(Deutsche Version siehe unten)
The Sunday edition of the conservative "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) (Nov. 11, 2003) - not universally known for it's humour anyway - uses cheap stereotypes to portray the situation in Iraq:
"In Spite of the Iraq Debacle: The Mood in the US is Brightening Up"
Source/Quelle
The FAZ uses a slapstick type of arrangement to call the US' Iraq policies a "debacle", and while they're at it it addresses Germany's disdain of capital punishment. The sophistication of this cartoon is somewhat underwhelming. What is not lost, however, is the deeply rooted anti-American prejudice of the FAZ. The cartoon is appalling.
Here is another recent posting regarding the anti-Americanism of the FAZ.
Translation by Ray D..
German version
Die Sonntags-Ausgabe der FAZ vom 11. November 2003 - ohnehin nicht für ihren Humor bekannt - zielt auf billige Vorurteile, um die Situation im Irak zu portraitieren:
(vgl. Bild oben)
Die FAZ benutzt einen Knallchargen-Humor, um das amerikanische Engagement im Irak als Debakel zu charakterisieren. Sie setzt dazu auch auf die Ablehnung der Todesstrafe durch die Deutschen. Die Sensibilität dieses Humors wirkt nicht gerade überwältigend. Was man jedoch spürt, ist die tiefsitzende Anti-Amerikanismus der FAZ. Der Cartoon ist abstoßend.
Hier ist übrigens noch ein weiterer Beitrag zum Anti-Amerikanismus der FAZ,.


Well they sure would know about death at the hands of the state. I'm betting that the prisoner is being hit in the face with a German chocolate cake.
Posted by: Cream Abdrool Jewbar | November 21, 2003 at 03:29 PM
Ouch, that was certainetly uncalled for!
Posted by: J.P.M. | November 21, 2003 at 03:37 PM
Da beim Thema Humor sich sowieso jede Diskussion erübrigt halt ich es für nicht geeignet diesen Beitrag, als antiamerikanisch und schon gar nicht, als von der FAZ gesteuert zu charakterisieren. Die Zeichner Greser und Lenz sind im höchsten Maße unabhängige Geister; da diese einer Zensur ihrer Werke in keinem Falle zustimmen würden kann von einer von oben gelenkten Beeinflussung keine Rede sein.
Wer diesen Cartoon für einseitig und abstoßend hält soll das tun, nicht ohne jedoch zu vergessen daß Greser und Lenzens Lieblingsmotto lautet:
"Spalten statt versöhnen"
Weitere Beispiele hier:
http://www.faz.net/imagecache/{22BB2C07-93A8-4C66-ADA5-FD44593F06C9}picture.jpeg
http://www.faz.net/imagecache/{E7F5084B-4702-4E8A-BBB1-1B51B0B45562}picture.jpeg
http://www.faz.net/imagecache/{81ED826E-EB65-43D2-9F49-11081AEDFDC1}picture.jpeg
http://www.faz.net/imagecache/{50D1D5AE-EE97-4C5F-B0F1-232A416054AD}picture.jpeg
Anbei noch der Hinweis daß ich diesen Blog ganz gerne mag.
Posted by: S.W. | November 21, 2003 at 04:36 PM
Das ist deutscher mainstream:
DFG-VK
Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Schwanenstr. 16
42551 Velbert
Tel.: 02051 955270
Irakkriegsgrund: „Sie haben gelogen, dass sich die Balken biegen-die Bundesregierung schweigt dazu"
DFG-VK zur Irakkriegsgrund-Debatte
30.06.2003 - Robert Hülsbusch - Telefon: 02502-9754
Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) fordert die Bundesregierung auf, die us-amerikanische Politik der Lügen und Unwahrheiten in Sachen Irak-Krieg scharf zu verurteilen. In den letzten Wochen sei deutlich geworden, was die Gegner des Irakkrieges ohnehin schon vermutet hätten: Um Massenvernichtungswaffen sei es bei diesem Krieg überhaupt nicht gegangen.
