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Depressing. Did anyone in Germany notice, care, or condemn it?

More photos and articles on the book fair:
www.honestly-concerned.org/Buchmesse.htm

Ich poste einmal zwei aufschlussreiche Artikel, die ich gestern von MEMRI per Newsletter bekommen habe:

Aus dem Tagesspiegel vom 14.10.2004:

Leerstellen im kritischen Dialog (Tagesspiegeltitel: "Die Rückkehr der Weisen von Zion"
In Frankfurt stellte die arabische Welt auch ihren Hang zum Antisemitismus aus
von Jochen Müller

„Die Juden sind die Mörder der Propheten und der größte Feind der Menschheit.“ Oder: „Die Religion der Juden fordert die Vernichtung aller anderen Völker.“ Derlei Behauptungen erfüllen nach deutschem Recht den Tatbestand der Volksverhetzung und sollten strafrechtlich verfolgt werden. Nicht so in Frankfurt. Dort wurden der Öffentlichkeit in der vergangenen Woche gleich eine ganze Reihe Bücher mit diesen und anderen antisemitischen Inhalten präsentiert – und zwar unter dem Dach der weltweit größten Bücherschau. Manchen der ausgestellten Werke war ihr Inhalt schon von außen anzusehen – wenn etwa das Cover eines Buch über „Terror und Gewalt im zionistischen Denken“ einen mit Totenköpfen verzierten und blutüberströmten Davidstern zeigt oder derselbe auf einem Bild der zusammenstürzenden Twintower in New York durch die Explosionswolke schimmert.

Meist aber ging der ausgestellte Hass auf die Juden im Allgemeinen und den Staat Israel im Besonderen erst aus den – natürlich arabischen – Titeln oder Vorworten der einschlägigen Bücher hervor. Hier erörterte dann etwa die ägyptische Dozentin Huda Darwisch am Beispiel der jüdisch-türkischen Beziehungen, wie die Juden in den Staaten, in denen sie leben, schon immer nur ihre eigenen Interessen verfolgt hätten. In einem anderen im Libanon schon in zweiter Auflage verlegten Band verfolgt der Autor die von ihm so genannte „Militärgeschichte des israelischen Volkes“ und erklärt, dass die Wurzeln von „Militärideologie“ und „zionistischem Terror gegen die Araber“ in der jüdischen Religion zu finden seien. Und als eine der Grundlagen des Judentums und seines Strebens nach Weltherrschaft nennt Gabar Al-Halul in seinem 2004 in Beirut erschienenen Band unter dem Titel „Grundlagen des Verhaltens der Juden“ neben Thora und Talmud dann auch die notorischen „Protokolle der Weisen von Zion“ als Schlüssel für die Analyse des „jüdischen Charakters“.

Eine Krone hatte dem Ganzen aber schon die Eröffnungszeremonie aufgesetzt: Dort sprach neben Gerhard Schröder und anderen auch Mohammad Al-Salmawy. Der ist nicht nur Privatsekretär von Nagib Mahfouz, dessen Grußwort er vortrug, sondern auch bekannt als Verteidiger von Holocaustleugnern wie Roger Garaudy und David Irving. Er schrieb ein Buch, in dem er mit der palästinensischen Selbstmordattentäterin Wafa Idris sympathisiert und in einem Beitrag für die ägyptische Al-Ahram unter dem Titel „Suche die Juden“ führte er die Lewinsky-Affäre auf jüdische Machenschaften gegen die Israel-Politik von US-Präsident Clinton zurück.

All dies blieb weitgehend unbemerkt und unbeanstandet. Nur Schlamperei oder war es doch eher das Prinzip „Augen zu und durch“, nach dem Politik und Messeleitung hier agiert haben? Zu sehr stand offensichtlich das Bedürfnis nach Harmonie im Vordergrund des propagierten Dialogs mit der arabischen Welt. Diese Harmonie zeigte sich dann tatsächlich in der einhellig und teils sogar in ungewohnter Schärfe formulierten Kritik an den Regimen im Mittleren Osten. Die nämlich seien verantwortlich für die Misere der arabischen Welt. Einig war man sich überdies in der Verurteilung des Terrorismus und der marginalen Rolle der Frau in den arabischen Gesellschaften. Alles ohne Zweifel wichtige Positionen, denen die Buchmesse ein bedeutendes Forum geboten hat. Dennoch kam der Dialog meist kaum über eine in weitenTeilen schon wohlfeil gewordene und zum guten Ton gehörende Kritik hinaus.

