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Comments

Neue US-Offensive in Afghanistan gegen Taliban und El Kaida

Kabul (dpa) - Die US-Streitkräfte in Afghanistan haben eine neue Offensive gegen Taliban- und El-Kaida-Kämpfer begonnen. Das sagte der Sprecher der US-geführten Koalitionstruppen, Bryan Hilferty, in Kabul. Ziel der Operation im Süden und Osten des Landes sei die Zerstörung terroristischer Organisationen. An der Offensive seien alle 13 500 Koalitionssoldaten beteiligt. Hilferty zeigte sich zuversichtlich, dass auch El-Kaida-Chef Osama bin Laden und Taliban- Führer Mullah Omar für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen würden.

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erschienen am 13.03.2004 um 10:24 Uhr
© WELT.de

Sind da etwa deutsche Bundeswehrsoldaten beteiligt? Warum ist es dann eine US-Offensive? Würde zu der Haltung passen, sich vor den Terroristen zu verstecken, damit der Haß nur die USA trifft.

Kaspar Hauser:
Netter Beitrag! Wollen Sie sich austauschen oder nur austeilen? Das wird nicht so richtig deutlich. Was macht Sie eigentlich so ärgerlich?

man, einfach kommentare löschen, die dir nicht passen.. sag ich nur das: http://blog.xbe.ch/item/234

Keep the spam coming! It's a highly intelligent way to express your opinion! But I guess you don't feel the need to convince anyone of your opinion of Bush/USA etc. since it's shared by 90% of the German mass media and population.
Pamela is right to note above that in the U.S.A. there is a large variety of voices in the media competing to be heard, while in Germany there is basically just one voice.

Milo #1 - environmental means?? Get over Kyoto.

It was dead in 1997(?) by a unanimous vote from the Senate - read the Constitution, it will tell you how treaties are handled. All W did was put the final nail in it. Clinton signed it knowing Congress wouldn't pass it and he did not spend one iota of political capital to try and get it passed. Think about that. The jig, is up it's useless and more countries are coming to see it that way.

And if W is re-elected? What happens then?

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Do you read the Iraqi bloggers???? Mesopotamia? Healing Iraq? Hammorabi and the others? There's a lot of good things going on there. Do you ever hear about them?

Afghanistan - in Kabul there's a womens only market. Now Afghan women can drink tea, not wear the burka by choice and shop because all stores have only women as clerks, and some stores are actually owned by women. And the Afghan women like it, now they're not embarrassed by the men when they want to buy their unmentionables.

Another good thing is that by pulling Saddam out of his spiderhole, it busted open the nuclear black market, unless you don't consider that important. You think Mo would have given up his stuff if it wasn't for that? Even he said it.

And now, the biggie - the Oil-for-Palaces program. We got a lot of flak for protecting the Ministry of Oil, but my, oh, my, the corruption and fraud. For 12 years, my country was blamed for the disease and death and what do you know??? FRANCE has a big, big hand in it. But why am I not surprised???? Russia, too. No surprise there, either.

And it goes up to the highest levels in the UN, too.

Of course, *the world* won't like it, because of the faith *the world* put into a bunch of thugs.

kid charlemagne,

where do you get these numbers from? do you consume 90% of the German mass media? did you conduct a poll?

In Germany, there is large variety of voices as well: Newspapers from tageszeitung to FAZ, TV stations from ARD to N24, radio stations from Deutschlandfunk to Radio Energy. In America you have a similar variety, you have ABC, CNN and FoxNews, you have NYT and USA today, you have NPR and thousands of other radio stations. I really don't see a big difference between German and US mass media. Especially since most TV shows are made in America anyways.

jo

jo, serious question:

If the media in German is so varied, why did this blog hit a nerve?

@Sandy

Well, I suggest, you go out and inform yourself. The Kyoto Protocol was the first achievement in concern on enviromental issues, that have ever been transformed into an international treaty and was actually signed by 167 nations. Ah, yes. I should know, that the US Goverment gives a sh*t about international treaties, when its not in their interest. Especially Mr. Bush and his cronies don't really care. You devalue the kyoto protocol in one sentence and you haven't even an idea, what it is all about. I think, we all have to pay tribute, when direct consequences of world pollution are finally felt among citizens. Stupid Comment.
On the other hand you're right. Politicians are all thugs. I can remember Mr. Rumsfeld shaking hands with Saddam himself. So much joy, finally the all-saints US Administration gave WMD to the peaceful leader to fight against evil in Iran. Blasphemy !

This blog hits a nerve, because it is provoking and polarizing.