Robert Hülsbusch, DFG-VK-Bundessprecher: „Interviews zum Beispiel mit dem stellvertretenden
US-Verteidigungsminister Wolfowitz zeigen: Die Vereinigten Staaten haben hier die Welt schlicht und einfach belogen.“ Wolfowitz hatte in einen Gespräch mit der Zeitschrift „Vanity Fair“ wörtlich zugegeben: „Aus bürokratischen Gründen haben wir uns auf ein Thema festgelegt, auf Massenvernichtungswaffen, weil das der einzige Grund war, dem jeder zustimmen konnte.“
Auch der amerikanische Außenminister Powell hat – so die DFG-VK – den UN-Sicherheitsrat angelogen und dessen Mitglieder sowie die Weltöffentlichkeit hinters Licht geführt. Die Bundesregierung dürfe dazu
nicht schweigen und müsse innerhalb der UNO auf eine Verurteilung des völkerrechtswidrigen Angriffs der USA und Großbritanniens auf den Irak drängen, damit das Völkerrecht nicht dauerhaft Schaden erleide. Hülsbusch: „Wer jetzt nicht die Völkerrechtswidrigkeit des Irakkrieges benennt und wer jetzt nicht die Lügenpolitik verurteilt, der erkennt den Angriff auf den Irak de-facto an."
Der amerikanische Präsident und der britische Premierminister müssten sich vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verantworten.
Wie schon vor dem Afghanistan-Krieg, dem Kosovo-Krieg und auch dem zweiten Golfkrieg 1991 wurden – so die DFG-VK – gezielt Unwahrheiten und Lügen verbreitet, um eine Zustimmung zum Krieg zu erhalten oder aufrecht zu erhalten. Hier zeige sich ein Prinzip, das durchgängig in der Geschichte festzustellen sei. Bereits im ersten Weltkrieg wurden Bevölkerung und Soldaten skrupellos belogen.
Die DFG-VK ist die älteste Friedensorganisation Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1892 hat sich die Deutsche Friedensgesellschaft für ein internationales Rechtssystem und den Vorläufer der UNO, den Völkerbund eingesetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg propagierte die DFG-VK den Abrüstungsgedanken und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung. Aktuelle Kampagnen siehe im Internet unter www.dfg-vk.de.
Robert Hülsbusch
DFG-VK-Bundessprecher
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Posted by: | November 21, 2003 at 06:18 PM
Na, knallig ist die Karikatur gerade nicht. Aber hier wird insinuiert, daß die Ablehnung der Todesstrafe (die in vielen U. S.-Staaten nicht nur für Mord verhängt werden kann!) eine Art deutsche Marotte ist. Nochmals zur Information: sie ist - in Friedenszeiten - mittlerweile 111 Staaten dieser Erde abgeschafft. Daß sie 1976 in den U. S. A. wieder eingeführt wurde, ist zweifellos ein schwerer Rückfall in Sachen Menschenrechte. Darauf hinzuweisen, hat mit 'Antiamerikanismus' nichts zu tun. Dies ist allein deshalb so, weil die Diskussion an dieser mit tödlichen Irrtümern verbundenen Strafform auch in den U.S.A. (wieder) in vollem Gange ist.
Posted by: rolf | November 21, 2003 at 06:20 PM
waren die einzigen, die in Deutschland Schroederkritische Cartoons zeichneten, als Schroeder Hussein vor dem Krieg unterstuetzte. Wenn sie die Todesstrafe nicht moegen, ist das ihr gutes Recht.
Ins Klo gegriffen hier, David.
Posted by: Greser&Lenz | November 21, 2003 at 07:21 PM
Welcher Prozentsatz der Erdbevoelkerung lebt in Laendern ohne Todesstrafe? 5%? 10%? 15%?
Posted by: Zahlen, Zahlen | November 21, 2003 at 07:36 PM
I'd say that's just the type of cartoon Greser&Lenz would produce.
Posted by: | November 21, 2003 at 07:46 PM
http://www.faz.net/imagecache/{F88F5D9A-9D4F-43C4-AEE5-32B54FC91C62}picture.jpeg
Greser&Lenz on German Media.
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Cartoon shows a German soldier in Afghanistan reading newspapers from home; the caption reads: "If one is to believe what the papers write, it doesn't look much different at home than it does here."
This could/should have been on Medienkritik.
Posted by: Greser&Lenz on German media | November 21, 2003 at 07:52 PM
Let's not put too fine a point on it, Greser & Lenz suck, and always have. On-the-nose, ponderous "humor" and talentless drawing.
I must admit I haven't picked up an FAZ at a news stand recently. Does Ivan Steiger still appear in the FAZ? That guy is brilliant, subtle, and a genius.
Posted by: tictoc | November 21, 2003 at 11:08 PM
N. Klaric, den Typ von Karikatur, den Sie da gerade beschreiben, kennen wir aus unzähligen - v.a. britischen - Zeitungen. Wenn man das kitisiert, bekommt man bescheinigt, daß man als Deutscher halt den ach so subtilen britischen Humor nicht verstehe. Ich denke, die Karikatur und die Satire sind vielleicht tatsächlich Gattungen mit Narrenfreiheit. Diese Narrenfreiheit würde ich allerdings Leuten, die die amerikanische Flagge (m.E. tatsächlich ein Symbol für demokratische Werte!) verbrennen, nicht zugestehen!
