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Comments

Hallo Herr Nagel:
vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar.

Sie haben schon recht: es gibt immer mal wieder Unterschiede zwischen der deutschen und der amerikanischen Version. Die von Ihnen angeführten Beispiele fallen in eine bestimmte Kategorie. Da geht es um Begriffe wie "CSU" oder "SPD", die jedem politisch Interessierten in Deutschland etwas sagen. Nun ist aber - in den letzten Wochen - die Mehrheit der Besucher meiner Site aus dem Ausland, vorwiegend aus den USA. Diese Besucher sind zwar auch politisch interessiert und über Europa bzw. Deutschland besser informiert als der Durchschnitt (z.B. in den USA), aber sie sind in der Regel mit Ausdrücken wie "CSU" oder "SPD" nicht so vertraut. Deswegen füge ich eine eigene Bewertung bei, z.B. "left-wing", oder "anti-american". (Die Anfügungen stammen übrigens immer von mir, nicht von Ray)

Natürlich sind diese Bewertungen nie objektiv. Sie entsprechen meiner Meinung, bzw. dem, was ich annehme, was etwa ein Amerikaner zu dieser Partei oder Zeitung sagen würde. Was nun die Frage betrifft, ob die SPD "left-wing" ist: aus der Sicht eines Amerikaners sicherlich. Ist der SPIEGEL left-wing? Augstein war ein augezeichneter Journalist - und hat sich selbst als "links" bezeichnet.
vgl. http://www.taz.de/pt/2002/11/08/a0131.nf/text
Am ehesten hatte ich selbst noch Schwierigkeiten, die CSU als "pro-american" zu bezeichnen. Das ist sie nicht wirklich. Sie wirkt nur so im Vergleich zur SPD, vor allem der bayerischen, die ohne Zweifel überwiegend anti-amerikanisch ist und auch versucht hatte, für diese Position im Wahlkampf Resonanz zu finden.

Nochmals: vielen Dank für Ihren Kommentar.

Hallo Herr Nagel,
gerade in der heutigen Zeit sind die Medien voller Lügen, Hetze, sogar Hass. Die Leser/Zuhörer werden emotionalisiert statt informiert. Wir sollten es besser machen. Ein Blick ins Internet hätte Ihnen die Information gegeben, daß Broder lediglich Autor für den Spiegel ist, aber mit Sicherheit nicht die Spiegel-Linie vertritt. Das einzig Erträgliche am Spiegel sind für mich die Broder-Artikel, aber die Hetze ist so massiv geworden, daß ich mich entschieden habe, meine Zeit nicht mehr mit dem Spiegel zu vergeuden. Spiegel hat in der berühmten Februar 2003 Ausgabe getitelt "Armee der Barmherzigkeit" und vorgetäuscht, Bush meinte das US-Militär. Als ich die Rede Bushs im Original las, fand ich das Zitat im Zusammenhang mit der Armee der ehrenamtlichen Helfer in den USA. Schorlehemmer hat diesen Begriff aus dem Spiegel aufgegriffen und aufs Militär bezogen, so wie der Spiegel es beabsichtigt hat. Rau und viele andere haben sich auf den Spiegel bezogen, wenn sie Bush als Gotteskrieger bezeichnet haben, er sei in göttlicher Mission unterwegs. Bush ist genauso religiös wie viele andere Präsidenten vor ihm. Das Wort "Mission" haben vor ihm alle Präsidenten gebraucht. Niemand hat zuvor einen Präsidenten als Gotteskrieger bezeichnet. Frau Maischberger berief sich auf meine Anfrage hin ebenfalls auf den Spiegel. Sie interviewte Rau und gab die Fragen vor, in denen sie auch unterstellte, Bush sei in göttlicher Mission unterwegs. Das hatte sie also aus dem Spiegel. Genug zum Spiegel. Biermann hat im übrigen ebenfalls einen hervorragenden Artikel im Spiegel veröffentlicht: Wollt ihr den totalen Frieden? Trotzdem wird der Spiegel dadurch nicht besser.

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