Um, Dennis? If I were you, I'd be loaded for bear before I took Sandy on so nonchalantly. The woman has got a pair, and you might want to start planning your escape route right about now.

:)

Sorry folks, I had to temporarily close the comments section of this posting because of spamming ... stay tuned.

(Well, you can see by yourself whether comments are possible.)

@Helian

Es ist absolut geschmacklos zu behaupten, die öffentliche Meinung wäre heutzutage genauso manipuliert, wie im dritten Reich. Die deutschen Medien sind nicht gleichgeschaltet, keine Journalisten werden verfolgt und die Pressefreiheit ist verfassungsmäßig garantiert. Die BRD hat im Gegenteil eine der höchsten Publikationsdichten in der Welt und wird von der unabhängigen Organisation „Reporter ohne Grenzen“ in ihrem Index für Pressefreiheit auf dem achten Rang gelistet. Es geht natürlich auch zu weit zu behaupten, die Medien in den USA (Platz 31) wären gleichgeschaltet, obwohl natürlich Vorbehalte existieren, die ich auch teile. Der „Patriot Act“ hat es den Behörden möglich gemacht, die US-Verfassung zu umgehen, beispielsweise Journalisten in Gefängnisse zu stecken, wenn sie vor Gericht ihre Quellen nicht preisgeben, wenn es um Sachverhalte rund um den Terrorismus geht. Und dies ist in mehreren Fällen auch so geschehen. Zweifelsfrei liegt Medienmacht in den USA in den Händen weniger Menschen, und wird dort genauso zum Durchsetzen von Interessen weniger Menschen gebraucht wie hier. Um auf den ursprünglichen Vergleich zurückzukommen:
Natürlich geht dieser Vergleich viel zu weit und will provokant sein. Kein Deutscher will heutzutage Deutschland in einer solchen Situation sehen, und die Amerikaner Deutschland natürlich genauso wenig. Und ich behaupte, dass dies den Hass schürt, gerade weil dies ein ungeheures Vorurteil ist, und alle Deutschen zu potentiellen Verbrechern und Dummköpfen machen will. Und in gewisser Weise beinhaltet der Vorwurf auch die Ideen des modernen Rassismus, wie du mir auch versuchen zu erklären willst. Nur – dass die Kultur eines Volkes nichts mit der „bereitwilligeren Rezeption einer verzerrten Realität“ zu tun hat, denn dieser ist im Kern ein Vorwurf, der auf die vermeintliche intellektuelle (und moralische) Unterlegenheit der Deutschen abzielt. (Genauso wie Hitlers Chefideologe Rosenberg immer die intellektuelle Überlegenheit des „arischen“ Volkes beschworen hat.) Darüberhinaus: Dies ist ein völlig unbedachter Vorwurf – denn dieser Rückschluss wird aus einer genauso voreingenommenen Position gezogen – ähnlich der „Erkenntnis“ der Spiegel wäre ultra-links. All das macht diese unbegründeten Vorwürfe brandgefährlich und trägt sicher nicht einer kritischen Betrachtung von Medien bei.
Tatsächlich ist der Spiegel in der Kriegsfrage eher in der Mitte anzusiedeln, denn der Irakkrieg wurde schon vor seiner Durchführung in breiter Mehrheit abgelehnt. Und dass in ganz Europa, nicht nur in Deutschland.
Ist denn Zweifel an der Legitimität dieses Kriegs nicht erlaubt ? Kann der Zweifel absolut und endgültig ausgeräumt werden ? Natürlich nicht.
Die eigentliche Misere fing doch mit der gewagten Präventivkriegs-Doktrin an. Wie wird denn bemessen, wo ein Krieg gerechtfertigt erscheint und wo nicht ? Wieviel Ungerechtigkeit kann die Weltpolizei verkraften, bevor sie einschreitet ? Haftet denn nicht an jeder Entscheidung auch ein wenig Willkür, wenn man moralische Gründe in den Vordergrund stellt, wie sie heute zur Begründung dieses Kriegs populär sind ? Warum gibt es Völkerrecht ?
Ja, selbst die sachliche Entscheidungsgrundlage bot viel Raum für Interpretationen. Haben Bush & Blair die Informationen vielleicht doch etwas zu ihrem Vorteil ausgelegt? Oder haben sie die Informationen schlichtweg überbewertet ? Ob Lüge oder Unfähigkeit, in beiden Fällen hätten sie grandiose Fehler begangen, denn kein Staatschef sollte einen Krieg befehlen, wenn die Informationen, die ihn begründen, nicht felsenfest sind.
Mittlerweile gibt es so viele berechtigte Zweifel an der Aussagekraft der Geheimdienstinformationen, Polemik hin oder her, Medien hin oder her, dass dieser Krieg durch rationale Sachverhalte nicht mehr zu begründen ist. Und ihn moralisch zu begründen, ist generell problematisch, weil Moral grundsätzlich ambivalent ist. Noch einmal die Frage: Wieviel Ungerechtigkeit kann die Weltpolizei verkraften, bevor sie einschreitet ?