Wunde Punkte wie der in der arabischen Welt weit verbreitete und sich eben auch in Frankfurt niederschlagende Antisemitismus, der Arabische Nationalismus oder die Rolle Israels in der Region blieben ausgespart. Was aber ist das für ein Dialog, in dem beinahe ängstlich jeder Disput und jegliche schärfere Kritik am Gegenüber gemieden wird? Ähnliche Leerstellen sind ja bereits aus der Auseinandersetzung mit dem Regime im Iran bekannt. Und auch in Frankfurt war wohl eigentlich mit der Wahl der Arabischen Liga als Repräsentantin der arabischen Staaten schon klar, dass hier nicht mit dem Auftreten besonders vieler Autoren, Autorinnen und politischer Intellektueller zu rechnen war, die in ihren Gesellschaften tatsächlich gegen den Strom schwimmen. Da blieb dann offenbar nur noch „Augen zu und durch“.

Aus der Frankfurter Rundschau vom 14.10.2004:

Zuviel Sehnsucht nach multikultureller Harmonie

Das Middle East Media Research Institute zum arabischen Länderschwerpunkt der diesjährigen Frankfurter Buchmesse

Frankfurter Rundschau: Herr Müller, Sie haben sich den diesjährigen Länderschwerpunkt der Frankfurter Buchmesse genau angesehen. Was haben Sie festgestellt?

Jochen Müller: Die Buchausstellung bestand aus zwei Teilen, die offizielle Ausstellung der Arabischen Liga sowie die der einzelnen arabischen Verlage, insgesamt etwa 25 000 Bände. Da ist es natürlich schwer, einen Überblick zu bekommen. Schnell zu erkennen war aber, dass sich ein großer Teil der politischen Bücher mit der Situation im Nahen Osten beschäftigte, auch mit der Politik der USA sowie Israels. Unter ihnen gab es nicht wenige Bücher, die eindeutig - erkennbar an Titeln, Umschlägen oder Vorworten - antisemitisch waren.

Um welche Autoren aus welchen Ländern handelt es sich dabei?

Autoren aus Syrien, Ägypten oder Libanon. Das Buch der Ägypterin Huda Darwisch zum Beispiel erzählt die Geschichte der türkisch-jüdischen Beziehungen. Darin wird unter anderem das antisemitische Stereotyp reproduziert, Juden würden den Ländern, in denen sie leben, nicht loyal gegenüberstehen, sondern ausschließlich eigene Interessen verfolgen. Ein saudischer Titel Terror und Gewalt im zionistischen Denken zeigt auf dem Einband eine Blutlache, einen mit Totenköpfen versehenen Davidstern sowie prügelnde israelische Soldaten. Auch dieses Buch benutzt antisemitische Stereotypen, indem es etwa behauptet, Juden würden, um zur Weltherrschaft zu gelangen, Politiker bestechen und für ihre politischen Ziele instrumentalisieren.

Kritik an israelischer Politik meint also Antizionismus und Antisemitismus?

Das ist leider die Erfahrung, die wir mit den Medien der arabischen Länder häufig machen müssen.

Auf der Eröffnungsveranstaltung der Frankfurter Buchmesse, bei der der Bundeskanzler anwesend war, sprach Mohamed Al-Salmawi. Er verlas ein Grußwort des ägyptischen Literaturnobelpreisträgers Nagib Mahfus. Al-Salmawi ist für Sie kein Unbekannter?

Al-Salmawi, Chefredakteur von Al-Ahram Hebdo und regelmäßiger Kolumnist der ägyptischen Tageszeitung Al-Ahram, hat offen Holocaust-Leugner wie Roger Garaudy und David Irving verteidigt. Er hat zum Beispiel in einem Artikel mit der Überschrift Suche den Juden behauptet, zur Lewinsky-Affäre sei es in dem Moment gekommen, als Bill Clinton eine israelkritische Haltung eingenommen habe.

Wie konnte solch ein Mann eine offizielle Einladung der Buchmesse erhalten?

Da ist offenbar nicht richtig aufgepasst worden. Man hätte im Vorfeld auf Grund von Erfahrungen mit der arabischen Presse und dem öffentlichen Diskurs in den arabischen Ländern vorsichtiger agieren und bestimmte Personen genauer unter die Lupe nehmen müssen.

An wen denken Sie?

