Superstar Blix in Germany / Superstar Blix in Deutschland
(Deutsche Übersetzung am Ende des Beitrags)
In Heidelberg, former UN weapons inspector Hans Blix attacked President Bush and Prime Minister Blair:
...Hans Blix sharply criticized the Iraq policy of US President Bush and Great Britains Premier Minister Blair. They had treated information prior to the war like salesmen. ... Nevertheless he proposed expanding UN weapons inspections. In the future teams could be sent to North Korea, Libya and other countries, he suggested. (our translation)
No better place for Blix to go than Germany. He's a media darling here, a superstar. No questions asked by the media, as long as he hits Bush and Blair. Blix is so biased against Bush and Blair, you just wonder how he made it to the top ranks of the UN weapons inspection organization. But then again, it doesn't surprise me at all...
Of course, there were international weapons inspections in Libya and North Korea in the past - to no avail. If you believe in fairy tales you might as well hope for their success in the future.
Update: Great quote by Egon in the comment section of this posting:
The renowned Polish Sci-Fi-author Stanislav Lem on Hans Blix, in the (conservative German daily) FAZ/Feb. 19, 2003:
"I met Mr. Blix in Vienna, just when he had inspected the Chernobyl reactor for the International Atomic Energy Agency (IAEA). He had believed (the claim of) the Russians that there were just six victims! I immediately wrote in an emigrant magazine that this has to be rubbish in face of the radioactivity distributed. And now I see Mr. Blix in Iraq and inspecting (weapons)" (our translation)
Deutsche Übersetzung
Superstar Blix in Deutschland
Der frühere UN-Waffeninspekteur Hans Blix hat in Heidelberg Präsident Bush und Premier Minister Blar angegriffen:
"Bush und Blair sind Verkäufer"
Der ehemalige Uno-Waffeninspekteur Hans Blix hat die Irak-Politik von US-Präsident Bush und Großbritanniens Premier Blair heftig kritisiert. Wie Verkäufer wären sie im Vorfeld des Krieges mit Information umgegangen. ... Trotzdem sprach sich Blix für die Ausweitung der UN-Waffeninspektionen aus. In Zukunft könnten Teams nach Nordkorea, Libyen und andere Länder geschickt werden können, schlug er vor.
Für Blix gibt es keinen besseren Platz als Deutschland. Er ist hier der Medien-Liebling, der Superstar. Hier werden von den Medien keine Fragen gestellt, solange er auf Bush und Blair einschlägt. Blix ist so voreingenommen gegenüber Bush und Blair, daß man sich fragt, wie er es in die Führung der Waffeninspektions-Organisation der UN schaffte. Obwohl, eigentlich verwundert das überhaupt nicht...
Es gab natürlich schon internationale Waffeninspektionen in Libyen und in Nordkorea in der Vergangenheit - ohne Ergebnis. Wenn man an Märchen glaubt, kann man auch darauf hoffen, daß sie in Zukunft erfolgreich sein werden.
Nachtrag: Schönes Zitat von Egon im Kommentar-Bereich dieses Postings:
Der renommierte polnische Sci-Fi-Autor Stanislav Lem am 19.02.03 in der FAZ über Hans Blix:
"Ich habe Herrn Blix in Wien kennengelernt, nachdem er für die Internationale Atomenergiebehörde den Tschernobyl-Reaktor inspiziert hatte. Der hat den Russen geglaubt, daß es nur sechs Opfer gegeben habe! Ich habe sofort in einer Emigrantenzeitschrift geschrieben, daß dies angesichts der freigesetzten Radioaktivität Unsinn sein muß. Und jetzt sehe ich den Herrn Blix durch den Irak laufen und inspizieren."