„Der Krieg ist darin schlimm, daß er mehr böse Menschen macht, als er deren wegnimmt.“
Immanuel Kant (1724 - 1804), deutscher Philosoph

Und doch, hier wird über die voreingenommenen deutschen Medien gelästert, die gewagtesten Vergleiche angestellt und überhaupt nicht konstruktiv nachgedacht. Könnte es den sein, dass die Medienmächtigen und Regierungen heutzutage grundsätzlich Realitäten schaffen ? Ja, die amerikanische Regierung hat nach dem Mediendesaster in Vietnam auch gelernt. Heute werden uns schöne, verharmlosende Animationen von den Generälen gezeigt, die versuchen zu vermitteln, es gäbe den Krieg ohne unschuldige Opfer. („chirurgischer Eingriff“) Der Informationsfluss wurde diesmal nicht aus der Hand der Regierung gegeben. Der schönmalerische Begriff „embedded Journalist“ versucht die Illusion von journalistischer Objektivität aufrecht zu erhalten. Man könnte auch sagen „eingeleinter Journalismus“. Freie Journalisten wurden nicht mehr geduldet, wohl aus Angst, es könnten ähnlich schreckliche Bilder wie damals zu Zeiten des Vietnamkriegs auftauchen. So wird auch Realität made in USA geschaffen. Wie war das noch mal ? Die deutschen Medien sind der Teufel schlechthin, und sowieso sind die Deutschen empfänglicher für eine verzerrte Realität ? Man sollte erst mal darüber nachdenken, wie heute Realität (vor allem zu Kriegszeiten) gemacht wird, bevor man sich rassistischem Gedankengut widmet.
Auch verstehen sich die obersten der US-Regierung darauf von dem eigentlichen Kernkonflikt, dem Terrorismus, abzulenken. Der Irakkrieg hat auch nicht nur annähernd vermocht, diese Welt vor Terroristen sicherer zu machen. Ist denn nicht der Israel-Konflikt ein Kernproblem, dass seit Jahrzehnten besteht, und wo die radikalsten Islamisten ihr Feuer mit entzünden ? Er wurde von G.W. Bush behandelt wie ein zweitrangiges Problem, obwohl ihm doch auch bekannt sein sollte, dass dieser Konflikt letztlich auch ein zentrale Rolle in der Ideologie des Terrorismus spielt. Allein für die Unfähigkeit dies zu erkennen, oder dort etwas bewegen zu wollen, gehört diese Regierung abgewählt. Genauso wie für die lächerliche Annahme, man könnte die Idee des Terrorismus durch Gewalt und erhöhte Sicherheitsbestimmungen alleine bekämpfen. Dies alleine zeugt schon von Ideenlosigkeit dieser Regierung. Die Menschen, die Terroristen, kämpfe für ihre Sache, die in ihren Augen gerechtfertigt und notwendig erscheint. Man kann einen einzelnen Terroristen, der zugleich auch (es mag für voreingenommene Menschen unmöglich sein) Vater, Ehemann und Mensch ist, töten, jedoch tauchen an dieser Stelle und wohlmöglich auch 5000km entfernt, wieder 10 Terroristen auf, die sich allein auch durch diesen Vorfall motiviert sehen, weiter zu machen und für ihre Ideen zu kämpfen.
Dieser Kampf gegen den Terrorismus verkommt hierdurch zum Kampf gegen Windmühlen. Man kann noch so viele Milliarden in Kriegsgerät investieren, der ideologische Kern des Terrorismus wird dadurch nicht beseitigt. Aber gut, unterstützt, dass die Kriegsmilliarden weiterhin an die Reichen verschüttet werden, es ist ja noch reichlich Pulver zu verschiessen.
Wie gesagt, die Regierung weiss wohl, wie der Bevölkerung der Krieg schmackhaft gemacht wird. Das „Homeland Security Department“ weiss, wie Angst geschürt wird. Eine Skala zu erschaffen, die die Gefahr durch den Terrorismus beschwört und zudem äußerst medienwirksam ist, aber eben wenig zu verändern vermag. Diese Angst dann durch Propagandabeschuss ausnutzen und zu lenken, eine grandiose Idee, die leider schnell durchschaut wurde, dass sich dieses großartige Ministerium selbst im eigenen Land dem Spott der Late-Nite-Talker ausgesetzt sah. Damit hat wohl keiner gerechnet ! J
Ich möchte auch noch mal auf den interessanten, und äußerst komplexen Gedankengang eingehen, dass die deutschen Medien nicht vielfältig sein können, weil der Irakkrieg von den Deutschen in Mehrheit abgelehnt wird. (Welch ein genialer Rückschluss ! To the point !) Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Mal abgesehen vom Irakkrieg, finden in der deutschen Medienwelt desöfteren bluttriefende Debatten statt, und jeder, der sich wirklich mit deutschen Medien beschäftigt, weiss auch, dass unser Gerhard wohl mittlerweile in genauso großer Mehrheit, ob in den Medien oder in der Bevölkerung, abgelehnt wird wie der Irakkrieg. (Soviel zu Sandys Vorwurf, deutsche Medien fühlten sich über Objektivität hinaus mit Parteien verbunden) Ob der gute Mann jetzt genauso das Ziel von Propaganda geworden ist (wie er selbst meint) oder nicht, sei aussen vor gelassen. Die Frage ist nur, warum ist es so, dass sich die öffentliche Meinung in manchen Aspekten völlig auf eine Seite schlägt ? Im Falle des Irakkriegs ließ sich beobachten, dass sich die Masse derer, die den Krieg ablehnten, nach dem offiziellem Ende der Kampfhandlungen vergrößerte (nach diversen Umfragen) und dass sich dieser Trend stetig mit dem Prasseln von negativen Schlagzeilen intensivierte. Nun ist es in unserem Kulturkreis etabliert, dass die Ankläger Beweise liefern müssen, auch wenn sie noch so sehr an die Schuld des Angeklagten glauben. Die US-Administration hatte sich im Vorfeld des Krieges bemüht, der Öffentlichkeit zu beweisen, dass es Massenvernichtungswaffen gäbe, und dass diese auch gefunden werden. Bekanntermaßen sind sie der Öffentlichkeit bis heute die Beweise schuldig, die für den Krieg als Legitimation gelten sollten. Gleichermaßen wurde die Glaubwürdigkeit und Fähigkeit der Ankläger, und die ihrer Quellen, unter Beschuss gesetzt, der zum Teil auch polemisch war, ja. Zu einem Teil war eben es eben auch absolut legitim und notwendig, diese Glaubwürdigkeit zu hinterfragen.
Und es wurden auch tatsächlich Ungereimtheiten in der Argumentation aufgedeckt. (45-Minuten-Lüge, Uranvorwurf etc.)
Die Glaubwürdigekeit der US-Regierung wurde in Deutschland, dass vor 50 Jahren von wenigen Männern hinter das Licht geführt wurde und dessen Ehrgefühl noch heute verletzt ist, schwer beschädigt, denn die Menschen haben gott sei dank gelernt, dass ein Krieg schrecklich ist, und dass er sich auch über Unschuldige ausbreitet, und zuletzt auch Unverdiente belohnt, ohne dass die eigentliche Ursache dieses Krieges ausgemerzt wird. Ein Krieg ist eben nicht mit Wischi-Waschi Argumenten zu beginnen, sondern erfordert, wenn er denn notwendig ist, stichhaltige Fakten, die allem standhalten. Wer unfähig ist, dass einzusehen, der gehört nicht ins weisse Haus und auch nicht nach Berlin, sondern in die Schule.