Nicht allein an Al-Salmawi, sondern z. B. auch an Salim Al-'Awa. Er hat während der Messe eine Podiumsdiskussion im Rahmen des Veranstaltungsprogrammes der Arabischen Liga mit dem Titel Arabisch-Islamische Kultur und die Idee des Fortschritts moderiert. Al-'Awa rief in einem Artikel dazu auf, in den Medien sowie dem Erziehungswesen der arabischen Gesellschaften den Hass auf Israel zu fördern. Darüber hinaus trat er dabei für die atomare Bewaffnung der arabischen Länder ein und rief zum Atomschlag gegen Israel auf.

Wie erklären Sie sich die Sorglosigkeit im Umgang mit derart indiskutablen Positionen während der Buchmesse?

Zum einen ist die Sensibilität gegenüber solchen Einstellungen hierzulande nicht besonders ausgeprägt. Zum anderen gelten solche Ideologien, werden sie zur Kenntnis genommen, als Kavaliersdelikt. Hauptbedürfnis ist der harmonische Dialog der Kulturen. Das ist zwar verständlich, aber das Bedürfnis nach Verständigung zwischen den Kulturen darf nicht so weit gehen, dass man solche Ideologien des Hasses und des Ressentiments übersieht und sie nicht mehr kritisiert. Genau das ist aber auf der diesjährigen Buchmesse geschehen.

Wie verhalten sich die Verantwortlichen zu Ihrer Kritik?

Es hat eine Abmachung zwischen Messeleitung und Alesco, der Organisation für Bildung und Kultur der arabischen Liga, gegeben. Darin hieß es, Angriffe auf Dritte seien ausgeschlossen. Man ahnte also, dass so etwas passieren könnte. Jetzt ist man in der Messeleitung erschrocken. Ich kann nur hoffen, dass der Kritik an der von den arabischen Ländern gehandhabten Ausstellungspraxis auch im nach hinein noch nachgegangen wird. Zwar gab es bereits Proteste während der Buchmesse, denen die Staatsanwaltschaft nachging, dann aber keinen Anlass zum Eingreifen sah.

Wurde das Auftreten der Arabischen Liga nicht schon vor Messebeginn kritisiert?

Ja, es wurde gesagt, es seien zu wenige kritische Autoren, die es in den arabischen Ländern ja auch gibt, eingeladen worden. Diese Kritik ist nur teilweise berücksichtigt worden, weshalb extreme nationalistische arabische Positionen zu sehr in den Vordergrund gerieten.

Wie kann es nach dem 11. September in Deutschland noch immer zu solchen Nachlässigkeiten kommen?

Da ist nicht allein das Bedürfnis nach Harmonie im Spiel, sondern auch der Wunsch, der amerikanischen Politik etwas entgegenzusetzen, nach dem Motto ,Statt Konfrontation Kooperation'. Natürlich gibt es auch das berechtigte Anliegen, eine Religion nicht pauschal zu verurteilen und den Islam nicht mit Islamismus gleichzusetzen. Man muss aber sehen, dass nicht der Islamismus, sondern der arabische Nationalismus die Hauptquelle des modernen Antisemitismus in den arabischen Ländern ist. Nach dem 11. September hätte man gerade in Deutschland aufmerksamer sein müssen. Seither hat es ja genügend Veröffentlichungen gegeben, die auf die in der arabischen Welt gängigen Ideologien hinweisen. Stattdessen ist es auf der Frankfurter Buchmesse zu einem überwiegend unkritischen Abbild der in der arabischen Öffentlichkeit weit verbreiteten stereotypen Diskurse gekommen.

Interview: Thomas Medicus/Frankfurter Rundschau

Das Problem liegt doch darin, daß viele Deutsche die antisemtischen Positionen teilen, antisemitische Haltungen haben, aber mit einem erstaunten und entrüsteten "ICH BIN DOCH KEIN ANTISEMIT" jegliches Weiterdenken blockieren.

Seht doch die (Nicht)Diskussion über Ludwig Watzal, der als Nahostexperte gilt und erstaunliche Positionen vertritt. Da darf er dann mal in der TAZ (glaube ich) ganz energisch sagen, daß er doch kein Antisemit sei und die Diskussion ist erledigt. Es war ja noch nicht einmal der Anfang einer Diskussion, unds chon ist es vorbei.

Das Problem ist, daß nur wenige wissen, was antisemitische Haltungen überhaupt sind. Man faselt und redet und antisemitsch sind nur die anderen, man selbst ist ja nur kritisch. Dabei können viele vor lauter Haß gegen Israel und die USA nicht mehr klar denken.

