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Comments

yo, BILD zeichnete sich noch _nie_ durch qualität aus, der spiegel schon. aber das war einmal. der spiegel hat sich entgegen einiger berichte auf SPON und deiner beurteilung dem transatlantischen bündnis verschrieben. kann nur hoffen, das sein verlust an objektivität lediglich eine temporäre erscheinung ist.

im übrigen ist der von dir zitierte spiegel-satz zu dem blair-blut-an-händen-vorfall eine korrekte widergabe des ereignisses.
es handelte sich um eine frage, die unbeantwortet blieb. aber sogar die BILD lag nicht zwingend daneben. das aus-dem-saal-stürmen ist eine überzogene metapher, genauso wie das "aschfahl", aber derartige überspitzungen sind in der BILD _das_ bestimmende bild, und wer die BILD liest um sich zu informieren bzw. alles was da drinn steht für bahre münze nimmt, bei dem ist sowieso schon alles verloren.

Nein, ich sehe das anders. Viele Medien haben sich genau dem Bildzeitungsniveau angenähert, wenden deren Techniken an. Spiegel - Information im Gegensatz zur Bildzeitung? Nur weil sich eine Presse "kritisch" nennt, wird die Information nicht besser. Menschen wie art glauben noch immer, daß sie Information erhalten. Die Medien wie FAZ, FR, SZ, Spiegel, Stern usw. stehen schon lange nicht mehr für das, was sie einmal ausgemacht hat. Im Kampf ums Überleben hat die Qualität, die sachliche Information gegen Hetze, schleichende Manipulation verloren. Die Journalisten präsentieren ihren Meinungsbrei als Wahrheit. Gut genug zum Auskotzen, mehr nicht. Sorry für die starken Worte. So fühle ich es.

"Der Spiegel" betreibt Propaganda, weil er suggeriert eine normalen Wortmeldung wäre unbeantwortet geblieben. Da kann ich auch in eine Pressekonferenz gehen, irgendwas rufen und nachher schreiben wie vielsagend das Schweigen des Veranstalters ist. Ich habe schon in der Vorkriegszeit öfter den Scherznamen "Abiturienten-Bild" gehört, und wie das berühmte Springer-Blatt setzt auch Der Spiegel über 50% seiner Auflage am Kiosk ab, d.h. das Titelblatt beeinflußt in wenigen Sekunden die Kaufentscheidung. Sowas prägt ein Medium.

Gabi,
ich glaube nicht, das du das ganz anders siehst als ich. ich bin der letzte, der glaubt, die medien würden in dem maß informieren, wie man es eigentlich annehmen sollte. kritisch, unabhängig, unparteiisch. sowas dient heute nur noch als etikett, und wenn ich mich nicht irre, dann ist es gerade die BILD, die mit diesen schlagworten wirbt. verkehrte welt. und dass andere medien sich dem stil der BILD annähren, angesichts ihres erfolgs, das war doch nur ne frage der zeit. was willst du erwarten, wenn redaktionen sukzessive in profit-center umgestylt werden. egal ob tv oder print, die haltbarkeit von nachrichten wird immer kürzer, die recherche wird oberflächlich, die qualität immer schlechter, ... alles ganze normale marktmechanismen die hier zum tragen kommen.
ich weiß nicht genau, aber irgendwo wurde mal der begriff 'infotainment' geprägt. eine mischung aus unterhaltung und information, wobei man am ende gar nicht mehr weiß, was ist unterhaltung, was information, und wer finanziert das ganze überhaupt. was ja auch hinsichtlich der qualität und unabhängigkeit eine entscheidende frage ist.
die medien tappen immer mehr in eine glaubwürdigkeitsfalle.

@leo
welches medium betreibt keine suggestion? war es nicht gerade das pentagon, welches derart aufdringlich saddam mit dem 11.9. in verbindung brachte, das irgendwann 70% der amis oder mehr glaubten, saddam sei 'verantwortlich'. war das keine suggestion?

und gerade der CNN-satz "[...] That question was not answered because Japanese authorities were wrapping up the briefing.[...]" muss nicht zwingend der wahrheit entsprechen. wobei sich auch die frage stellt, hätte Blair noch was sagen können, hätte er gewollt? ich denke schon. allerdings denke ich, ist es auch verständlich, dass her nichts zu dem heißen thema sagte. will sich ja nicht unnötig die finger verbrennen. ;)

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