Krieg erscheint denen schön, die ihn nicht erfahren haben.
Erasmus von Rotterdam (1469 - 1536), holländischer Theologe, Philologe und Humanist

@Niko: www.unfccc.int

"...Bush-Hasser und jetzigen Mitglied des Kerry-Teams Joseph Wilson..."

David,
ich wollte hier eigentlich bis auf Weiteres nicht mehr posten, an dieser Stelle hätte ich aber doch einmal eine dumme, kleine Frage an Sie - ich bin danach auch gleich wieder weg: Da Joseph Wilson seinen NYT-Artikel "What I didn't find in Africa." am 6. Juli 2003 veröffentlicht hat, zu einem Zeitpunkt als sich Kerry (nach meinem Wissen, korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege) noch nicht viel Kritik an Bushs Irak-Politik geleistet hat, und er im Übrigen früher auch für Bush senior gearbeitet hat, scheint es doch mit dem "political pet" nicht weit her zu sein, von dem im "Washington Times"-Artikel, den Sie in ihrem alten Posting verlinkt haben, die Rede war, oder? Und vor allem hat Wilson doch offenbar die Irak-Niger-Geschichte für die CIA untersucht, warum kritisieren Sie es also vor diesem Hintergrund so scharf, wenn der "Stern" ihn für seine Titelgeschichte interviewt?