Gerade am Beispiel Watzal kann man sehr schön sehen, daß dieser Herr Experte antisemitsch argumentiert. Alles nachzulesen bei honestly-concernd. Hat die Bundeszentrale der politischen Bildung ein Interesse das aufzuklären? Nein. Ende.

Aber es gibt andere, die sich um Antisemitismus und Antiamerikanismus in Deutschland sorgen.

Danke für das Thema, David und Ray.

Anderes Thema:

FRIEDENSMACHT Deutschland, als ich Schröder & Co heute in Gaddafis Zelt hab sitzen sehen, da bekam ich ein Gefühl von Übelkeit!

OK, let's say that inviting Mohammad Salmawy to speak was a huge and regretable organizational mistake on the side of the organizers. And let's say that even the organizers are shocked by the way things turned out. When hosting a huge event like this things can go out of hand when you have some temeperamental guests (speaker and publishers) on the guest list. Some people end up on the list by pure and unfortunate mistake.

Having said all of that, I can't stop wondering where is the reaction of the watchdogs of democracy, the German Media ? German investigative journalism works overtime trying to demonstrate how evil the President of US is. Why couldn't they spend a tiny amount of that time investigating and reporting on what happens in their own backyard ? Especially since the events in Frankfurt would be a juicy story for every paper. Is it that those watchdogs are programmed to react only to some attacks, while ignoring the ones coming from "the good side" ?

When the EU talks about the "dialog of cultures" they mean mostly the dialog between Western-EU and Muslim-Arab culture. I believe that if push comes to shove the EU would have no problems sacrificing another culture, the Jewish one. I don't mean another "final solution" (I think the EU has got rid of that demon), only a lite version of it. They wouldn't be happy with it, they would honestly decry the lack of understanding on the part of the Jews, but nevertheless they would encourage it by their silence and "objective criticism".

And the Germans wonder why we like Ralph Peters?

Die Veranstalter wollen "Beweise":

Schatten des Verdachts
Buchmesse
von Uwe Wittstock

Solche Vorwürfe wiegen schwer. Auf der kürzlich zu Ende gegangenen Frankfurter Buchmesse, so kritisiert das Middle East Media Research Institut (MEMRI), seien "nicht wenige Bücher" ausgestellt worden, die einen antisemitischen Inhalt gehabt hätten. Die Vorstellung, daß ausgerechnet eine Buchmesse in Deutschland zur Plattform für judenfeindliche Hetzschriften geworden sein könnte, ist erschreckend.


Allerdings sind die Vorwürfe nicht neu. Sie wurden bereits auf der Buchmesse erhoben. Holger Ehling, der Sprecher der Messe, betont, daß es den Kritikern nicht gelungen sei, gerichtsfeste Beweise für ihre Behauptungen vorzulegen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft habe während der Messe ermittelt, aber keinen Anlaß gefunden, um einzugreifen. Die Buchmesse jedoch, so Ehling, könne von sich aus keine Bücher verbieten.

(...)

http://www.welt.de/data/2004/10/16/346690.html

Man ist sprachlos. Europa wird am Ende des Jahrhunderts, wie schon Bernard Lewis letztens prophezeite, islamisch sein. Auf meinem Nachtisch liegt von Oriana Fallaci "Die Kraft der Vernunft". Eine wohltuhende Lektüre gegenüber der Ignoranz, Dummheit und Verblendung hierzulande.

Beweise? Die Buchcover sprechen doch schon Bände!

OK, let's say that inviting Mohammad Salmawy to speak was a huge and regretable organizational mistake on the side of the organizers. And let's say that even the organizers are shocked by the way things turned out. When hosting a huge event like this things can go out of hand when you have some temeperamental guests (speaker and publishers) on the guest list. Some people end up on the list by pure and unfortunate mistake.

Other than that, Mrs. Lincoln, how did you enjoy the play?

As far as I know there were 25.000 Arab-language books presented at the fair, and 13 of them have abti-Semitic content.

Note from David: Jews shouldn't worry about anti-Semitic books presented in Germany. That's what you want to say, Ralf?

@ Dave Schuler

I should have used the (bitter) irony tags.

Note from David: Jews shouldn't worry about anti-Semitic books presented in Germany. That's what you want to say, Ralf?