Der renoomierte polnische Sci-Fi-Autor Stanislav Lem am 19.02.03 in der FAZ über Hans Blix:
"Ich habe Herrn Blix in Wien kennengelernt, nachdem er für die Internationale Atomenergiebehörde den Tschernobyl-Reaktor inspiziert hatte. Der hat den Russen geglaubt, daß es nur sechs Opfer gegeben habe! Ich habe sofort in einer Emigrantenzeitschrift geschrieben, daß dies angesichts der freigesetzten Radioaktivität Unsinn sein muß. Und jetzt sehe ich den Herrn Blix durch den Irak laufen und inspizieren."
http://www.biblioforum.de/forum/read.php?f=4&i=147&t=126
Posted by: Egon | February 16, 2004 at 11:57 AM
Surely you mean "The renowned Polish Sci-Fi author..." instead of "The repudiated Polish...".
Yours,
P. Smith
Reponse from David: Thanks for making me aware of the mistake. Corrected it.
Posted by: Paul Smith | February 16, 2004 at 12:41 PM
"Blix is so biased against Bush and Blair, you just wonder how he made it to the top ranks of the UN weapons inspection organization."
With that bias, how could Blix miss rising to the top ranks of the UN weapons inspection organization? As Blix himself said, his primary mission is to avoid war, not to find weapons.
Posted by: Dean Douthat | February 16, 2004 at 03:56 PM
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/dokumentation/?cnt=390669
LANGFASSUNG
"Vertrauen ist gut, Waffenkontrolle ist besser
Internationale Verträge bleiben unverzichtbare Instrumente, dem Wettrüsten Einhalt zu gebieten / Von Rolf Mützenich und Matthias Karádi
Ein neues Wettrüsten bahnt sich an. Die USA zeigen offen ihr Desinteresse an Rüstungskontrollverhandlungen und setzen nur auf ihre militärische Stärke. Und den Europäern scheint es zu mühsam, ihre Abrüstungsinitiativen voranzutreiben. Die Autoren verlangen aber die Fortschreibung der internationalen und regionalen Verträge
(...)Nach wie vor gilt es, Rüstung zu begrenzen und konsequent abzurüsten, was nicht für die Sicherung des Friedens benötigt wird. Leider scheinen die USA und ihre Verbündeten als einzige Lehre aus dem 11. September, den Ausbau der militärischen Suprematie verbunden mit der Führung von Präventivkriegen gezogen zu haben.
(...)
Der Krieg gegen den Irak wurde als Abrüstungskrieg angekündigt und geführt, auch wenn die Massenvernichtungswaffen, wegen derer er angeblich geführt wurde, bis heute nicht aufgetaucht sind. Das eigentliche Ziel des Dritten Golfkrieges dürfte jedoch der gewaltsame Sturz Saddam Husseins und die Umsetzung der neuen Sicherheitsdoktrin gewesen sein. Nachdem man die Massenvernichtungswaffen offensichtlich nicht finden konnte, rückt mittlerweile der Sturz eines verbrecherischen Regimes als offizielle Kriegsbegründung in den Vordergrund. Es bleibt jedoch ein Makel des Irakkrieges, dass die Führer der Kriegskoalition ihre Bürger und die der Welt getäuscht und in die Irre geführt haben. (...)"
Da mutmaßen zwei deutsche Politikwissenschaftler nach fast 2 Jahren Diskussionen über die mögliche Gefahr eines Saddam Husseins im Amte, daß sein Sturz einer der Hauptgründe war. Hätten diese Experten einmal den Originalreden zugehört statt deutsche Berichte darüber, dann bräuchten sie jetzt nicht zu behaupten, die Abrüstung wäre einziger Kriegsgrund gewesen. Dies war nur der einzige Grund, mit dem man die UN hätte aktivieren können. Zu hoch für die deutsche Elite. Da beklagt man sich lieber über Täuschung und Lügen, um die eigene Dummheit und Feigheit abzudecken.
Daß diese beiden Herren aber immer noch so tun, als drohe Gefahr aus den USA, kann ich nur als Dilettantismus bezeichnen, der in der deutschen "Elite" vorherrscht. Deutschland war und bleibt unberechenbar mit diesen einfältigen Experten. Unsere Unis brauchen bessere Professoren.
Posted by: Gabi | February 19, 2004 at 01:54 PM