Antwort von David: Weil Wilson ein Bush-Hasser und jetzt ein Mitglied des Kerry-Teams ist. Der stern sucht als Interviewpartner bewußt Leute aus, die gegenüber Bush und den Republikanern voreingenommen sind, so wie auch die anderen genannten. Sie (SRK) hätten sofort aufgeschrieen, wenn z.B. Focus zur Unterstützung seiner pro-Bush-Argumente Limbaugh, Wolfowitz, Charles Krauthammer und ähnliche interviewt hätte.
Ich mußte diese Sektion jetzt schließen wegen eines Dauerbeschusses durch Spammer. Ich öffne auch immer mal wieder, wenn ich selbst am PC sitze und die Dinge kontrollieren kann, also morgen irgendwann wieder.

Entschuldigung, aber bei Ihrer Antwort würde ich gerne noch ein allerletztes Mal nachhaken: Sie wiederholen, dass Wilson "ein Bush-Hasser und jetzt ein Mitglied des Kerry-Teams ist". Mein Problem damit war jedoch, dass, abgesehen davon, dass nicht alle Gegner von Bushs Agenda als "Bush-Hasser" abgetan werden können, Sie keinerlei spezifischen Beweis oder Hinweis geliefert haben, dass er unglaubwürdig ist. Offenbar hat ihm die CIA soviel Vertrauen entgegengebracht, dass sie ihn den angeblichen Irak-Niger-Deal überprüfen ließ. Auf Grund der Ergebnisse dieser Recherche ist er dann - siehe nochmals seinen Artikel -, zu dem Schluss gekommen, dass Bushs Statement irreführend war. Ich persönlich kann durchaus verstehen, dass jemand nach so einer Erfahrung den Wunsch verspürt, sich in dieser Weise politisch zu engagieren. Deswegen reicht es m.E. eben nicht, seine Glaubwürdigkeit auf Grund der Tatsache, dass er Wahlkampf für Kerry macht, in Frage zu stellen. Man müsste ihm dazu explizite Faktenfälschungen nachweisen. Da er früher auch Bush senior gedient hat, scheint er mir zudem nicht VOR-eingenommen, sondern, wegen seiner Erfahrungen, NACH-eingenommen zu sein. Wegen seines Hintergrunds scheint es mir auch klar zu sein, dass er nicht in die Kategorie von Politkommentatoren (im allgemeinsten Sinne) á la Limbaugh und Krauthammer, oder Regierungsvertretern wie Paul Wolfowitz, zu gehören: Keiner dieser drei Konservativen hat für die CIA deren Informationen über Saddams Urangeschäfte nachgeprüft.
Und aus diesem Grund verstehe ich Ihre Kritik am "stern" (dessen Interview mit David Frum Sie vor einiger Zeit zitiert haben, ohne ihn in irgendeiner Weise anzugreifen) nach wie vor nicht.

@hildegunst

"Jeder hier im Land weiß, daß der Irakkrieg mit fadenscheinigen Begründungen und aufgrund absichtlich falsch in die Welt gesetzter Behauptungen begonnen und geführt wurde."

ICH weiß as nicht.

Das Problem mit der amerikanischen Pressefreiheit ist, dass Medien wie die Washington Post, New York Times etc. lediglich von einem ganz geringen Prozentsatz der amerikanischen Bevölkerung gelesen wird, während der Großteil, insbesondere die Landbevölkerung fast ausschließlich vom Fernsehen beeinflusst ist. Das Fernsehen in den USA ist aber fast ausschließlich von den Republikenern nahe stehenden Mogulen wie Murdoch kontrolliert. Wer schon einmal sog. "Nachrichten" auf Fox gesehen hat, weiss wovon ich rede. Und selbst sog. liberale Medien wie die Ney York Times sind mit voller Wucht auf den Irak-Lügenzug aufgesprungen ohne die gelieferten Informationen kritisch zu beleuchten, obwohl diese auf der ganzen Welt ausserhalb der USA mit großer Skepsis betrachtet wurden und somit wahrlich ausreichend Anhaltspunkte für eine kritische Überprüfungen vorlagen. Diese Analyse ist aber beileibe kein Grund zu meinen, hier in Deutschland sei es um die Pressefreiheit wesentlich besser bestellt.

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