Posted by: rolf | November 22, 2003 at 12:58 AM
welch ein brillianter griff ins klo.
weder der cartoon, erst recht nicht die faz lassen sich ernsthaft als "anti-amerikanisch" abwickeln.
dein verschwörungswahn ist abenteuerlich, david. da kann ja nicht mal ich mithalten.
Posted by: art | November 22, 2003 at 02:06 AM
Wenn Ralph Peters (New York Post. Ums mal sehr sehr vorsichtig auszudrücken: ein kritischer Freund der Deutschen) für die Faz schreibt, und dieser die Faz als eines der wenigen vernünftigen Blätter in Europa lobt. Wie wäre das dann in das Faz-Bild von David einzuordnen?
Ich glaube man sollte sich auf mehr auf die Verfasser von einseitigen Artikeln stürzen als Zeitungen generell eine Lenkung zu unterstellen. Dann macht man nämlich dasselbe was die tumben Amerikahasser der dortigen Medienlandschaft pauschal unterstellen.
Das wir uns nicht falsch verstehen; ich sehe auch in Deutschland mehrheitlich eine von Oldeurope inspirierte Berichterstattung, dennoch habe ich z.B. neulich im Spiegel eine der besten Generalabrechnungen mit von Bülow und Konsorten gelesen.
Zu Greser und Lenz: Nach wie vor. Humor ist Geschmackssache. Auch ist hier alles erlaubt. Die Reihe "Der Führer privat" von G+L gehört zum besten was ich an Karikaturen letztens gesehen habe. Aber das mag daran liegen daß ich gerne über alles lache. Ohne mich von meiner politischen Verortung beeinflussen zu lassen. Im Falle der beanstandeten Zeichnung würde mich das als Irakkriegsbefürworter und vehementer Gegner der Todesstrafe nämlich ratlos lassen.
Posted by: SW | November 22, 2003 at 07:13 PM
SW is completely correct. We should strive for diversity in the media and not give in the temptation to equate a newspaper with an article it publishes (unless, like the Spiegel, 99% of what it publishes is rubbish).
The FAZ is probably the German newspaper that comes closest to having some diversity (and I don't mean that in the "nonwhite" sense, but in its literal sense), although even the FAZ still has a long way to go. The problem with Spiegel, taz and company being so successful with brainwashing the German public is just their one-sidedness in emphasizing fringe sources like Chalmers Johnsons. I think if they all gave as much space as the FAZ to a diverse array of serious sources we'd be half there.
Posted by: you're right | November 22, 2003 at 08:49 PM
"Soll keiner glauben, Zombies seien nur Erfindungen. Sie sind unter uns. Der Rest ist ein Fall für die Justiz."
Das ist halt die uebliche gequirlte Scheisse im deutschen Feuilleton. Das Anti-Amerikanismus zu nennen wertet es nur unnoetig auf.
Posted by: | November 23, 2003 at 10:55 PM
The cartoon preaches hatred of Americans, and as one of the commentators above points out, its complement about a German topic would certainly need to have a nazi in it, about a jewish theme, a Shylock. Is that the kind of paper the FAZ wants to be? The FAZ certainly cannot be expected to dictate to G&L the content of their cartoons, but they certainly do have the editorial right -- and responsibility -- to prevent the content that they publish from drumming up hatred of other peoples. They could have pulled the cartoon and explained to G&L why they were doing so.
The FAZ is still much more balanced than many German dailies. Nevertheless, it has changed over the past several years. I think that the summary dismissal of Herr Müller-Vogg, obviously because he was too conservative (and one of the most balanced reporters on America) for mainstream German tastes, was a sign that the FAZ was consciously trying to "move to the market".
A suggestion to G&L: stick to your own country. Satirists are most valuable when they point out the foibles of their own people. We already have Doonesbury. We don't need your lame, off-color attempts at humor.
Posted by: Karl B. | November 24, 2003 at 08:11 AM
Wenn der untergetauchte Taliban-Chef Mullah Omar die Afghanen zum gemeinsamen Kampf gegen ausländische Truppen in ihrem Land aufruft und den Demokratisierungsprozess ein Komplott der "Kreuzritter" nennt, so sehe ich als Stichwortgeber die Anti-Bush-Medien. Es ist offensichtlich, daß die Bush-Gegner-Rhetorik aufgegriffen wird.
Posted by: Gabi | November 24, 2003 at 08:30 AM