichst viele Terroristen umzubringen, sondern darin, den Irak zu demokratisieren und dadurch langfristig (das ist das Gegenteil von kurzfristig) das Nachwachsen von neuen Terroristen zu verhindern, ist mit komplexen Themen wie dem "War on Terror" heillos überfordert. Und wenn dann auch noch George Bush ins Spiel kommt, sieht er vor lauter eigenen Ressentiments die Realität nicht mehr.

Er könnte doch nach Kuba gehen und dort über irgendwelche Revolutionsfeierlichkeiten berichten. Oder gleich nach Rußland und dort den lupenreinen Demokraten Putin anpinkeln. Alleine schon, damit er mal merkt, daß man in anderen Länder weit weniger souverän mit Kritik an ihrer politischen Führung umzugehen pflegt als in diesen schrecklichen USA. Wenn er aber schon in den Staaten bleiben muß, dann soll er wenigstens über Themen wie die neueste Schwangerschaft von Britney Spears oder die aktuelle Perücke von George Clooney fabulieren, und die Finger gefälligst von der Politik lassen. Das ist schlicht ein Nummer zu groß für ihn. Oder sagen wir besser zwei.

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Der Sinn des Irak-Kriegs bestand also darin, den Irak zu demokratisieren. Na da schau mal einer an. Da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen. Ich bin mit solch komplexen Themen offensichtlich auch völlig überfordert. Warscheinlich sollte ich nicht weiter darüber nachdenken warum ausgerechnet mit kriegerischen (und sehr kostspieligen) Mitteln der Irak demokratisiert werden musste. Die Verbündeten Saudi Arabien, Pakistan, Jordanien, Ägypten, Kuweit, (alle anderen Golfstaaten außer Syrien und Irak), Turkmenistan (nette Außenpolitik von den Westmächten hier übrigens, Turkmenbashi zieht eine ähnlich skurile Show ab wie unser geliebter Führer in Nordkorea und alle schauen zu), ..., sind ja alle schon demokratisch. Diese Regierungen muss man unterstützen.

Mit der Kohle, die im Irak verpulvert wird könnte man warscheinlich dreimal alle Menschen mit sauberem Trinkwasser und Grundnahrungsmitteln versorgen. Ob das langfristig gegen das "Nachwachsen" (lustiges Wort in diesem Zusammenhang) etwas gebracht hätte? Keine Ahnung. Die WTC-Truppe kam doch aus Ägypten und Saudi Arabien, den demokratischen Verbündeten. Und Probleme mit dem Trinkwasser hatten die auch nicht, die waren alle aus reichen Familien. Und die Jungs, die über dem Atlantik kürzlich ein Feuerwerk veranstalten wollte waren in der britischen Demokratie aufgewachsen. Und dort gibt es auch keine Probleme mit Grundnahrungsmitteln.

Tut mir leid, ich nehme Dir diesen Schwachsinn nicht ab. Genauso wenig aber den Schachsinn von "Blut für Öl". Denn Saddam hätte liebend gern wieder Öl gegen Dollar getauscht nehme ich an. Jedenfalls besser als das was er jetzt hat. Bedrohung? Nordkorea hat angekündigt jetzt die Bombe hochgehen zu lassen. DAS ist eine Bedrohung. Nebenbei war Saddams Truppe eh' am Ende. Sieht man auch an der Gegenwehr während der Invasion. Terror? ... Iran ...

Also ich bin wirklich zu blöd zu kapieren warum zum Geier im Irak Krieg geführt werden musste (nicht das das so schlimm wäre, dass ich jetzt auf die Straße zu einer dieser Anti-Kriegs-Demos gehen würde, denn was momentan z.B. im Sudan abgeht ist ca. eine Zehnerpotenz schlimmer, wenn man Tote als Maßstab nimmt, aber das scheint sogenannte Friedensapostel beiderseitig des Atlantiks nicht zu stören, genausowenig wie die Hühnerhabichte). Meine bis jetzt beste Vermutung ist das liebe Geld. Von dem wurden so Unmengen ausgegeben. Das hat doch jemand verdient. Und bezahlt hat es der Steuerzahler. Aber das ist nur meine vorläufige Theorie. Obwohl sie verdammt dünn ist, ist sie wesentlich stichhaltiger als Deine.

Demokratie, das ich nicht lache. Bush hat doch selbst gesagt: Im Krieg gegen den Terror gibt es nur ein für und ein gegen uns. Nun zähle mal ab, wieviele Staaten auf dieser Erde demokratisch sind. Dann zähle nach, wieviele gegen die USA sind. Da bleiben irgendwie eine Menge übrig. Und die sind ja per Definition schön Verbündete.

Übrigens auch der erwähnte "Schau mir in die Augen kleines"-Putin.

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