No David, that's not what I'm saying. I was pointing out that there was a huge number of books presented there, and that the organizers of the fair therefore very likely didn't know about those specific 13 books.

For that matter, the only way to avoid such ugly incidents would have been not to invite the Arabs in the first place.

Ralf's point is that it's unfair to hold the fair organizers to task for a few anti-Semitic books among the thousands that were exhibited. I have two responses.

1. This assumes that the organizers had no warning in advance that anti-Semitic books would be included. I find this unconvincing, for two reasons. First, it's not exactly a secret that hatred of Israel in the Arab world frequently shades over into outright anti-Semitism. The fair organizers should have been mindful of this danger and built in safeguards against it. Second, at least some of the anti-Semitic books are by well-known authors. They're not coming out of nowhere. Moreover, the fair organizers presumably include people with expertise in the area of Arab publishing. Had they wanted to, the fair organizers could have made it clear that either these authors weren't welcome at all, or at a minimum that their anti-Semitic publications wouldn't be tolerated.

2. Ralf's point ignores the issue of the response of the fair organizers, prosecutors, and German press to the fair. Even if Ralf is right that we should completely absolve the fair organizers of responsibility for what was put on display at an event they organized, it's still fair to ask how they (and others) reacted when the problem was brought to their attention. Based on the NYT article, it appears that the response has been to deny the problem, refuse to investigate whether violations of the law have taken place, and resort to straw person arguments. To give one example, the claim that the anti-Semitic statements don't necessarily violate German law does not address the real question to the fair organizers, which is why they haven't exercised their own legal right to regulate the content of their exhibition. They are under no legal obligation to play host to anti-Semitic hate propaganda, yet they choose to do so. Why?

Yes,If there were Anti Arab,books available,there would be a outrage,why does that not suprise me,Dhimmitude mentality,yes,That's why,Propaganda.

Danke KM!

"Holger Ehling, der Sprecher der Messe, betont, daß es den Kritikern nicht gelungen sei, gerichtsfeste Beweise für ihre Behauptungen vorzulegen. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft habe während der Messe ermittelt, aber keinen Anlaß gefunden, um einzugreifen. Die Buchmesse jedoch, so Ehling, könne von sich aus keine Bücher verbieten."

Eine heuchlerische und infame Logik! Seit wann ist der gerichtsfeste Beweis (für den Straftatbestand der Voklsverhetzung et. al.)ein ausreichendes Kriterium für die Auswahl von Büchern, die auf einer Literaturmesse vorgestellte werden. Das Strafrecht ist seinem Wesen nach der absolute Minimalstandard für den Schutzes von bereits unerträglich gefährdeten oder verletzten Rechtsgütern - korrepsondierend dem Vertrauen das in das gesellschaftliche System von checks&balance einerseits gesetzt wird und die (strafrechtliche!)Inkaufnahme von unterhalb dieser Schwelle liegenden, nichtsdestotrotzt zu beanstandenden, Gefährdungen oder Verletzung von Rechtsgütern andererseits; letzteres allerdings nur um eine freiheitliche, plurale Staatsform überhaupt erst ermöglichen zu können (the price to pay!)
Dies heißt aber doch nun ersichtlich nicht, daß hierin ein Freibrief für gesellschaftlich relevante Institutionen liegt,diesen strafrechtlichen Duldungsbereich voll auszuschöpfen,sondern ganz im Gegenteil, daß gerade dies erfordert, daß sich objektiv und repräsentativ gerierende Kulturträger wie eine Buchmesse selbst der balanzierenden Verantwortung stellen und dieser gerecht werden müssen. Ich kann mir unschwer vorstellen wie dieser Hypocrit (insoweit zurecht) reagieren würde, wenn auch nur die leiseste Beeinflußung seiner Auswahlautonomie seitens staatlicher Machträger erfolgte.
Was sein Argument anbetrifft, er könne Bücher auch der Buchmesse nicht verbieten: da bleibt mir schlicht die Spucke weg, das ist Demagogie in Reinform. Das ist als engagierte jemand eine Killerbande und rechtfertigte sein Verhalten mit dem Hinweis auf das Recht auf Freizügigkeit letzterer und die ihm nicht zur Verfügung stehende Verfolgungsmacht einer Justizbehörde.

I thought denying the Holocaust was against the law in Germany?
Was this law repealed?
It (the law) only applies the the National Socialist Party wannbees?
It is OK because The United States is unfair to Arabs and Palestine?
What is the problem here?
Will Germany enforce it's laws?

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